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Kommune

Gleißenberg: Naturpool statt Freibad?

Bei der Bürgerversammlung wurde die Planung des Naturpools präsentiert. Dafür könnte das bestehende Becken genutzt werden.

  • Ein zentrales Thema war das Gleißenberger Freibad. Fotos: fmi
  • Bürgermeister Josef Christl bei seinen Ausführungen. Fotos: fmi

Gleißenberg.Viele Gleißenberger waren der Einladung zur Bürgerversammlung ins Gasthaus „Zum Italiener“ gefolgt. Bürgermeister Josef Christl informierte zu Beginn über die vergangenen und künftigen Projekte der Gemeinde Gleißenberg. Anschließend folgte der Sprecher des Arbeitskreises Freibad, Wolfgang Daschner, der ein Konzept vorstellte.

In seinem Rückblick ging der Rathauschef auf die Schwerpunkte der Gemeinde in der jüngsten Vergangenheit detailliert ein. Dabei erwähnte er auch, dass bereits mit der Sanierung des Rathausvorplatzes begonnen wurde. Insgesamt investiert die Gemeinde in diese Maßnahme 100 000 Euro.

Hauptstraße wird gesperrt

Auch in diesem Jahr sind bereits zahlreiche Projekte geplant, so das Gemeindeoberhaupt in seinem Ausblick. So wird der Einödweg in Ried für 440 000 Euro saniert. 250 000€ Euro staatliche Förderung erhält die Gemeinde hierfür. Die Umsetzung und Fertigstellung dieser Maßnahme soll noch dieses Jahr stattfinden. Auch soll die Brücke an der Kreuzung Hauptstraße-Am Sportplatz neu errichtet werden. Diese Maßnahme werde vom Straßenbauamt Regensburg übernommen, da gleichzeitig die Brücke der Hauptstraße erneuert wird. Die Kosten für die Gemeinde werden sich ohne Fördermittel auf 200 000 Euro belaufen. Baubeginn hierfür ist der 13. August. Von da an wird die Hauptstraße für mindestens drei Monate voll gesperrt. Auch der Hofmühlweg soll noch dieses Jahr saniert werden. Über das Kernwegenetz gibt es hierfür eine 85 Prozentige Förderung. Demnächst wird auch der Gehweg nach Ried für 88 000 Euro beidseitig erweitert. Die Bauarbeiten sollen nächste Woche beginnen.

Hierfür wird die Straße voraussichtlich halbseitig gesperrt. Auch muss in diesem Jahr der Neubau einer Druckerhöhungsanlage in Ried für das Schullandheim für 150 000 Euro durchgeführt werden.

Ferner steht die Sanierung des Kinderhauses bzw. die Erweiterung zur Kinderkrippe auf der Liste. Die Kosten hierfür belaufen sich auf rund eine Millionen Euro. Auch für den Bauhof soll neue Ausstattung angeschafft werden. Anschließend legte das Gemeindeoberhaupt die finanzielle Lage der Gemeinde dar.

Aktuell beläuft sich die pro Kopf-Verschuldung auf 231,97 Euro. Auch zum Thema Freibad äußerte sich der Bürgermeister. Die Förderungen für die erste Planung eines Naturpools mit Mehrgenerationenhaus wurden nur mündlich mitgeteilt. Eine schriftliche Zusage wollten die zuständigen Stellen nicht geben. Für einen Naturpool würde man rund 48 Prozent Förderung erhalten. Darum entschied man sich, den Plan vom Mehrgenerationenhaus vorerst auf Eis zu legen, bevor man eine halbe Millionen Euro in den Sand setzt so der Bürgermeister.

200 000 Euro Eigenanteil

Nach den Ausführungen des Bürgermeisters folgte Arbeitskreissprecher Wolfgang Daschner, der das Konzept für das Gleißenberger Freibad vorstellte. Zu beginn präsentierte er Zahlen und den aktuellen Stand. Nach umfassender Recherche habe man sich für die Planung eines Naturpools entschieden. Damit ist man dem Ziel eines Null-Kosten Bades schon sehr nahe. Für den Naturpool würde man das bestehende Becken verwenden. Lediglich neben der Rutsche würde man den Schwimmbereich verkleinern, um dort die Filteranlage zu positionieren.

Die Kosten für dieses Konzept würden sich auf etwa 433 000 belaufen. Da dieses Projekt bis jetzt einzigartig im Landkreis Cham ist, stehen die Chancen auf eine Förderung von rund 48 Prozent sehr gut. Durch Eigenleistung würde dann für die Gemeinde noch ein Eigenanteil von rund 200 000 Euro übrigbleiben (fmi)

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