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Notruf

Großeinsatz verhindert Katastrophe

In Furth im Wald sind neben einem Druckgasflaschen-Lager Paletten in Flammen aufgegangen. Vermutlich haben zündelnde Kinder den Brand ausgelöst.
Von Wolfgang Baumgartner

  • Gegen 22.55 Uhr wurden die Einsatzkräfte alarmiert. Foto: Altmann
  • Rund 200 Feuerwehrkräfte waren vor Ort. Foto: Baumgartner
  • Die Einsatzkräfte mussten verhindern, dass die Flammen auf gelagerte Druckgasflaschen übergreift. Foto: Baumgartner
  • Enorm viel Wasser musste an die Brandstelle transportiert werden. Foto: Baumgartner
  • Beim Eintreffen der Feuerwehren trafen die Einsatzkräfte schon auf meterhohe Flammen. Foto: Baumgartner

Furth im Wald.Nach dem bisherigen Stand der Ermittlungen könnten laut Polizei zündelnde Kinder den Band am Dienstagabend im Eichertweg ausgelöst haben. Nur dem Großeinsatz von rund 200 Feuerwehrkräften und 25 Experten der Gefahrenguteinheit des Roten Kreuzes war es zu verdanken, dass eine Katastrophe größeren Ausmaßes im Ortsteil Grabitz verhindert werden konnte. Im Bereich des Gründer- und Innovationszentrums, waren eine Stunde vor Mitternacht im Freien gelagerte Paletten mit Glasflaschen der Firma Systempack Manufaktur in Brand geraten.

Das große Gefahrenpotenzial bestand in unmittelbarer Nachbarschaft des Brandherdes. Die Firma Gartengeräte Ecker lagert dort in einem eingezäunten Bereich im Freien Druckgasflaschen. „Eine enorme Herausforderung für die Einsatzkräfte war neben der Brandbekämpfung, ein Übergreifen des Feuers auf die Gasflaschen zu verhindern und die Metallbehälter zu kühlen“, zog Kreisbrandrat Johann Weber gegen Mitternacht eine erste Bilanz. Als die ersten Wehren eintrafen waren einige Gasflaschen bereits zuknallt.

Riesiger Feuerschein

Ein Anwohner war durch den Feuerschein auf den Brand aufmerksam geworden und alarmierte gegen 22.55 Uhr die Einsatzkräfte. Der Kommandant der Further Feuerwehr und Kreisbrandmeister Christian Scheuer war einer der Ersten am Brandort. Trotz der enormen Rauchentwicklung erkannten die Experten sofort die Gefahrensituation durch das Gasflaschenlager. Auch die angrenzende Firmenhalle war unmittelbar gefährdet.

„Es war sehr wichtig, extrem viel Wasser an die Brandstelle zu transportieren“, sagt der Kreisbrandrat. Alle Wasser führenden Fahrzeuge wurden so nah wie möglich an den Brandherd gebracht; parallel dazu wurden Schlauchleitungen von den Hydranten und einem Bach aufgebaut. Innerhalb kurzer Zeit konnten die Einsatzkräfte am Strahlrohr auf vier Förderleitungen zurückgreifen.

Rund 80000 Euro Schaden

Die enorme Rauchentwicklung machte den Löscheinsatz besonders schwierig. „Wir wussten nicht, ob das Feuer bereits auf das Lager mit den Gasflaschen übergegriffen hat“, fügt Kreisbrandrat Weber hinzu. Für den massiven Wasser- und Schaumeinsatz waren über zehn Atemschutz-Trupps mit mehreren B- und C-Rohren sowie mobilen Wasserwerfern im Einsatz; so konnte das Feuer in dem Palettenlager rasch unter Kontrolle gebracht werden. Sofort machten sich die Experten des ABC-Zuges aus Cham mit Spezialgeräten an die Arbeit, um zu kontrollieren, ob weiteres Gas ausströmt. Parallel dazu wurde mit der Wärmebildkamerad nach Glutnestern gesucht.

Gegen Mitternacht hatten die Einsatzkräfte die Lage im Griff und die Gefahr war gebannt: „Feuer aus“ hieß es um 23.58 Uhr. Entgegen der ersten Schadensschätzung der Polizei beziffert Michael Schlegel, Inhaber der Firma Systempack Manufaktur den Schaden auf rund 80 000 Euro. „Ganz abgesehen von dem Ärger, dem enormen Zeit- und Personalaufwand“, machte Schlegel am Mittwoch seinem Unmut Luft. Personen wurden bei dem Brand nicht verletzt. Insgesamt 17 Feuerwehren sowie der BRK-Rettungsdienst und Notarzt Dr. Thomas Brand waren vor Ort.

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