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Gottesdienst statt Sakrament

Wann oder ob Kommunion und Firmungen heuer gefeiert werden dürfen, ist noch offen. Dafür wurde eine Familienmesse gehalten.
Von Crista Bucher

  • Die Kommunion- und Firmkinder trugen die Kyrie-Rufe vor.Foto: Christa Bucher Foto: Christa Bucher
  • Stadtpfarrer Alexander Dyadychenko hatte als Bild einen Spiegel mitgebracht. Foto: Christa Bucher

Rötz.Für die Kommunionkinder und Firmlinge ist dieses Jahr, geprägt von Corona, in ungeregelten Bahnen verlaufen. Die Erstkommunion wurde bereits dreimal verschoben und ob die Firmung in diesem Jahr noch stattfinden wird, ist ungewiss.

Aus diesem Grund lud Stadtpfarrer Alexander Dyadychenko die Kommunion- und Firmkinder zum Familiengottesdienst ein. Bei herrlichem Sommerwetter fanden sie sich, gemeinsam mit ihren Eltern, im Rötzer Pfarrgarten ein, um Gottesdienst zu feiern. Neben dem Altar war ein großes rotes Herz mit den Worten: In der Liebe Gottes..

Corona, so Dyadychenko, habe die Zeit grau gemacht, alles laufe anders. Doch heute habe man sich hier versammelt, als getaufte Christen, als angehende Kommunionkinder und als Firmlinge, um die Liebe Gottes zu spüren, in der man geborgen und aufgehoben sei.

In seiner Predigt lud der Geistliche die Gottesdienstbesucher ein, gedanklich nach Hause zu gehen und die Wohnung zu betrachten. An vielen Wänden hängen und auf vielen Tischen oder Kommoden stehen Bilder von lieben Menschen, von der Familie, von den Kindern oder Fotos von großen Festen. Auch Sterbebilder im Gotteslob erinnerten an Menschen, die man gekannt und geliebt habe.

Auch er habe heute ein Foto von einem ganz besonders lieben Menschen mitgebracht. Dabei holte der Geistliche einen großen Spiegel und hielt diesen vor die Menschen und fragte, was oder wen sie im Spiegel sähen. „Mich“ lautete die Antwort. Genauso, wie man die Menschen auf den Fotos liebe, liebt auch Gott die Menschen, meinte Dyadychenko. Für Gott seien die Menschen wichtig, er liebe sie mit all ihren Macken, Schwächen und Fehlern.

Doch oft zweifle man an der Liebe Gottes, vor allem, wenn es einem schlecht gehe. Man müsse sich aber vor Augen führen: „Wir existieren nur, weil „er“ uns erschaffen hat. Gottes Herz sei unendlich groß. Für Gott sei es nicht wichtig, wann die Kommunion oder die Firmung stattfänden. Er sorge sich immer um sie, sei immer für sie da und habe sie in sein Herz geschlossen. Bildlich stelle dies auch das große Herz dar. Auf der Rückseite des roten Herzens, waren lauter kleine, mit Namen versehene Herzen, die für die Kommunion- und Firmkinder stehen.

Die Kyrierufe und die Fürbitten trugen die Kommunion- und Firmkinder vor. Beim gemeinsamen Vaterunser durfte man sich nicht an den Händen fassen, deshalb lud der Geistliche ein, sich zu öffnen, die Arme und die Hände zu öffnen, um Gottes Liebe zu spüren. Nach dem Gottesdienst bat er die Gläubigen, für die Kommunionkinder zu beten, damit nicht nur Gott an sie denke.

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