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Wahlkampfauftakt

FWG strebt vier bis fünf Sitze an

Miltachs Bürgermeister Johann Aumeier hielt Rückblick und stellte die Ziele vor.
Von Rosi Stelzl

Bürgermeister Johann Aumeier bei seiner Rede Foto: Rosi Stelzl
Bürgermeister Johann Aumeier bei seiner Rede Foto: Rosi Stelzl

Miltach.Bei einem Weißwurstfrühstück am Sonntagvormittag in der Schlossgaststätte Laumer eröffnete die Freie Wählergemeinschaft Altrandsberg den Auftakt zur Kommunalwahl. Die Wirtsstube war voll besetzt, nicht nur von Altrandsberger Bürgern, sondern auch von Wählern aus Miltach; dies zeige das große Interesse der Bürger an der Gemeindepolitik und den Wahlen im März. Gemeinderat Wolfgang Simeth stellte die Listen-Kandidaten vor.

Der amtierende Bürgermeister Johann Aumeier blendete zurück auf das, was in den vergangenen Jahren in der Gemeinde geschehen sei und informierte, was geplant sei. „Zum ersten Mal hatten wir zwei Millionen Euro an Gewerbesteuer“, freute er sich. Lobend erwähnte er die Straßenfeste in Altrandsberg, aus deren Erlös so manche Anschaffung gemacht werden konnte. „Wenn wir auf unserer Liste 10 000 bis 12 000 Stimmen erhalten, können wir wieder vier Gemeinderäte stellen!“, gab er das Ziel vor. Er selbst wolle wieder Bürgermeister werden, denn er habe bewiesen, vorausschauend zu denken, Objekte zu planen und umzusetzen. Alle Ortsteile seien mit Listen vertreten und er wolle weiterhin ehrenamtlicher Bürgermeister für die gesamte Gemeinde Miltach sein.

Zur Schule merkte er an, dass dies ein großes Projekt sei, mit Anbau einer größeren Sporthalle, in der auch die Mitglieder des FC Altrandsberg trainieren dürfen. Die BA I und BA II seien bereits fertig und BA III wahrscheinlich im Sommer. Geplant seien auch Außen-Sportanlagen; vorgesehen seien eine offene Ganztagsschule und eine digitale Ausstattung in jedem Klassenzimmer. Zum Umbau des Kindergartens in Miltach teilte Aumeier mit, dass dieser vorerst erledigt sei; es gebe nun längere Öffnungszeiten mit Mittagessen und es wurde Personal eingestellt. Auf Empfehlung des Landratsamtes solle der Kindergarten in Altrandsberg umgebaut werden, um darin eine Kinderkrippe einzurichten. Dies werde Thema in der nächsten Sitzung des Gemeinderates sein.

Zum Bauhof teilte er mit, dass alles neu sei, und vier Personen Winter-und Sommerdienste leisten. Die Kläranlage bezeichnete der Redner als „Top-Thema“. Es müssten viele Teile erneuert werden; geplant sei auch die Erneuerung der Elektronik. Probleme bereiten nach wie vor Tücher in der Kläranlage und falsche Einleitung. Vorgesehen sei die Anschaffung einer Schlammpresse, um den Schlamm nach Straubing zum Verbrennen fahren zu können. Die Verwaltung lobte Aumeier für ihre sehr gute Arbeit. Es sei die Umstellung auf ein digitales Rathaus vorgesehen.

Für die nächsten Jahre, ab 2020 habe man wieder viel vor, darunter den Straßenbau Lex nach Riedern, vom Romhof zum Holzhof und zu Schedlbauer in Allmannsdorf. Bei Rummermühle dauere es noch etwas, wegen der Breitbandverlegung. Als „brutal schlecht“ bezeichnete Aumeier die Straße nach Schwarzenbühl, die im Gemeinderat Priorität haben müsse. Durchgeführt werden müssen auch die Teerungen der Ringstraße in Miltach und der Lindenstraße. Ein weiteres Projekt sei die Stützmauer beim Anwesen Haimerl in Altrandsberg und der Bau der Meierbrücke in Altrandsberg. Es müsste geprüft werden, ob da überhaupt LKW drüberfahren dürfen. Es stehe auch der Brückenbau an der B 85 in Oberndorf an, der von 2020 bis 2021 abgeschlossen sein soll. Bei der Brücke B 85 sei eventuell eine Abbiegespur in Richtung Moosbach-Allmannsdorf anzubringen. Eine Notstromversorgung wird in der Mehrzweckhalle eingerichtet, im Rathaus und bei der Feuerwehr. Für den Ernstfall wird Übernachtungsmöglichkeit in der MZH angeboten.

Am Spielplatz in Altrandsberg werden demnächst Spielgeräte aufgestellt. Zur Bauschuttdeponie informierte Aumeier, dass derzeit ein Container aufgestellt sei und bis zu ein Kubikmeter zum Preis von 38 Euro, laut Landratsamt, angeliefert werden dürfe. „Wir bleiben dran, dass die Deponie weiter betrieben werden darf“, versprach Aumeier. An der Kläranlage werde eine Photovoltaikanlage eingebaut, die die Gemeinde selber nutzen werde. Zum Bau eines Krötenzaunes bei der Roßweidmühle gebe es Förderung.

Gewünscht werde, einen Park und einen Rundweg am Weiher anzulegen. Zur Bepflanzung am Weiher würden sich Wildpflanzen und Blühflächen eignen. Als vordringlich bezeichnete Aumeier die Schaffung von Bauplätzen in Miltach und in Altrandsberg; an einem Gewerbegrund hätten bereits vier Firmen Interesse bekundet.

Es schloss sich eine rege Diskussion an, u.a. wegen des Belegplans in der Turnhalle. „Es müssen sich alle Abteilungsleiter zwecks Termin-Absprache zusammensetzen“, so Aumeier. Ein weiterer Punkt war die Teerung in Gferet, aber hier gebe es Wasserprobleme und ebenso bei der DSL-Planung in Richtung Moosbach, Landkreis Regen. Eine Anfrage betraf den Umbau des Kindergartens St. Michael, um eine Kinderkrippe anbieten zu können. „Dies ist eine Herausforderung, aber zugleich auch eine Aufwertung des Altrandsberger Kindergartens“, betonte der Bürgermeister. Einige bedauerten, dass die Hochwasserfreilegung in Altrandsberg noch immer nicht geschafft worden ist. (kts)

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