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Bundeswehr

Garnison in Roding feiert 60. Jubiläum

Nach dem Rückkehrerappell sind beim Tag der offenen Tür am Sonntag Stuben, Ausstellungen, Waffen und Fahrzeuge zu sehen.
Von Bastian Schreiner

Da staunen die Bürger, als schwere Panzer über die Regenbrücke rollen. Die Soldaten sind seit jeher willkommen in Roding. Foto: Stadtarchiv
Da staunen die Bürger, als schwere Panzer über die Regenbrücke rollen. Die Soldaten sind seit jeher willkommen in Roding. Foto: Stadtarchiv

Roding. 60 Jahre Garnison in Roding bedeuten auch sechs Jahrzehnte Verbundenheit und Kooperation mit der Stadt. Die Bürger seien der Bundeswehr stets vorbehaltlos gegenübergestanden, betont Bürgermeister Franz Reichold. Oberstleutnant Jörg Witoschek freut sich, dass die Soldaten trotz einer Vielzahl an Strukturreformen fest in der Region verankert blieben. Deshalb lag es auch nahe, dass das 60. Jubiläum der Rodinger Garnison mit der Bevölkerung gefeiert wird. Dazu öffnen sich am Sonntag die Tore der Arnulfkaserne – und die Gäste können einen Blick hinter die Kulissen werfen.

Bürgermeister (l.) und Oberstleutnant freuen sich auf den Tag der offenen Tür.Foto: bs
Bürgermeister (l.) und Oberstleutnant freuen sich auf den Tag der offenen Tür.Foto: bs

Am 1. November 1958 begann für die Stadt Roding und die hier stationierten Soldaten eine gemeinsame und von Erfolg gekrönte Zusammenarbeit, wie der Standortälteste in seinem Grußwort der Infobroschüre schreibt. Zur Grundsteinlegung am 2. September 1957 war der damalige Verteidigungsminister Franz Josef Strauß nach Roding gekommen. Im Herbst 1958 war der Kasernenbau vollendet und im Februar 1959 das Panzeraufklärbataillon 4 eingezogen. Oberstleutnant von Zitzewitz erhielt damals den Schlüssel aus den Händen von Brigadegeneral Übelhack. Der Standort hat insgesamt schon 25 Kommandeure erlebt. Auch die Einheiten der Kaserne wechselten oft. Nach dem Panzeraufklärbataillon 4 kamen das Jägerbataillon 4 und das Jägerregiment 11. Danach folgten das Nachschubbataillon 4 und das Logistikbataillon 4. Seit dem Jahr 2014 ist das Versorgungsbataillon 4 in Roding stationiert. Die tiefe Verwurzlung und Integration in der Stadt und der Region sei auch eine wichtige Größe, die strukturellen Veränderungen widerstand, meint Witoschek, der seit 2016 Regie in der Kaserne führt.

Franz Josef Strauß, hier mit Ernst Girmindl und Franz Sackmann (v. l.) im Juli 1971, kam auch im September 1957 zur Grundsteinlegung.Foto: MZ-Archiv
Franz Josef Strauß, hier mit Ernst Girmindl und Franz Sackmann (v. l.) im Juli 1971, kam auch im September 1957 zur Grundsteinlegung.Foto: MZ-Archiv

Kindergärten sollen die Kombination von Beruf und Familie auch bei der Bundeswehr möglich machen. Als einer von 15 Standorten in Deutschland hat das Versorgungsbataillon 4 den Zuschlag für eine Großtagespflegestelle erhalten. Im Herbst 2017 wurde der Kinderhort „Die Wilde 13“ in Roding eingeweiht. Die Bundeswehr möchte sich fernab der militärischen Themen auch als attraktiver Arbeitgeber und zukunftsfähiger Partner in der Region präsentieren. Dazu soll der Tag der offenen Tür am Sonntag beitragen. Nach dem Rückkehrerappell um 9.30 Uhr – bis vor kurzem war eine Truppe im Kosovo stationiert – ist von 10.30 bis 16.30 Uhr das Rahmenprogramm vorgesehen.

Parken

  • Busse:

    Für den Tag der offenen Tür in der Arnulfkaserne am Sonntag stehen ausgewiesene Parkplätze bei der Firma Crown im Industriegebiet in Altenkreith, bei Aldi am Ortseingang von Roding sowie bei Crown in der Innenstadt bereit. Pendelbusse bringen die Besucher in die Kaserne und zurück.

  • Verkehr:

    Der Pendelverkehr fährt in der Zeit zwischen 8.30 und 16 Uhr. Ab 11 Uhr gibt es zusätzlich einen Stationsverkehr innerhalb des Bundeswehr-Geländes.

  • Bitte:

    Es wird gebeten, dass die Rodinger die Veranstaltung zu Fuß besuchen, da nicht für alle Besucher ausreichend Parkplätze zur Verfügung stehen können,

Es wird eine Vielzahl an Aktionen an verschiedenen Stationen geboten – von Hundevorführung und Waffenschau bis Fahrzeug-Bergungen und Triebwerkziehen. Außerdem können die Besucher die Stuben besichtigen, Informationen über die Geschichte der Garnison und die Karrierechancen bei der Bundeswehr einholen. Für ein Kinderprogramm und Verpflegung ist ebenso gesorgt. Ein Höhepunkt wird der „Mudrun“. Durchgang 1 beginnt um 12 Uhr, Durchgang 2 um 15 Uhr. Bei dem Hindernislauf müssen sich die Teilnehmer durch den Schlamm kämpfen, über Fahrzeuge klettern und über Wasserbecken springen. Die Sieger des Wettbewerbs, dessen Erlös versehrten Soldaten zugute kommt, werden am Abend im Zelt am Volksfest geehrt.

Weitere Meldungen aus Roding finden Sie hier.

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