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Region Cham
Dienstag, 19. Juni 2018 24° 3

Brauch

Gotteslob mit drei Salutschüssen

Viele Gläubige zogen hinterm Allerheiligsten durch Rimbach.

Pfarrer Karl-Heinz Seidl trug das Allerheiligste durch die Straßen.
Pfarrer Karl-Heinz Seidl trug das Allerheiligste durch die Straßen.

Rimbach.. Viele Gläubige beteiligten sich am Donnerstag in Rimbach an der Fronleichnamsfeier mit Gottesdienst und Prozession. Von der Pfarrkirche führte der Prozessionsweg zur Kümmerniskapelle. An vier Altären wurde Halt gemacht.

Bei idealem Wetter feierten die Gläubigen aus der Pfarrei Rimbach am Donnerstag Fronleichnam, das Fest des Leibes und Blutes Jesu Christi. Zu Beginn des Gottesdienstes wies Pfarrer Karl-Heinz Seidl darauf hin, dass bei jeder Eucharistiefeier daran erinnert wird, dass Jesus beim letzten Mahl mit seinen Jüngern sich als Leib und Blut hingegeben und damit den neuen Bund geschlossen habe.

In seiner Predigt ging er dann auf die besondere Bedeutung des Allerheiligsten ein, das durch die Straßen getragen wird und vom „Himmel“ überspannt ist. Was volkstümlich als Himmel bezeichnet wird, sei ein Baldachin, unter dem die Monstranz mit dem Leib des Herrn durch das Dorf getragen wird. Dieser Brauch hat seinen Ursprung schon im Alten Testament bei Mose. Die Israeliten unter der Führung von Mose hatten bei ihrem Auszug aus Ägypten ein Zelt dabei, in dem die Bundeslade mit den zehn Geboten untergebracht war, sie galt und gilt bei den Juden als das Allerheiligste und stellt auch jetzt in den jüdischen Synagogen das Allerheiligste dar und wird zeltähnlich gestaltet.

Auch in unserer Kirche, so Pfarrer Seidl, stelle das Allerheiligste den Mittelpunkt dar, der Tabernakel, in dem die Hostien aufbewahrt werden. Das Wort Tabernakel bedeute „Gottes Heilsschritte auf Erden“ und ist ähnlich einem Zelt. Der Leib des Herrn in der Monstranz sei ein tragbarer Tabernakel und ist etwas ganz Besonderes, denn es zeige, dass Gott mitten unter uns ist. Die Pfarrkirche in Rimbach, in den 70er Jahren errichtet, sei ebenfalls wie ein Zelt gebaut.

Nach dem Gottesdienst fand die Prozession statt. Bei herrlichem Wetter boten die teilnehmenden Vereine mit ihren Fahnen, Kommunionkinder in ihren weißen Gewändern und die vielen Mitfeiernden ein buntes Bild.

Am Prozessionsweg waren die vier Altäre aufgebaut. Der erste war am Dorfplatz, der zweite an der Bachstraße bei der Fernwasserpumpstation, der dritte bei der Kümmerniskapelle und der vierte beim Ölberg im Kirchhof. Nach den festlichen Gesängen, die der Kirchenchor zur Feier beitrug, erteilte Pfarrer Seidl an jedem Altar den eucharistischen Segen.

Bei den Gebeten an den vier Altären ertönten jeweils auch drei Salutschüsse, deren Schall vom Hohenbogen widerhallte. Auch auf dem Weg zwischen den Altären wurde gebetet und dazwischen spielte die Musikkapelle immer wieder die bekannten Fronleichnamsmelodien.(kvo)

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