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Gesucht: Bad Kötztings neue Innenstadt

Bad Kötzting erweitert den Architekten-Wettbewerb für das neue Parkhaus und die Gehringstraße auf das gesamte Stadt-Zentrum.
Von Roman Hiendlmaier

  • Einen ersten Blick auf die mögliche Gestaltung der neuen Gehringstraße gibt die Broschüre über den Abbau der Barrieren. Foto: Roman Hiendlmaier

Bad Kötzting.Neben dem Entwurf zur Neugestaltung des Alten Friedhofs wurde von der Stadt auch das Ergebnis der im Sommer 2019 erhobenen Verkehrszählung sehnlichst erwartet. Nun ist das Verkehrsgutachten, dass der Stadtrat 2018 in Auftrag gegeben hatte, fertig. Anlass war der Neubau des Innenstadtbereichs Parkhaus/Gehringstraße, der bekanntlich den Auftakt des barrierefreien Ausbaus des gesamten Stadtzentrums machen soll.

Das Gutachten hatte nun im vergangenen Jahr Lage, Größe, Zufahrten, Verkehrsflüsse, künftige Nutzer, etc. des alten Parkhauses eruiert. Anhand dieser Daten sollen die Planer Gestaltungsvorwürfe machen, die in einem Wettbewerb prämiert und schließlich umgesetzt werden.

„Damit könnte dieser Wettbewerb für die Planer grundsätzlich starten,“ teilte Bürgermeister Markus Hofmann am Mittwoch mit. Allerdings sei bei der Absprache mit der Regierung der Oberpfalz für sinnvoll angesehen worden, den Wettbewerb nicht „nur“ für den Bereich Parkhaus/Gehringstraße gelten zu lassen, sondern für den gesamten Innenstadt auszuschreiben.

„Mit dem Verkehrsgutachten und der Broschüre „Barrieren abbauen“ der Projektgruppe als Basis, können die Gestalter damit ihre Ideen und Pläne auf den gesamten Innenstadtbereich ausdehnen – sie uns also mitteilen, wie sie sich Bad Kötzting mittelfristig vorstellen würden.“

Die Vorgeschichte

  • Anlass:

    Die Schließung der Hohenbogen-Kaserne 2004 war Anlass für die Stadt Bad Kötzting, sich um die Aufnahme in das Förderprogramm „Stadtumbau West“ zu bewerben.

  • Experten:

    Das Münchner Büro D I S Dürsch Institut für Stadtentwicklung wurde damals von der Stadt beauftragt, ein Städtebauliches Entwicklungskonzept zu erstellen. Dazu gehörten auch Maßnahmen im Stadtzentrum. (rh)

Nach dieser Info an den Stadtrat am Dienstagabend, liefen aktuell hinter den Kulissen die Vorbereitungen für die Ausschreibung des Architekten-Wettbewerbs noch in diesem Jahr.

Markus Hofmann betont, dass der Wettbewerb und die Resultate daraus keinen Zwang bedeuten würden, die Ergebnisse der Gewinner auch eins zu eins umzusetzen. „Das Ziel der Ausweiterung ist, mehr Ideen und Anregungen zu erhalten, die wir umsetzen können, wenn wir wollen.“

Es gehe darum, die Basis für die Neugestaltung der Innenstadt durch den Blick der Fachleute weiter zu verbreitern, nachdem der Prozess bereits durch viele lokale Interessensgruppen vorangebracht wurde. Vom Stadtrat bis zum Seniorenbeauftragten, vom Sozialverband bis zum Einzelhandelsverband sandten die Interessensgruppen Vertreter in die Projektgruppe, die sich an die Lösung der Probleme der Innenstadt machten. Am Ende von zwei Jahren Denk- und Diskussionsprozess stand die im November herausgegebene Broschüre.

„Hin zu einer Innenstadt, die stärker auf Aufenthaltsqualität, auf Fußgänger und Radfahrer ausgerichtet ist, und in der Durchgangs- und Parkplatz-Suchverkehr möglichst zurückgedrängt werden,“ drückte Bürgermeister Markus Hofmann bei der Vorstellung der Broschüre das Ziel aus. Über besagte Aufenthaltsqualität solle dann auch die Belebung des Stadtzentrums über neue Wohnungen, Handel und Gewerbe erfolgen.

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