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Barmherzige

Granatäpfel in Gold und Silber

Der Orden ehrte langjährige Mitarbeiter in Reichenbach. Sie haben alle „vorbildlichen Samariterdienst geleistet“.
Von Ulrike Niklas

Die geehrten Mitarbeiter feierten in Reichenbach ihr Jubiläum. Foto: Ulrike Niklas
Die geehrten Mitarbeiter feierten in Reichenbach ihr Jubiläum. Foto: Ulrike Niklas

Reichenbach.Der Orden der Barmherzigen Brüder weiß die Leistungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der ihrer Einrichtung in Reichenbach in besonderem Maße zu schätzen und honoriert sie mit der Vergabe des Granatapfels in Gold und Silber. Diese fand im Rahmen einer Feierstunde in der Klosterschenke statt, zu der Geschäftsführer Roland Böck auch Direktionsmitglied Alfred Stadler und Tobias Strahl von der MAV (Mitarbeitervertretung) willkommen hieß.

Sein besonderer Gruß galt Frater Erhard Hillebrand, der an seinen ehemaligen Wirkungsort als Ordensbeauftragter gekommen war, um in Vertretung für den kurzfristig nach Rom berufenen Provinzial Benedikt Hau die Verleihung vorzunehmen. „Stolz ist ja nicht gerade eine katholische Tugend, ich bin trotzdem stolz auf unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter!“ Geschäftsführer Roland Böck bekräftigte in seiner Laudatio ein Zitat des Provinzials. Dem sei nichts hinzuzufügen, so Böck, weil es ihm als verantwortlichen Geschäftsführer ebenso ergehe. Aber auch die Geehrten selbst dürfen stolz sein auf das, was sie in 20, 30 oder 35 Jahren für Menschen mit Behinderung geleistet haben.

Zeichen der Würdigung

Der Geschäftsführer zeigte sich zufrieden, dass die Auszeichnung auf diese Weise in einem gesonderten Rahmen und an einem besonderen Datum durchgeführt wird. Von Frater Erhard kam die Anregung, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter jeweils am Tag der Seligsprechung von Frater Eustachius Kugler einzuladen, was nunmehr seit 2016 so gehandhabt wird.

Roland Böck sprach von einem besonderen Zeichen der Würdigung, das der Orden damit setzen möchte. Nach Kaffee und Kuchen entbot Frater Erhard der Festversammlung ein herzliches Grüß Gott. Er freute sich im Namen des Provinzials, die Ehrung vornehmen zu dürfen und verlas dessen Grußwort. Dies bezog sich auf Gedanken zum Gleichnis vom Barmherzigen Samariter von Papst Franziskus, anlässlich seiner Ansprache beim Generalkapitel des Ordens im Januar diesen Jahres: „Der Samariter kümmerte sich um den Verletzten. Der Ausdruck ‚sich kümmern‘ hat eine menschliche und geistliche Definition. Jesus will, dass wir das menschliche Elend erkennen und uns das Leid an Leib oder Seele Erkrankter berührt. Berühren und uns berühren zu lassen, das würde uns so gut tun“, so die Worte des Papstes.

Er wünschte sich dazu, dass die Einrichtungen wie im Gleichnis des Samariters Herbergen sind, die im Dienst des Lebens stehen, Räume in denen sich ganz besonders Kranke, Behinderte und Alte willkommen fühlen. „Ich bitte euch, weiterhin das samaritanische Netzwerke zum Wohl der Schwächsten zu schaffen. Unsere Häuser sollen immer offen und einladend sein und zu einer mitfühlenden Solidarität beitragen.“ An die Jubilarinnen und Jubilare ließ Provinzial Benedikt Hau ausrichten, sie hätten in all den Jahren hier in Reichenbach vorbildlichen Samariterdienst geleistet. Jede und jeder hat seinen Platz ausgefüllt.

Aufrichtiges Vergelt‘s Gott

Für dieses zutiefst christliche Engagement wollte er ihnen ein herzliches und aufrichtiges Vergelt‘s Gott übersenden lassen. „Das Credo dieses Hauses hier in Reichenbach, welches unter dem Patronat der Königin des heiligen Rosenkranzes steht, lautet: ‚Wo es mir gut geht‘. Den Betreuten und auch ihnen, liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, geht es offensichtlich hier gut, wie ich selbst aus vielen Jahren bei meinem Dienst hier in Reichenbach erfahren durfte.“

Mit einem Gebetstext beendete Frater Erhard die Laudatio: „Herr der Schöpfung, du hast Johannes von Gott Liebe und Mitgefühl für andere geschenkt. Sein Beispiel schenke uns Mut, und das Feuer der Liebe anderen in seinem Namen Gutes zu tun“. (run)

Ehrungen

  • 30 Jahre:

    Klara Käsbauer, Franz Heuberger, Roswitha Bink, Norbert Weber, Heribert Hantschel, Ursula Wenzel, Erwin Götz

  • 35 Jahre:

    Hubert Strasser

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