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Region Cham
Dienstag, 17. Juli 2018 27° 3

Soziales

Glücksmomente für Karpaten-Kinder

Von der Winterkleidung bis zum Krankenhausbett: Pemflinger Rumänienhilfe half erneut den Ärmsten Europas.

Die Helfer verteilten an Kinder in den Südkarpaten die Weihnachtspäckchen der Schüler aus dem Landkreis Cham.
Die Helfer verteilten an Kinder in den Südkarpaten die Weihnachtspäckchen der Schüler aus dem Landkreis Cham.

Pemfling.Die Pemfliner Rumänienhilfe hat eine Fahrt mit Hilfsgütern ins Gebiet rund um Lupeni in den Südkarpaten unternommen. Ein großer LKW sowie Sprinter als Begleitfahrzeuge waren vollgepackt mit Spendengütern für die bedürftigen Menschen dort.

Die Rumänienfahrer trafen sich wie immer auf dem Pemflinger Dorfplatz, wo ihnen Diakon Georg Reitinger unmittelbar vor der Abfahrt den Reisesegen erteilte. Die Fahrt verlief gut und ruhig. Bereits am frühen Morgen des nächsten Tages begannen sie in der Nähe von Caransebes mit dem Verteilen. Als erstes waren die Kinder an der Reihe. Unbeschreiblich jedes Mal, so die Helfer, der Glanz in den Kinderaugen, wenn die von Kindern verschiedener Schulen aus dem Landkreis Cham liebevoll gepackten Weihnachtspäckchen übergeben werden. Gibt’s dazu auch noch eine Tafel Schokolade extra, wird dieser Glanz in den Augen noch um einiges stärker.

Nächste Station war ein sich im Aufbau befindliches Altenheim in diesem Gebiet, das die Pemflinger nun schon länger unterstützen. Die Freude der Verantwortlichen wie auch der Heimbewohner über die gelieferten Krankenbetten, Rollstühle und Rollatoren sowie größeren Posten an Bettwäsche, Hygiene- und Pflegeartikel war riesig. Im Umkreis von Caransebes verteilte man sodann bei Stopps in kleineren Ortschaften Haushaltspakete.

Nachmittags bezog ein Teil der Rumänienfahrer dann in der Nähe von Uricani, der andere Teil bei Pfarrer Attila Marthy in Lupeni Quartier.

Tags darauf nach dem Frühstück statteten die Pemflinger dem Bürgermeister von Uricani zunächst einen Besuch ab, um von ihm die Erlaubnis einzuholen, bei den Ärmsten der Armen am Rande der Kleinstadt Spendengüter verteilen zu dürfen. Das Stadtoberhaupt zeigte sich sehr erfreut darüber, dass die Pemflinger zum wiederholten Male die dortigen Einwohner unterstützen möchten. Dankbar nahmen sie dann Bekleidung, Hygieneartikel, Haushaltswäsche, Spielsachen, Fahrräder und andere nützliche Dinge entgegen.

Nächste Station an diesem Tag war das Krankenhaus von Lupeni. Nachdem auch hier eine größere Anzahl von Krankenbetten, Rollatoren und Krankenstühlen abgeladen worden war, lud die neue Chefärztin die Helfer zum Kaffeetrinken ein.

Der Nachmittag gehörte schließlich den Fahrern. Sie spannten aus, besuchten den Markt in Lupeni, machten einen kleinen Stadtbummel oder einen Kurzbesuch bei Bekannten.

Am nächsten Tag waren die Helfer unterwegs zu den Menschen auf dem Land beziehungsweise in den Bergen. Bei der Fahrt hinein ins Schiltal stoppten sie immer wieder in Ortschaften oder einfach am Straßenrand. Es dauerte nicht lange und schon kamen die Menschen aus ihren kleinen Häusern und Hütten, die dort nicht selten gänzlich ohne Strom- und Wasserversorgung sind. Dass sie in der einen oder anderen kleinen Ortschaft schon einmal waren, konnte man der Kleidung vor allem auch der Kinder sehen: Sie waren eingepackt in warme Schneeanzüge, hatten warme Schuhe oder selbst gestrickte Mützen auf dem Kopf und dicke Schals um den Hals. (cpf)

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