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Gottesdienste und Andachten wieder mit Öffentlichkeit

Pfarrer Georg Englmeier unterrichtete kirchliche Gremien über die staatlichen Regelungen.

Pfarrer Georg Englmeier kann wieder das Evangelium vor den Gläubigen verkünden.  Foto: Helga Brandl
Pfarrer Georg Englmeier kann wieder das Evangelium vor den Gläubigen verkünden. Foto: Helga Brandl

Neukirchen beim Heiligen Blut.Nach längerer Pause wegen der Corona-Pandemie trafen sich die Mitglieder von Pfarrgemeinderat und der Kirchenverwaltungen aus Neukirchen und Rittsteig zur außerordentlichen Sitzung im Katharinensaal – unter Beachtung des Mindestabstands und der Hygieneregeln.

Vor diesem Hintergrund informierte Pfarrer Georg Englmeier über die aktuellen diözesanen Anweisungen für die Liturgie ab 4. Mai zur Einhaltung der staatlichen Infektionsschutzvorschriften und informierte, wie diese für die Pfarrei Neukirchen und die Expositur in Rittsteig umgesetzt werden, um wieder Eucharistie feiern zu können. Eingangs vermittelte er Grundsätzliches über den Gottesdienstablauf und die Vorschriften über den Zugang zur Kirche; die Kirchentüren sind offen fixiert, so dass sie nicht berührt werden müssen; beim Vorbeigehen am leeren Weihwasserkessel ein Kreuzzeichen; Verlassen der Kirche unter Einhaltung des Mindestabstands.

Voraussetzungen für Messfeiern

Englmeier erörterte die Hinweise zur Feier weiterer Sakramente, zur Liturgie im Umfeld von Krankheit, Sterben und Tod sowie zu besonderen Feiern im Kirchenjahr. Überdies untersagen die staatlichen Vorgaben Großveranstaltungen bis einschließlich 31. August. Deshalb werden vereinbarte Pontifikalgottesdienste und Pfarreibesuche des Bischofs abgesagt. Ziel der Vorgaben für den Ablauf eines Gottesdienstes ist es, sowohl der christlichen Verantwortung für die Gesundheit und das Leben von Menschen als auch dem Bedürfnis der Gläubigen, Gottesdienst zu feiern, gerecht zu werden.

Unter strikter Einhaltung der allgemeinen staatlichen Beschränkungen zur Verlangsamung der Ausbreitung der Corona-Pandemie soll deshalb schrittweise die Teilnahme an Gottesdiensten wieder ermöglicht werden. Hierfür muss das Infektionsrisiko minimiert bleiben.

Der Freistaat Bayern hat am 29. April einige Voraussetzungen für die Öffnung erlassen. Die gewohnte Gottesdienstordnung am Sonntag in den Pfarreiengemeinschaften soll nach Möglichkeit wieder in Kraft gesetzt werden.

Für die Messfeiern gibt Pfarrer Englmeier explizit für Neukirchen und Rittsteig Folgendes bekannt: Seit 4. Mai dürfen wieder Gottesdienste mit Beteiligung der Gläubigen gefeiert werden, aber mit Einschränkungen: den vorgeschriebenen Abstand einhalten, Hygienemaßnahmen und Gesichtsmasken. Wer mitfeiert, braucht einen Nase-Mund-Schutz. Das Gotteslob ist von zu Hause mitzubringen. Desinfektionsmittel für die Hände steht in jeder Kirche zur Verfügung.

Die Teilnehmer werden darauf hingewiesen, dass sie nicht am Gottesdienst teilnehmen dürfen, wenn sie unspezifische Allgemeinsymptome, Fieber oder Atemwegsprobleme haben, infiziert oder unter Quarantäne gestellt sind oder in den letzten 14 Tagen vor Anmeldung Kontakt zu einem bestätigten an COVID-19-Erkrankten hatten.

Zwischen den einzelnen Personen muss im Kirchenraum mindestens zwei Meter Abstand eingehalten werden. Eine Ausnahme sind Familienmitglieder eines Haushalts. Für die Wallfahrtskirche bedeutet die Abstandsregel: periodisch drei Leute in einer Bank, zwei Bänke gesperrt. Das heißt, dass unter diesen Umständen in der Pfarrkirche höchstens 75 Gläubige mitfeiern können (Klosterkirche 25).

Plätze, die eingenommen werden dürfen, sind mit einem Gebetsblatt gekennzeichnet. Zur Kommunion gilt: Vor der Spendung desinfizieren die Spender die Hände und legen eine Mund-Nase-Bedeckung und Hygienehandschuhe an. Alle, die die Kommunion empfangen wollen, gehen im nötigen Abstand nach vorne, strecken die Hände weit aus und lassen sich die Hostie in die Hand legen.

Keine Chorgesänge

Sammelkörbchen für die Kollekte stehen am Eingang der Kirche. Dort einfach die Spende beim Verlassen der Kirche einlegen. Wegen der Masken- und Abstandspflicht sind Chorgesänge weiterhin nicht möglich. Die Mitglieder der Kirchenverwaltungen und des Pfarrgemeinderates stellen einen Ordnungsdienst. „Bitte befolgen Sie die Anordnungen, damit wir das Wenige, das wir tun dürfen, nicht leichtfertig aufs Spiel setzen“, appelliert Pfarrer Englmeier an die Vernunft der Gottesdienstbesucher.

Taufen sind im engen Familienkreis möglich. Die Erstkommunion muss in diesem Schuljahr entfallen. Wahrscheinlich werden 2021 die 3. und 4. Klasse gemeinsam Erstkommunion feiern. Die Firmung wird für heuer abgesagt. Beichte ist nach telefonischer Anmeldung möglich. Trauungen sind im engen Familien- und Freundeskreis möglich. Krankensalbung ist nach staatlichen Vorgaben möglich, auch Kommunion als Wegzehrung im Notfall sowie Sterbebegleitung, jedoch nicht in Altenheimen und Krankenhäusern. Bestattungen finden nur im engsten Familienkreis von maximal 15 Personen statt. Fronleichnam wird mit einer Eucharistiefeier begangen. Nach dem Segen der Gläubigen kann der Priester allein mit der Monstranz vor den Eingang der Kirche ziehen und den Ort segnen. Prozessionen, Bittgänge, Flurumgänge und Fußwallfahrten können derzeit nicht stattfinden.

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