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Gesundheit

Geldspritze für Sana-Kliniken

Roding wie Cham erhalten 2020 je 400000 Euro zusätzlicher Mittel. Das stößt auf ein unterschiedliches Echo.
Von Christoph Klöckner

Das Rodinger Krankenhaus bekommt eine Geldspritze. Foto: Schreiner
Das Rodinger Krankenhaus bekommt eine Geldspritze. Foto: Schreiner

Cham.Krankenhäuser in dünn besiedelten Regionen werden ab nächstem Jahr mit zusätzlich 400000 Euro pro Klinik gefördert, ist jetzt beschlossen worden. Damit soll eine bessere Versorgung in ländlichen Regionen unterstützt werden. Zu den 120 bundesweit geförderten Krankenhäusern zählen auch die Sana Kliniken des Landkreis Cham, sowohl das Krankenhaus Roding wie auch das Krankenhaus Cham und in der Region auch die Asklepios Klinik Oberviechtach.

Während Chams CSU-Bundestagsabgeordneter Karl Holmeier die Förderung begrüßte, äußerte sich die bedachte Sana Klinikleitung eher kritisch zu dem Geldfluss. Zu viel Geld für die Kliniken sei an anderen Stellen gestrichen worden, um diese Lücken durch die 400000 Euro zu schließen.

Unbürokratische Hilfe

„Ich begrüße die unbürokratische und konkrete Hilfe für unsere Krankenhäuser“, so Holmeier. Eine gute medizinische Versorgung bedeute Sicherheit und Lebensqualität für die Bürger. Besonders in gesundheitlichen Notfällen sei die schnelle Erreichbarkeit von Krankenhäusern entscheidend. Mit der Unterstützung werde der hohe medizinische Standard auch im ländlichen Raum gehalten, meint Karl Holmeier.

„Es bleibt abzuwarten, wie sich die Kriterien zur Vergabe in der Zukunft entwickeln.“

Stellungnahme der Sana-Kliniken

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft, der GKV-Spitzenverband und der Verband der Privaten Krankenversicherung hatten sich auf eine Liste der Krankenhäuser verständigt, die die Förderung erstmals ab kommendem Jahr erhalten können. Die Liste der betreffenden Krankenhäuser wird jährlich aktualisiert. Insgesamt stellen die Krankenkassen 50 Millionen Euro im Jahr zusätzlich zur Verfügung. Mit dem am 1. Januar 2019 in Kraft getretenen Pflegepersonalstärkungsgesetz wurde die Finanzierung von Krankenhäusern neu aufgestellt. Damit soll eine bessere Versorgung im ländlichen Raum ermöglicht werden.

Keine Jubelstimmung bei Sana

Die Sana Kliniken sehen dagegen kein Grund zum Jubeln. „Es bleibt abzuwarten, wie sich die Kriterien zur Vergabe in der Zukunft entwickeln und ob neben dem derzeitigen Fokus auf Vorhaltungen und Fahrtzeitberechnungen beispielsweise auch die tatsächlichen Patientenströme oder die jeweilige Auslastung der Häuser eine Rolle spielen werden“, so Sana in einer Stellungnahme.

Die jeweils 400000 Euro pro Jahr für die Kliniken in Cham und Roding seien zwar zu begrüßen, „stellen aber keine vollwertige Kompensation für die an anderer Stelle gestrichenen Mittel dar, etwa durch die Streichung des Pflegezuschlags, der 2013 als Versorgungszuschlag und als finanzielle Nothilfe für die Krankenhäuser in Deutschland eingeführt wurde. Sie sind daher eher ein Tropfen auf dem heißen Stein.“

Geldspritze für Krankenhäuser

  • Hilfe:

    Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG), der GKV-Spitzenverband und der Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV) haben sich auf Krankenhäuser verständigt, die 2020 je 400 000 Euro pro Jahr erhalten.

  • Ausgewählte:

    Unter den 120 aufgeführten Krankenhäusern deutschlandweit finden sich auch die Sana Kliniken in Cham und Roding.

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