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Neukirchen b hl Blut

Gershwin bei Kultur im Schloss

Einige der berühmtesten George Gershwin-Songs in Kurzform – ohne „störendes Beiwerk“ - je eine

PianistinLyubov Yasinyavskaya
PianistinLyubov Yasinyavskaya

Neukirchen b hl Blut.Strophe, ein Refrain, das wars. Keine groovigen, freien Improvisationen, die sonst eine Jazzkomposition so unabdingbar farbig kennzeichnet. Also eine Legende der US-amerikanischen Komponistenszene in Kurzform. Ein Gigant, der die Unterhaltungsmusik der 20er und 30er mit den Strukturen des Blues zu vermischen wusste und sie zudem noch genial orchestrierte Ein Magier der Bühnenmusik, der erstmals Musicals erfand und zusammen mit seinem Bruder Ira zu ungeahnten Erfolgen führte und so historisch bedeutsam wurde. Wie gesagt – ein Schnelldurchlauf in dieser KiS-Vorstellung. Kräftig, mit einem Klavieranschlag mit vehementem Irxenschmalz, der stets versöhnlich in wunderschönen Akkorden auslief. Songs wie Lady be good liefen am Broadway in umjubelten Vorstellungen monatelang jeden Abend – ein Fest des unterhaltsamen Swing als Stilmittel. Es ließe sich noch viel über dieses Konzert des modernen Jazz und Swing bemerken, wie es das Motto des Abends eigentlich versprach – richtig authentisch wurde es aber erst bei den letzten beiden Stücken: An American in Paris - und dann die unvergleichliche Rhapsody in Blue – endlich einmal in Langversion. Bis dahin erinnerte das Pianospiel Lyubov Yasinyavskayas an Bar-Jazz. Und so blieb die Reaktion des Publikums zwischen recht höflich. Sicherlich hätte ein wenig Moderation oder wenigstens die Ansage der Titel mit kleiner Beschreibung den Abend stimmungsvoller gehalten. Die augenzwinkernde Bitte eines Herrn, zur Zugabe doch Beethoven’s „Wut über den verlor’nen Groschen“ mit gewohnt mächtigem Anschlag zu kredenzen, fiel dann doch dem Thema Gershwin zum Opfer. Stattdessen gab’s nochmals die Rhapsody in Blue. (cjr)

Kultur

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