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Gemeinderäte in Schorndorf treten ab

Vier Mitglieder wurden von Bürgermeister Max Schmaderer verabschiedet. Walter Reiser erhielt eine besondere Ehrung.

Die beiden Bürgermeister mit den verabschiedeten Gemeinderäten Walter Reiser, Matthias Winterl und Martin Winterl. Wolfgang Zajac konnte an der letzten Sitzung nicht teilnehmen.  Foto: csa
Die beiden Bürgermeister mit den verabschiedeten Gemeinderäten Walter Reiser, Matthias Winterl und Martin Winterl. Wolfgang Zajac konnte an der letzten Sitzung nicht teilnehmen. Foto: csa

Schorndorf.Erst am vorletzten Tag der vergangenen Amtsperiode endete für vier Gemeinderäte ihre Mitgliedschaft. Besonders gewürdigt wurde Walter Reiser: Nach 30- jähriger Gemeinderatstätigkeit bedachte ihn das Ratsgremium mit der „Bürgermedaille Nummer Vier“. Es ist, nach der Ehrenbürgerwürde, die zweithöchste Auszeichnung der Kommune.

„Wir haben die Gemeinde in den letzten sechs Jahren wieder ein gewichtiges Stück nach vorne gebracht“, sagte Bürgermeister Max Schmaderer zu Beginn seines Fazits zur Wahlperiode. Neben vielen anderen erfolgreichen Maßnahmen, legte Schmaderer den Fokus auf die Sanierungen und Nachverdichtungen im Ortskern. Mit dem Bau der Wohnresidenz „Sankt Raphael“, der barrierefreien Wohnanlage mit 15 Eigentumswohnungen und dem barrierefreien Ausbau der Ortsdurchfahrt Schorndorf, sprach der Rathauschef zahlreiche weitere umgesetzte Bauprojekte an.

Würdigung der Gemeinderäte

Dann wandte sich Schmaderer den scheidenden Gemeinderäten zu: Walter Reiser, Wolfgang Zajac, Matthias Winterl und Martin Winterl. „Ehre wem Ehre gebührt“ – diese Wendung gelte es in ihrer ganzen Bedeutungsfülle zu erfassen. Wer ein Ehrenamt ausübe, seine persönlichen Interessen zurückstelle, um Kraft und Ideen in den Dienst der Gemeinde zu stellen, dem gebühre diese Ehre. Zum Amt eines Ratsmitgliedes gehörten nicht nur Erfolge: „Dazu gehören auch Meinungsaustausch, Niederlagen und vor allem Überzeugungsarbeit“.

Es gelte dabei, in vielen unterschiedlichen Bereichen sachlich korrekt zu entscheiden. Ob im Baurecht, Finanzen, Schulwesen: „Überall soll man sich auskennen, zumindest aber die Zusammenhänge erfassen, man muss einstecken können, Rückgrat haben und Kritik vertragen können“, lobte Schmaderer. Dafür brauche es Verstand, Sinn für Gerechtigkeit und Blick für die Zukunft. „Ein politisches Mandat ist ein Amt auf Zeit. Die Kollegen haben sich dazu entschieden, freiwillig aufzuhören.“

Medaillen-Träger

  • 1. Medaille

    2010 er hielt sie Xaver Pommer aus Schwaighof.

  • 2. Medaille:

    Edie Kleinert aus Schorndorf bekam sie 2014.

  • 3. Medaille:

    Diese Auszeichnung ging 2015 an den Bürgermeister Max Schmaderer selbst.

  • 4. Medaille:

    Dieses Jahr wurde Walter Reiser aus Schorndorf nach 30 Jahren Gemeinderat geehrt.

Martin Winterl sei für eine Amtsperiode, also sechs Jahre lang, im Gemeinderat tätig gewesen. Schmader betonte, er habe sich mit Fleiß und Sorgfalt in kürzester Zeit in die vielfältige Aufgabenstellung eingearbeitet. Außerdem sei er immer bereit gewesen, zum Wohle der Allgemeinheit private Zugeständnisse für gemeindliche Baumaßnahmen zu machen. Als Beispiel nannte der Rathauschef das Baugebiet Kramerfeld, den Ausbau und die Gewerbeansiedlung am Seignweg oder den Bypass-Kanal zur Kläranlage. Schmadtke überreichte ihm eine Urkunde, ein Luftbildband des Landkreis Cham und die Lithographie des Gemeindezentrums.

Matthias Winterl habe den Ausschuss gleich zwei Amtsperioden, also zwölf Jahre lang, unterstützt. Er sei Mitglied im Rechnungsprüfungsausschuss und Jugendbeauftragter der Gemeinde gewesen. „Ein Jugendbeauftragter mit Leib und Seele“, würdigte ihn Schmaderer. Matthias Winterl habe sich immer besonders für die Jugendarbeit eingesetzt: „Es wird kaum eine Gemeinde geben, deren Jugendbeauftragte so gut recherchierte Jahresberichte zur gemeindlichen Jugendarbeit vorlegen können“. Auch aktiv habe er in die Jugendarbeit Schorndorf unterstützt. Für seine Verdienste erhielt Mattias Winterl zusätzlich den bayerischen Löwen in Porzellan mit Wappenschild und Logo der Gemeinde.

Grüße in Abwesenheit

Auch Wolfgang Zajac habe der Gemeinde zwölf Jahre lang gedient. Er sei außerdem Fraktionsführer der „CSU-Freie Wählerschaft“, Vorsitzender des Rechnungsprüfungsausschusses und Familienbeauftragter der Gemeinde gewesen.„Sein Fach- und Sachverstand, aber auch sein klares Urteilsvermögen ohne Rücksicht auf die Partei und seine Persönlichkeit, haben ihn besonders ausgezeichnet“, sagte Schmaderer. Wolfgang Zajac konnte aus gesundheitlichen Gründen an der letzten Sitzung nicht persönlich teilnehmen, ließ aber Grüße aus dem Krankenstand überbringen: Dem neuen Gemeinderat wünsche er ein erfolgreiches und harmonisches Miteinander. In Abwesenheit wurde er mit den gleichen Auszeichnungen, wie der vorangegangene Matthias Winterl bedacht.

Mit Walter Reiser verabschiede sich laut Schmaderer nach 30 Jahren „eine Legende, eine Institution im Gemeinderat“. Er sei zudem stellvertretender Vorsitzender im Rechnungsprüfungsausschuss und als Seniorenbeauftragter gewesen. Reiser habe das Motto und Logo der Gemeinde „Schorndorf – Immer in Bewegung“ im wahrsten Sinne des Wortes vorgelebt. Die vielen Ämter und sein ehrenamtliches Engagement seien der Beweis dafür.“ Der Bürgermeister verwies auf Reisers langjährige Mitgliedschaft im CSU-Ortsverband, sein Mitwirken bei der Laienbühne Schorndorf und sein Engagement für die Pfarrgemeinde und bei verschiedenen Dorfvereinen.

Bürgermedaille für Walter Reiser

„Walter Reiser verkörpert damit in all seiner Eigenart und in seinem Handeln die wichtigsten Grundideale eines Neubürgers“, stellte Schmaderer heraus: „In dem man sich einbringt in die Gemeinschaft, wird man aufgenommen, fühlt sich daheim und bleibt immer in Bewegung“. Walter Reiser habe diese Werte stets vorgelebt.

„Du hast mich vom ersten Tag ab Mai 1990 als Bürgermeister im Gemeinderat begleitet“, sagte Schmaderer. So sei Walter Reiser 2008 bereits die Ehrung des Bayerischen Innenministeriums für besondere Verdienste um die kommunale Selbstverwaltung zu Teil geworden. Für seine Dienste im Gemeinderat erhielt er nun die zweithöchste Ehrung der Gemeinde: die vierte Bürgermedaille in der Geschichte des Kreises Schorndorf. Die Medaille werde an Bürger verliehen, die sich, in besonderer Weise, um die Entwicklung der Gemeinde herausragende Verdienste erworben hätten. Den Beschluss hatte der Rat einstimmig bei der letzten Sitzung getroffen. (csa)

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