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Bewerbung

Furths Bürger wollen die Gartenschau

Beim zweiten Bürgerworkshop betonte Sandro Bauer, wie wichtig der Zusammenhalt der Further für das große Projekt ist.
Von Evi Paleczek

Bürgermeister Sandro Bauer diskutierte mit den etwa 70 zur Bürgerinformation gekommenen Furthern deren Anregungen. Foto: Paleczek
Bürgermeister Sandro Bauer diskutierte mit den etwa 70 zur Bürgerinformation gekommenen Furthern deren Anregungen. Foto: Paleczek

Furth im Wald.Um die Vorstellung des Grobkonzepts und Ideen für den Bereisungstag der Bewertungskommission Mitte Juli ist es beim zweiten Bürgerworkshop in Bezug auf die Bayerische Landesgartenschau 2026 am Montagabend im Rathaus gegangen. Ursula Hochrein von der lohrer.hochrein landschaftsarchitekten und stadtplaner GmbH, die für ein erstes Konzept der Gartenschau verantwortlich zeichnet, präsentierte den etwa 70 anwesenden Furthern den vier Kilometer langen Gartenschau-Rundweg durch die Stadt.

Nachhaltige Ortsentwicklung

Die Gartenschau werde der Stadt so viel bringen, das nicht nach zwei oder drei Monaten gleich verpufft sei, betonte Hochrein. Im Gegenteil: Ziel des Umweltministeriums sei, dass Ortsentwicklung und Naherholungsqualität für alle Generationen nachhaltig profitieren. Innerörtliche Brachen sollen sich verändern, und dauerhafte öffentliche Grünflächen geschaffen werden. All das könne auch Initialzündung für Folgeprojekte sein; viele private Maßnahmen wie neue Fassadengestaltung kämen mit einem Gartenschau-Projekt ins Rollen. Der Ort erfahre in der gesamten Region eine Stärkung dahingehend, dass man zeige, dass Furth immer einen Besuch wert sei. Zudem bringe das Ganze auch wirtschaftliche Vorteile, unter anderem auch für die Gastronomen, und mehr Touristen.

Lesen Sie hier: Mitte des Jahres kommt die Bewertungskommission der Gartenschau in die Grenzstadt. Alle Bürger sollen dafür mitmachen.

Sandro Bauer, Ursula Hochrein, Josef Beer und Axel Lohrer (von links) Foto: Paleczek
Sandro Bauer, Ursula Hochrein, Josef Beer und Axel Lohrer (von links) Foto: Paleczek

Landschaftsarchitekten aus ganz Deutschland würden sich um das Projekt bewerben, kündigte Hochrein an. Es könnten etwa Spazierwege entlang der Straßen geschaffen, Späth- und Hofer-Areal umgestaltet und neue Spielplätze angelegt werden. Einbezogen würden etwa die Freianlagen beim ATT, Festplatz und Cave-Gelände, außerdem die beiden Gärtnereien, die ihre Gewächshäuser öffnen könnten. Und natürlich führe der Weg über den Stadtplatz und zu den Lokalen. Toll wäre auch, wenn es gelingen würde, den Drachen bis 2026 ins Zentrum zu holen.

Voithenberg, Roberthütte, Drachensee und Wildgarten etwa seien zu weit entfernt, um direkt in den Fuß-Rundweg integriert zu werden, man könnte aber Shuttles anbieten und alles, was Furth Touristen zu bieten hat, auf dem Rundweg bewerben. Dass während der Gartenschau Drachenstich und Cave Gladium stattfinden, sei eine tolle Ergänzung, die Furth von den anderen etwa zehn Bewerbern für die Jahre 2024 bis 2026 abhebe.

Eine einmalige Chance

Dass es viel zu tun und viele Schandflecken gebe in der Stadt, sei einer Bewerbung nicht abträglich, erklärte der Bürgermeister, im Gegenteil: Den Zuschlag bekommen meist die Städte, in denen sich durch eine Gartenschau am meisten verbessern lässt. Und auch wenn gefragt werde, ob Furth sich so etwas leisten könne, müsse man selbstbewusst sein, meinte Bauer. Fünf Millionen Euro gebe es für die Durchführung der Gartenschau, dazu kämen Mittel aus der Städtebauförderung. Man wisse noch nichts Genaues, aber er schätzt, dass die Stadt etwa drei/vier Millionen selbst werde berappen müssen, meinte Bauer. Das sei zu schaffen, in den vergangenen Jahren seien schließlich auch viele Projekte wie Stadtturm- und Schulsanierungen gestemmt worden. Er sehe die Gartenschau im Gegenteil als einmalige Chance, mit Fördergeldern viel machen zu können. Und wenn Furth das gut macht, werde die Stadt insgesamt von außen durch einen positiven Blickwinkel wahrgenommen, zeigte sich Bauer überzeugt. Das Projekt könne die Stadt auf eine Art und Weise nach vorne bringen, wie es anderweitig nie möglich wäre.

Mit E-Bikes an den Drachensee

Seinen Worten schloss sich eine rege Diskussion mit vielen Vorschlägen an. Sie reichten über das Anlegen einer Furt, um an Furths Geschichte zu erinnern, über den Wunsch nach Toilettenanlagen am Bahnhof bis hin zum Anbieten von E-Bikes, um auch entferntere Stellen wie Drachensee und Voithenberg erreichen zu können.

Bürgermeister Sandro Bauer präsentierte den Furthern das Logo, mit dem die Stadt um den Zuschlag für die Gartenschau wirbt. Foto: Paleczek
Bürgermeister Sandro Bauer präsentierte den Furthern das Logo, mit dem die Stadt um den Zuschlag für die Gartenschau wirbt. Foto: Paleczek

Angesprochen wurde auch der „Schandfleck“ an der Kötztinger Straße am Eingangstor der Stadt. Das müsse man auch angreifen, wenn es ernst wird mit der Gartenschau, bestätigte der Bürgermeister. Ein wichtiges Thema, das man aufgreifen könne, sei zudem die Nähe zu Tschechien. Es würden auf jeden Fall auch viele tschechische Besucher erwartet, weshalb auf Zweisprachigkeit gesetzt würde. Furth brauche Alleinstellungsmerkmale, um den Zuschlag zu bekommen, meinte 2. Bürgermeister Michael Mühlbauer. Er war überzeugt davon, dass die Gartenschau Furth guttun würde, dass ein Ruck durch die Stadt gehen würde.

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