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Gottesdienste finden mit Auflagen statt

Die Pfarrei Furth im Wald hat dafür nun einen umfassenden Regelkatalog vorgestellt.

Stadtpfarrer Seidl freut sich auf die Gläubigen. Foto: Johann Dendorfer
Stadtpfarrer Seidl freut sich auf die Gläubigen. Foto: Johann Dendorfer

Furth im Wald.Ab diesem Montag dürfen wieder Gottesdienste gefeiert werden. Darüber freut sich auch der Further Pfarrer Karl-Heinz Seidl sehr. So ermutigend diese Nachricht sei: Am Ende müsse jeder für sich abwägen, ob er die Andachten bereits jetzt wieder in der Kirche begleiten wolle. Schließlich sei eine hundertprozentige Sicherheit für den Einzelnen nicht zu gewährleisten. Einerseits müsse dabei auf die christliche Verantwortung für die Gesundheit und das Leben anderer Menschen Rücksicht genommen werden. Andererseits gebe es aber auch gerade in schwierigen Zeiten ein Bedürfnis der Gläubigen, Gottesdienste gemeinschaftlich zu feiern.

So würde die Pfarrei die Vorgaben zur Pandemie- Bekämpfung bei ihren Feiern streng umsetzen, um den Besuch der Kirche schrittweise wieder zu ermöglichen. Auf der Grundlage des bayerischen Infektionsschutzgesetzes wurden durch die Diözese Regensburg Regelungen erstellt, wie die Liturgie auch während der geltenden Einschränkungen vertretbar und zulässig gefeiert werden könne. So seien für die öffentliche Feier von Gottesdiensten für Furth im Wald und Ränkam strikte Vorgaben einzuhalten.

Regelkatalog für Gottesdienste

Am Gottesdienst dürfe nicht teilnehmen, wer unspezifische Allgemeinsymptome wie Fieber oder Atemwegsprobleme habe, mit dem Corona-Virus infiziert oder unter Quarantäne gestellt sei. Es könne auch niemand in die Kirche kommen, wer in den letzten vierzehn Tagen zuvor Kontakt mit einem an Covid- 19- Erkrankten gehabt habe.

Im Gotteshaus sei ein Mindestabstand von mindestens zwei Metern in alle Richtungen einzuhalten. Außerdem sei es Vorschrift, eine Mund-Nase-Bedeckung zu tragen, die jeder selber mitbringen müsse. In der Krypta werde Mundschutz ausgelegt, der gegen eine kleine Spende fürs Kirchendach mitgenommen werden könne. Eine Ausnahme gelte für Besucher nur dann, wenn Texte gelesen oder die Kommunion empfangen würden. Zur Desinfektion der Hände werde am Kircheneingang Desinfektionsmittel bereitgestellt.

Wichtigste Regeln

  • Erkrankte

    : Bei Symptomen, die auf eine Covid- 19- Erkrankung hindeuten, wenn man bereits infiziert sei oder unter Quarantäne stehe, dürfe man nicht in die Kirche kommen.

  • Hygienevorschriften

    : Bei Gottesdiensten sei der Abstand von zwei Metern einzuhalten. Außerdem müsse man einen Mundschutz tragen und ein eigenes Gotteslob mitbringen. Desinfektionsmittel am Eingang werde bereitgestellt. Weitere Maßnahmen würden während der Feier bekannt gegeben.

  • Zugangsbeschränkung

    : Man dürfe nur auf markierten Plätzen sitzen, da der Zugang zur Kirche insgesamt nur 60 Personen in Furth im Wald und 30 Personen in Ränkam gestattet sei. Besucher sollen sich vorher bei der Pfarrei telefonisch oder per E-Mail in eine Liste eintragen lassen.

  • Bestattungen

    : Nur der engste Familienkreis dürfe im Rahmen von 15 Personen an einer Bestattung teilnehmen. Ein spezielles Requiem gebe es nicht. Angehörige sind dazu angehalten, sich dafür bei einem regulären Gottesdienst anzumelden, wo den Verstorbenen in Fürbitten gedacht werden könne. Individuelle Zusatzoptionen müssten wegen der Vorgaben weiterhin entfallen.

Die Vorgehensweise zum Empfang der Kommunion werde während des Gottesdienstes erläutert. Mundkommunion sei nicht möglich. Kleine Kinder dürften bei Mutter oder Vater sitzen, ansonsten seien die Abstandsregeln einzuhalten. Auch das Gotteslob sei von jedem Gläubigen selbst mitzubringen. Es gebe zudem eine Zugangsbeschränkung für die Kirche. Um die Abstände einzuhalten, würden freie Plätze markiert. In Furth im Wald dürften pro Gottesdienst 60 Personen in die Stadtpfarrkirche kommen, in Ränkam seien es 30. Alle, die einen Gottesdienst besuchen möchten, seien dazu angehalten, sich zu den Geschäftszeiten telefonisch oder per E-Mail in eine Liste eintragen zu lassen, die im Pfarrbüro geführt werde.

Für Furth im Wald gelte: Von Montag bis Dienstag können man an den Vormittagen unter der Telefonnummer (0 99 73) 13 37 im Pfarrbüro anrufen. Es sei auch möglich sich per E-Mail unter furthiw@bistum-regensburg.de anzumelden. In Ränkam sei Frau Hochstrasser unter der Nummer (0 99 73) 80 15 30 erreichbar. Per E-Mail könne man sich unter raenkam@bistum-regensburg.de melden. Bei der Registrierung sollten Tag und Uhrzeit des betreffenden Gottesdienstes angegeben werden. Folgende Gottesdiensttermine sind bereits festgelegt: In Furth im Wald finden die werktäglichen Andachten um 19 Uhr statt, am Samstag gibt es um 17 Uhr (Vorabendmesse) und sonntags wie gewohnt um 8 Uhr, 11.30 Uhr und 19 Uhr eine Feier. In Ränkam seien die Gottesdienstzeiten wie sonst auch für Samstag um 18.30 Uhr und sonntags um 9.15 Uhr festgelegt.

Jeweils eine halbe Stunde vor Gottesdienstbeginn beginne der Einlass in die Kirche. In Furth im Wald werde dafür der Haupteingang „Männerseite“ geöffnet und der Seiteneingang „Frauenseite“. In Ränkam betreffe dies den großen Seiteneingang. Gottesdienste im Freien, wie Maiandachten, seien auf 50 Personen begrenzt. Auch hier wären die Einhaltung des Mindestabstands und das Tragen von Mundschutz verpflichtend.

Taufen und Trauungen seien wieder in der Kirche möglich. Dazu würden die nun bekannten Platz-, Abstands-, und Hygieneregeln gelten. Auch dafür sollte bei Terminvereinbarung die Teilnehmerzahl gemeldet werden. Die Erstkommunion und Erstbeichte dürften nach den momentanen Richtlinien nicht vor dem 31. August 2020 stattfinden. In Furth im Wald und Ränkam werde die Erstkommunion frühestens im Herbst nachgeholt. Der Zeitpunkt sei abhängig vom Verlauf der Pandemie und den entsprechenden Vorgaben.

Firmung im nächsten Jahr

Die Firmung wurde für 2020 abgesagt. Das Bistum werde einen neuen Termin für das Jahr 2021 zuteilen. Die Firmanmeldungen blieben bestehen. Über neue Informationen zur Firmvorbereitung würden die Firmlinge und Eltern rechtzeitig unterrichtet. Auf der Homepage der Pfarrei und in der Kirche gebe es für Angemeldete ein Quiz.

Bei der Bestattung dürfte, laut bayerischer Vorgaben, nur der engste Familienkreis (maximal 15 Personen) unter Beachtung der Hygienevorschriften teilnehmen.

Ein extra Requiem finde nicht statt. Angehörige könnten sich für einen regulären Gottesdienst anmelden, bei dem in den Fürbitten der Verstorbenen gedacht werde. Bei der Messfeier würden aber sonst keine der üblichen individuellen Gestaltungsmöglichkeiten angeboten. Trotz der Öffnung für Gottesdienste sei noch mancher Verzicht nötig: Man sei nach wie vor auf Solidarität angewiesen, um die Lockerungen zu genießen.

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