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Samstag, 24. Februar 2018 3

Schützen

„Gemütlichkeit“ ehrt dieVereinsmeister

Tiefenbacher Schützen trafen sich nach dem Gottesdienst, für den sie wieder Holzkreuze gefertigt hatten, zur Sebastianfeier.

Die Sieger der Vereinsmeisterschaften 2018 mit Pfarrer Albert Hölzl, dem Sieger der Sebastiansscheibe Bonifatius Vogl und Franz Servi, der diese Scheibe geschnitzt hat Foto: wlh

Tiefenbach.Am Namenstag des Schutzpatrons der Schützen, des heiligen Sebastian, hielt der Schützenverein Gemütlichkeit Tiefenbach seine traditionelle Sebastianfeier mit Ehrung der Vereinsmeister 2018 und Jahresmeister 2017.

Im Vorabendgottesdienst gedachte man der verstorbenen Vereinsmitglieder, die aktiven Vereinsmitglieder des Schützenvereins nahmen hierzu in Uniform teil. Im Gottesdienst erinnerte Pfarrer Albert Hölzl an die Verwundbarkeit des Menschen durch Pfeile der Intrige, des Neids oder der Missgunst und nannte den hl. Sebastian als Vorbild, trotzdem für ein mutiges und überzeugendes Glaubensbekenntnis einzutreten. Dies sei hochaktuell, und es gäbe dutzende Möglichkeiten dies täglich zu tun. Sebastian habe all den verfolgten Christen Mut zugesprochen und ist selbst für sein Glaubensbekenntnis hingerichtet worden. Sebastian war Hauptmann der Prätorianergarde am kaiserlichen Hof Diokletians. Er verheimlichte am Hof seinen christlichen Glauben, aber seine Stellung erlaubte ihm, seinen christlichen Glaubensgenossen in den Gefängnissen Roms beizustehen, ihnen Mut zuzusprechen und immer weitere Römer zu bekehren.

Hinrichtung durch Diokletian

Der Legende nach ließ Kaiser Diokletian, als er von Sebastians Glauben erfuhr, ihn an einen Baum binden und von numidischen Bogenschützen erschießen. Sebastian wurde für tot gehalten und am Hinrichtungsort liegengelassen, aber er war von den Pfeilen nicht getötet worden. Eine Witwe pflegte seine Wunden. Als er sich wieder erholt hatte, trat er dem Kaiser öffentlich entgegen, um ihm die grausame Sinnlosigkeit der Christenverfolgungen vorzuhalten. Diokletian ließ ihn zu Tode prügeln und die Leiche in den Abwasserkanal werfen. Sebastian erschien dann der Christin Lucina im Traum und wies ihr den Ort. Sie holte den Leichnam und bestattete ihn an der Via Appia. In dieser Legende, so Pfarrer Hölzl, werde auch deutlich, dass Menschen trotz schlimmster Verletzungen Menschen finden, die ihnen auch in den ärgsten Stunden beistehen. Die Legende sagt auch, Sebastian habe unter seiner Offiziersuniform ein kleines Holzkreuz als Zeichen der Glaubensgemeinschaft mit Christus getragen.

Vereinsmeister 2018

  • Jugend männlich:

    Tobias Ringelstetter 316 Ringe

  • Damenaltersklasse:

    Helga Liegl 354 Ringe, Irma Zilk 344 Ringe

  • Seniorenklasse aufgelegt:

    Manfred Scheid 289, Albert Huber 283, Josef Seebauer 280 und Bonifatius Vogl 270 Ringe
    Barbara Seebauer 279, Hermine Gruber 237, Maria Huber 222 Ringe

  • Luftpistole:

    Hans Dietl 336 Ringe, Peter Hammerl 332 Ringe , Hans Liegl 323 Ringe, Josef Seebauer 310, Xaver Dietl 298 Ringe

Der Schützenverein Gemütlichkeit nahm dies wiederholt zum Anlass, ebenfalls kleine Holzkreuz zu gestalten und zum Gottesdienst mitzubringen. Zum Schluss des Gottesdienstes segnete Pfarrer Albert Hölzl diese kleinen Holzkreuze und jeder, der so ein Kreuz mit sich trage, sei nicht nur unter den besonderen Schutz des „Gekreuzigten“ und des hl. Sebastian gestellt, sondern solle wie dieser mutig für den Glauben eintreten. Die Ministranten verteilten an die Gottesdienstbesucher die gesegneten Holzkreuze.

Nach der Messe wurde gefeiert

Zusammen mit Pfarrer Hölzl stärkten sich die Schützen bei einer kleinen Brotzeit im Schützenheim, bevor die Vereinsmeister 2018 und die Jahresmeister 2017 geehrt wurden. Bei der Jahresmeisterschaft werden acht Wettkämpfe zu je 40 Schuss ausgetragen, wobei das schlechteste Ergebnis als Streichergebnis aus der Wertung fällt. Es siegten bei den Freihändig-Schützen: Helga Liegl mit 2525, Hans Dietl mit 2445, Hans Liegl 2415, Peter Hammerl mit 2366, und Xaver Dietl mit 2262 Ringen. Die Platzierungen bei den Auflage-Schützen: Josef Seebauer 2707, Manfred Scheid 2659, Barbara Seebauer 2601, Albert Huber 2598 und Hermine Gruber 2290 (wlh)

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