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Geldsegen für Bad Kötztings Kirchenburg

Mittel für die Sanierung des Baudenkmals: Mehr als 486.000 Euro aus dem Entschädigungsfonds fließen in die Badstadt.

Seit fünf Jahren wird für die Sanierung der Kirchenburg-Mauer gesammelt, nun kann das 2,5-Millionen-Euro-Projekt endlich starten.  Foto: S. Weber
Seit fünf Jahren wird für die Sanierung der Kirchenburg-Mauer gesammelt, nun kann das 2,5-Millionen-Euro-Projekt endlich starten. Foto: S. Weber

Bad Kötzting.Kunstminister Bernd Sibler hat Mittel für die Sanierung eines besonderen Baudenkmals freigegeben: für die Kirchenburg. – „Die Kirchenburg, so heißt es in der Beschreibung, prägt mit ihrem Sitz auf einer felsigen Kuppe über dem Weißen Regen die einzigartige Landschaft des Bayerischen Waldes.“

Die Sanierung der ehemaligen Kirchenburg in Bad Kötzting wird mit 486.585 Euro aus dem Entschädigungsfonds unterstützt. Das gab Kunstminister Bernd Sibler nun bekannt. In der Begründung heißt es außerdem: Die Kirchenburg ist beispielhaft für Grenzbefestigungen in diesem Raum. Deshalb freue ich mich sehr, dass wir die Kirchenburg mit Mitteln aus dem Entschädigungsfonds unterstützen können.“

Die Kirchenburg

  • Der Geldgeber:

    Der Entschädigungsfonds wird vom Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst verwaltet und gemeinsam vom Freistaat und den Kommunen getragen.

  • Die Durchführung:

    Die Maßnahme ist mit dem Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege abgestimmt und wird von diesem fachlich begleitet.

Die Kirchenburg setzt sich zusammen aus dem befestigten Friedhof, dem Schloss und der zentral gelegenen Kirche. Das Schloss war von etwa 1200 an der Sitz der Herren von Chostingen. Seit 1316 diente es als herzogliches Pflegamt. Nach mehreren Zerstörungen ist das heute existierende Bauwerk im Wesentlichen ein Neubau des 18. Jahrhunderts.

Sanierung

Kötztings Kirchenburg-Sanierung beginnt

Seit Ende vergangener Woche ist die Nordostseite eingerüstet. Dienstag könnte die 2,5-Millionen-Euro teure Maßnahme starten.

Die Wehranlagen der Kirchenburg entstanden im 15. Jahrhundert. Der Zugang erfolgte von Norden über eine heute in Bruchstein erneuerte Zugbrücke. Mehrere Wachtürme besetzten strategisch wichtige Stellen. Da sich die spätmittelalterliche Wehrmauer in weiten Teilen in einem insgesamt schlechten baulichen Zustand befindet, werden unter anderem das Mauerwerk und die Steinbrücke instandgesetzt, eine Drainage eingebracht und eine Ableitung des Oberflächenwassers installiert.

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