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Veranstaltung

Gaudi war bei „Event“ Trumpf

Die Bayerische Olympiade der Freiwilligen Feuerwehr Kothmaißling sorgte bei Akteuren und Zuschauern für Stimmung.
von Martina Matzke

  • „Halleluja“: Die Holy Ghost Gang (Kapellenverein) zog Wasser spritzend in die Spielwiese ein. Fotos: Martina Matzke
  • Volle Konzentration beim Nageln
  • Die jungen Biber Street Fighters gaben ihr Bestes.
  • Ziel getroffen

Cham.Des war a Gaudi – die Bayerische Olympiade mit Oktoberfest in Kothmaißling. Der zum dritten Mal ausgerichtete „Event der Feuerwehr Kothmaißling“ entführte am vergangenen Samstag zahlreiche Teilnehmer und Zuschauer ins olympische Geschehen. Bei herrlichem Spätsommerwetter war Groß und Klein auf den Beinen, um sich dieses Spektakel anzusehen.

Nachdem man sich vor drei Jahren bei den Highland-Games nach Schottland versetzt gefühlt hatte, spielte sich dieses Mal alles in heimischen Gefilden ab. Unter weiß-blauem Himmel wurde um den olympischen Sieg gekämpft.

Die Kothmaißlinger Organisatoren Sepp Aschenbrenner und Ben Kelnhofer haben sich bayerische Disziplinen ausgedacht, die vor allem Spaß machen sollten und an denen auch Frauen und Kinder teilnehmen konnten. So hatten sich vierzehn Mannschaften mit je sechs Personen und einem Ersatz angemeldet, weiblich, männlich und gemischt.

Kreativität war gefragt

Zwei Damenmannschaften waren vertreten, ebenso waren bei etlichen Teams auch Kinder und Jugendliche im Wettstreit dabei. Bei den Teams war Kreativität sowohl bei der Namensgebung als auch beim sportlichen Outfit gefragt.

Da erschienen zum Beispiel die Wiesn Bixn fesch gestylt, die Schlammeringer traten als Eberhofer-Krimi-Doubles an, und der Kapellenverein sorgte als Holy Ghost Gang, ausstaffiert mit goldenen Strohhüten, Weihrauchfass und Ministrantenschellen, für Belustigung.

Schon seit Monaten hatten die Kothmaißlinger Feuerwehrler über dem Event gebrütet und sich vergnügliche bayerische Spiele überlegt. Nachdem Sepp Aschenbrenner alle Mannschaften und Gäste begrüßt hatte, erklärte er die vier Wettkämpfe und die Wettkampfmodalitäten.

Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit seien gar nicht so wichtig, sondern Teamfähigkeit, Koordination und Geschicklichkeit, stellte er heraus. Auch eine gehörige Portion „Spaß an der Freud“ war bei diesem Turnier nötig. Und auch die Zuschauer sollten sich sportlich betätigen, denn die Lachmuskeln wurden trainiert.

Zur Eröffnung der „Olympischen Spiele“ zog die Holy Ghost Gang laut Halleluja rufend und Wasser spritzend in die Spielwiese ein. Das Turnier begann mit der Disziplin „Bierathlon“. Jeweils drei Athleten mussten auf zwei Holzbrettern einen Parcours mit Hindernissen durchlaufen, mit Spickern schießen und an der Dopingstation möglichst schnell einen Becher austrinken.

Bei der zweiten Disziplin, „Bring ma no a Maß“, wurden jeweils zwei Teilnehmer an den Füssen zusammengebunden und mit gefüllten Maßkrügen über diverse Hindernisse geschickt, wobei natürlich nicht nur die Zeit zählte, sondern auch wieviel Liter Wasser jede Mannschaft ins Ziel brachte.

„Broda fohrn“ macht „damisch“

Der dritte Wettkampf, „Broda fohrn“ forderte den Athleten einiges ab. Sie mussten eine Rauschbrille aufsetzen, sich dreimal um einen Holzstock drehen und dann einige Aufgaben wie Dosenwerfen, Torschießen oder Nageln bewältigen. Durch die Brille und das Drehen wurde man jedoch so „damisch“, dass viele Teilnehmer den Orientierungssinn verloren und schließlich wie betrunken über den Parcours taumelten.

Die Zuschauer feuerten die Athleten kräftig an und gaben auch Tipps, in welche Richtung sie sich bewegen sollten. Es wurden nicht nur Zeiten gemessen, sondern auch Strafminuten für jede nicht erfüllte Aufgabe vergeben.

Das vierte und letzte Spiel hieß „Hendlbraterei“. Dabei musste auf einen Strohballen liegend mit einem Gummiband zwischen den Füssen ein Gummihendl möglichst weit in die Wiese katapultiert werden.

Als Gesamtsieger der Bayerischen Olympiade ging schließlich die Mannschaft Bixnöffner hervor. Die Siegerehrung fand beim Oktoberfest statt, und die Erstplatzierten erhielten jeweils Pokale.

Abends hieß es dann „Ozapft is“. Ab 19 Uhr wurde im festlich geschmückten und voll besetzten Kelnhofer-Stadel das Kothmaißlinger Oktoberfest gefeiert. Bier vom Fass, frisch gegrillte Hendl, Haxn und Spanferkelbraten sorgten für das leibliche Wohl der gut gelaunten Gäste. Die Buchbergler Musikanten spielten zünftig auf und sorgten für die musikalische Oktoberfeststimmung.

Die Freiwillige Feuerwehr Kothmaißling hat den Bürgern der Altgemeinde Windischbergerdorf wieder einen spaßigen und unterhaltsamen Tag bereitet, und viele Gäste mutmaßten bereits, was den findigen Feuerwehrlern wohl nächstes Jahr alles einfallen wird.

Platzierungen

  • 2.

    Gummibierschissbande

  • 3.

    Holy Ghost Gang

  • 4.

    Oaneiderer

  • Weitere Plätze:

    5. Team Eberhoferjunkies, 6. Team OB in der Regel voll, 7. Elsinger Hüttn, 8. Wiesn Bixn, 9. Schiffschaukelbremser, 10. Grod no, 11. D'Jungfeiawehrler, 12. Biber-Street-Fighters, 13. Etzlweber, 14. Juhe Bixn

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