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Bauprojekt

Grandiose Aussicht auf Waldmünchen

Der Bauausschuss inspiziert den Bau des neuen Aussichtsturms am Bleschenberg. Zum Ferienende soll die Eröffnung erfolgen.
Von Petra Schoplocher

Schau mal! Markus Ackermann war vom herrlichen Ausblick restlos begeistert. Die Bauausschuss-Mitglieder, hier Manfred Ruhland, machten sich im wahrsten Sinne des Wortes ein Bild vom neuen Turm Foto: Schoplocher
Schau mal! Markus Ackermann war vom herrlichen Ausblick restlos begeistert. Die Bauausschuss-Mitglieder, hier Manfred Ruhland, machten sich im wahrsten Sinne des Wortes ein Bild vom neuen Turm Foto: Schoplocher

Waldmünchen.Von dieser Begeisterung ließen sich die Mitglieder des Bauausschusses nur allzu gern anstecken. „Ein herrliches Panorama, wirklich mega!“, stellte Markus Ackermann in gut 17 Metern Höhe auf dem neuen Aussichtsturm am Bleschenberg fest. Und: „Es war die absolut richtige Entscheidung, höher zu bauen und eine Kanzel.“

Haschaberg, Rannersdorf, Altenschneeberg ... – Dass der Blick nun kilometerweit ins Land möglich ist, ist einer Drohne zu verdanken. Mit deren Hilfe hat die Stadt ermittelt, wie hoch sie bauen muss, um mit der Aussichtskanzel höher zu kommen als die Baumgipfel. So berechnete Ingenieur Wolfgang Prifling den Neubau auf 20,48 Meter Gesamthöhe – der alte, marode Turm war insgesamt nur 17 Meter hoch.

Bis zur Freigabe ist das Betreten verboten

In den kommenden Wochen werden Fenster eingebaut, die Treppen fertiggestellt und Handläufe angebracht. Ende der Ferien, so hofft Prifling, könnte das Vorhaben abgeschlossen werden. Dann ist auch eine Einweihungsfeier geplant, ergänzte Markus Ackermann, der zudem bat, den Turm aus Sicherheitsgründen noch nicht zu betreten und die offizielle Freigabe abzuwarten.

Ortstermin zwei: Die Erschließung des Gewerbegebiets ist abgeschlossen, selbiges „bezugsfertig“. Foto: Schoplocher
Ortstermin zwei: Die Erschließung des Gewerbegebiets ist abgeschlossen, selbiges „bezugsfertig“. Foto: Schoplocher

Der neue Aussichtsturm ist Teil des Projekts „Revitalisierung von Landmarken“ des Aktionsbündnisses Cerchov plus. Dazu zählen unter anderem der Drachenturm in Treffelstein, die Bayernwarte in Furth im Wald oder die Burgruine Herstejn auf tschechischer Seite. Dies bedeutet eine in Aussicht gestellte Förderung von circa 70 Prozent für die veranschlagten 250 000 Euro. Wobei Bauamtsleiter Rainer Röhrl andeutete, dass mit geringen Mehrkosten zu rechnen sei.

Lichterspiel geplant

Die Landmarken sollen zu bestimmten Anlässen mit Lichtinstallationen gemeinsam in Szene gesetzt werden, versprühte Ackermann Vorfreude. Der Bleschenberg sei bald (wieder) ein Anlaufpunkt erster Güte, mit Aussichtskanzel, Schrazelloch, Waldlehrpfad und Kapelle.

Projekt

Am Bleschenberg dem Himmel entgegen

Der fast 600 Meter hohe Punkt bei Waldmünchen bekommt einen neuen Aussichtsturm. Hier soll künftig einiges geboten sein.

Zufriedene Gesichter gab es auch beim zweiten Ortstermin im Gewerbegebiet „Schwarzach“. Die Erschließung ist abgeschlossen, nur die Beschilderung inklusive Straßenmarkierungen fehlt noch. Insgesamt 26 000 Quadratmeter Flächen stehen damit zur Verfügung, erklärte Rainer Röhrl, der informierte, dass die geforderten ökologischen Ausgleichsflächen schon angelegt und auch die Vorgaben bezüglich Hochwasserschutz umgesetzt wurden.


Diensthundeschule soll erweitert werden

Der Freistaat als Bauherr möchte die Diensthundeschule in Herzogau erweitern. Zwar traf der geplante Anbau in ästhetischer Hinsicht nicht den Geschmack des Bauausschusses, in der Sache begrüßte das Gremium aber, dass am Standort investiert würde. „Das ist toll und zeigt, dass der Staat dahinter steht“, formulierte es der Bürgermeister.

Die Anhörung der Stadt im Verfahren beinhaltete auch den Einbau eines Chemikalienlagers im Keller, dem der Ausschuss ebenso zustimmte. Nachdem sich schon bei einem Anbau an ein Wohnhaus in exponierter Lage in Ulrichsgrün die Ästhetik-Frage entflammt hatte, stellte Manfred Ruhland fest, dass „da Stilbbrüche gemacht werden, die nicht zum Aushalten sind“. Die Stadt habe dazu keine Stellung zu beziehen, die Frage des „Einfügens“ prüfe das Landratsamt, erklärte Ackermann.

Erfreut war das Gremium, dass der Landwirt aus Schäferei, dessen Stall im April abgebrannt war, diesen wieder aufbauen will. „Schön“, kommentierte Markus Ackermann den entsprechenden Antrag unter Kopfnicken .

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