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Region Cham
Donnerstag, 20. September 2018 25° 1

Kirche

Glauben heißt Vertrauen auf Gott

Turnusgemäß fand in Waldmünchen nach einem Jahr ein Pfarrkonvent der Marianischen Männer Kongregationen statt.

Die geehrten Waldmünchner Sodalen mit Obmann Thomas Wabrowetz, Stadtpfarrer Wolfgang Häupl und Zentralpräses Josef Schwemmer Foto: wfl
Die geehrten Waldmünchner Sodalen mit Obmann Thomas Wabrowetz, Stadtpfarrer Wolfgang Häupl und Zentralpräses Josef Schwemmer Foto: wfl

Waldmünchen. Die Marianische Männer-Kongregation (MMC) fühlt sich der Muttergottes verbunden. Aus diesem Grund wählte sie das Fest Mariä Verkündigung (25. März) zu ihrem Ehrentag. In ihren Kongregationen verstehen sich die Mitglieder als Sodalen, das bedeutet, dass sie als Gemeinschaft zusammenstehen und sich für ein Allgemeinwohl einsetzen wollen.

Mit der Aufnahme weiht sich jeder Sodale der Gottesmutter. Seit der Gründung der MMC-Zentrale Cham im Jahr 1903 haben die Redemptoristen mit großem Eifer in den Pfarreien im Landkreis Cham und darüber hinaus Gruppen aufgebaut. So ist Cham zur zweitgrößten Zentrale in Deutschland geworden mit über 7000 Mitgliedern (Sodalen). Turnusgemäß fand in der Pfarrei Waldmünchen (80 Sodalen) nach einem Jahr wieder ein Pfarrkonvent der Marianischen Männer Kongregationen statt. Nach einem gemeinsamen Gottesdienst der Sodalen mit der Pfarrgemeinde und der Begrüßung durch Obmann Thomas Wabrowetz, eröffnete Zentralpräses Josef Schwemmer aus Cham nach einem „Vater unser“ für die verstorbenen Mitglieder den Konvent, der unter der Thematik „Glaube: Tradition – Vertrauen – Hingabe“ stand.

Geehrt

  • Ehrung:

    Mit einer Anstecknadel und einer Kerze geehrt wurden für 25 Jahre Treue Johann Haßfurter und Dr. Alois Eiber (beide Waldmünchen).

  • Treue:

    Johann Stautner (Hocha) und Thomas Wabrowetz (Perlhütte) sind 40 Jahren treue Mitglieder, für 70 Jahre wurde Max Wagner (Grub) geehrt.

Wie Pater Schwemmer den Sodalen illustrativ darlegte, sind die Alten unter den Sodalen groß geworden in der Tradition, in der vieles selbstverständlich, fast automatisch, ging. Heute sei das ganz anders. Die Tradition falle aus, es gebe keine selbstverständliche Weitergabe von Glauben und Werten mehr. Weil alles so automatisch ging, ging es oft nicht in die Tiefe und wurde nicht gefestigt. „Glaube“ so Schwemmer, „ist Vertrauen auf Gott“. Dieses Vertrauen müsse gepflegt werden, sonst trockne es ein und verdorrt. Vertrauen auf Gott und die Gottesmutter seien etwas Besonderes. Glaube müsse auch mit Hingabe gelebt werden. Jesus sagt: „Wer an seinem Leben in dieser Welt hängt, der verliert es. Wer aber sein Leben drangibt, der gewinnt es. „Wir sind gefordert“, so der Präses weiter, „Vertrauen zu üben. Das bringt uns und die ganze Welt weiter, es braucht nur den Mut zum Vertrauen und zur Hingabe.“ Natürlich gehe das nicht von heute auf morgen. Gott lässt uns Zeit. Auf die Hingabe eingehend betonte er, dass es damit noch schwieriger sei.

Dabei zitierte er den russischen Dichter Leo Tolstoi der sagte: „Der Sinn des Lebens ist die Hingabe des Lebens“, um zugleich noch auf das Evangelium hinzuweisen in dem Jesus sprach: „Wer an seinem Leben in dieser Welt hängt, der verliert es. Wer aber sein Leben dran gibt, der gewinnt es.“ Gemeint sei damit, so der Präses, dass der Mensch nicht glücklich und zufrieden werde, wenn er auf halbem Weg stehenbleibe. Dieses gelte auch für den MMC mit seinem Weihegebet der Hingabe. (wfl)

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