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Roding

Grabtafeln und Gebetbücher in Rodings Rathaus

Passend zu den stillen Tagen Allerheiligen und Allerseelen präsentiert der umtriebige und leidenschaftliche Sammler Stefan Braun zahlreiche Utensilien aus seinem umfangreichen Fundus.
Reinhard Schreiner

Stefan Braun ließ es sich nicht nehmen, seinen Fundus im Pfarrersgewand mit Schirm und Messbuch zu erläutern. Foto: Reinhard Schreiner
Stefan Braun ließ es sich nicht nehmen, seinen Fundus im Pfarrersgewand mit Schirm und Messbuch zu erläutern. Foto: Reinhard Schreiner

Roding.Von Flohmärkten und aus privatem Besitz hat Braun Trauerschmuck aus dem 19. Jahrhundert, Rosenkränze, Bilder und Kreuze ebenso zusammengetragen, wie Sargbeschläge und Grabtafeln aus Glas und Porzellan. Eine Reihe von Sterbebildern mit Engelsdarstellungen habe er in alten Gebetbüchern gefunden, wie er beim Einräumen der beiden Vitrinen erzählt. Weihwasserkessel und ausgefallene Kreuze werden zudem präsentiert. Zum Beispiel ein nachgebautes Birkenkreuz, wie es im 2. Weltkrieg verwendet wurde. Ein bisschen stolz ist Braun auf einen seltenen Engel aus Bisquitporzellan aus dem 18. Jahrhundert. „Es gab nur streng limitierte Auflagen, da die fragilen Gebilde sehr schwer anzufertigen waren“, berichtet Braun. Bei den Ausstellungsstücken darf „Das letzte Hemd, das keine Taschen hat“ nicht fehlen, ebenso die von der Industrialisierung hervorgebrachten kitschigen Konsum-Engeln. Die zahlreichen Ausstellungsstücke im ersten Obergeschoss des Rathauses bieten sich als interessante Anschauungsobjekte für den Religionsunterricht an den Schule an. (rsr)

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