MyMz
Anzeige

Kommunalpolitik

Großes Interesse an der Bürgerversammlung

Breitbandausbau, Freibadgelände und Senioreneinrichtung waren die Hauptthemen der interessierten Rimbacher.
Von Siegfried Volkner

  • 2. Bürgermeister Heinz Niedermayer erläuterte den Plan für die Seniorenwohneinrichtung. Foto: Siegfried Volkner
  • Das mittlerweile verwilderte Freibadgelände soll neu gestaltet werden Foto: Siegfried Volkner

Rimbach.Die überaus große Zahl von Gemeindebürgern, die sich am vergangenen Freitag im Kollmerhof zur Bürgerversammlung eingefunden hatten, war Beweis dafür, dass Interesse am Gemeindegeschehen besteht. Nachdem der erste Bürgermeister Ludwig Fischer die vielen Gemeindebürger begrüßt hatte, ging er auf das Gemeindegeschehen im vergangenen Jahr ein, und was geschafft oder auf den Weg gebracht wurde. Im Bereich des Kindergartens in Thenried wurde aus Sicherheitsgründen eine Geschwindigkeitsbeschränkung erlassen und der Wanderweg zum Freibad abgeschlossen.

Gut angenommen, so der Bürgermeister, werden die Einkaufsfahrten, die die Gemeinde organisiert. Der Ortsteil Matheshof wurde an die Wasserversorgung Grafenwiesen angeschlossen. In Rimbach konnte der erste Hotspot über Bayern- WLAN in Betrieb genommen werden, ein weiterer wird in Kürze in Thenried folgen. Wie schon den Jahren davor wurden im Mehrgenerationenpark Gesundheitskurse angeboten. Neu wurde in einem Teil des Gemeindegebiets der Winterdienst vergeben, und für die Verwaltung eine neue EDV-Anlage eingerichtet.

Neues Baugebiet in Thenried

Kurz vor der Fertigstellung stehen die beiden Gerätehäuser der Feuerwehren und in Rimbach wird im September die Einweihung erfolgen. Im Ortsteil Thenried wurde ein neues Baugebiet ausgewiesen, für das derzeit die Ausschreibung läuft. Noch in diesem Jahr soll mit der Erschließung der 21 Parzellen begonnen werden. Nach langen Grundstücksverhandlungen kann bald auch der Radwegeanschluss über Schafhof und Watzlsteg erfolgen.

Erfreulich gut habe sich im vergangenen Jahr der Tourismus in der Gemeinde entwickelt; ein stolzes Übernachtungs-Plus von 8,2 Prozent wurde verbucht. So wurden 2019 in der Gemeinde Rimbach 122 677 Gästeübernachtungen registriert, 10 078 mehr als im Jahr zuvor. Auch die Zahl der Gästeankünfte sei angestiegen von 37 017 im Jahr 2018 auf 39 059 im letzten Jahr. Die Tourismus-Statistik zeigt, dass es in der Gemeinde insgesamt 564 Gästebetten gibt, davon 534 in gewerblichen Betrieben und 30 in Privathäusern. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer betrage 3,14 Tage. Die Bettenauslastung liege bei 60,42 Prozent. Dies sei eine positive Entwicklung und zeige, dass der Tourismus in der Gemeinde ein wichtiges Standbein sei, so Fischer.

Ein Thema, das vielen Gemeindebürgern auf den Nägeln brennt, ist der Breitbandausbau. Viele Bereiche seien unterversorgt, und durch den Rückzug des Unternehmens M-Net, das den Zuschlag für den Breitbandausbau im Landkreis bekommen hatte, sei eine Verzögerung von gut zwei Jahren entstanden. Verwaltungsleiter Christian Wingenfeld erläuterte dazu den aktuellen Stand, nachdem der Landkreis Cham den Ausbau des Glasfasernetzes jetzt im Eigenbetrieb durchführt. Dazu musste die gesamte Netzplanung neu überarbeitet werden, da die ursprüngliche Trassenführung von M-Net nicht so übernommen werden konnte. Bevorzugt versorgt werden sollen zunächst die Anwesen in den sogenannten „weißen Flecken“ wo die Breitbandversorgung unter 30 Mbit liegt. Der Ausbau beginne im Südwesten des Landkreises und werde Zug um Zug fortgeführt. Derzeit laufen die Ausschreibungen und noch heuer soll mit dem Ausbau begonnen werden.

Als weiteres Thema wurde das Vorhaben, in Rimbach eine Einrichtung für Betreutes Wohnen zu schaffen, erörtert. Dieser Plan wurde durch den zweiten Bürgermeister Heinz Niedermayer vorgestellt. Es soll, so erklärte dieser, eine betreute Senioren-Wohngemeinschaft mit zwölf Einzelzimmern mit jeweils ca. 34 Quadratmetern und Balkon werden. Das Gebäude wurde von der Gemeinde erworben und vom Amt für ländliche Entwicklung wurde gute Förderung zugesagt. Als Partner für die Betreuung wurde das Rote Kreuz ins Boot geholt. Im nächsten Jahr werden die Wohneinheiten wohl vermietet werden können.

Was passiert am Freibadgelände?

Auch zum nächsten Hauptthema, der Umgestaltung und zukünftigen Nutzung des Freibadgeländes, gab Niedermayer Informationen. Schon seit Schließung des Freibads wurden immer wieder Forderungen nach Umgestaltung und anderweitiger Nutzung laut. Der Gemeinderat sieht mit Unterstützung des Amtes für ländliche Entwicklung im Zuge der Dorferneuerung die Möglichkeit, diesen Wunsch realisieren zu können. Wichtig sei die Bürgerbeteiligung, denn die Bürger sollen hinter dem Vorhaben stehen und Vorstellungen mit einbringen. Vorschläge seien z.B., das ehemalige Badebecken in einen Naturweiher umzugestalten; ein offener Wasserlauf mit Wasser-Kinderspielplatz; eine öffentliche Toilette im Funktionsgebäude, das weiter als Requisitenraum durch den LiBu genutzt werden könnte; eine bessere Gestaltung des Kneipp-Tretbeckens; die Gestaltung eines Grillplatzes.

Auch aus den Reihen der Versammlungsteilnehmer wurden Vorschläge gemacht: so eine Eisstockanlage, die überdacht werden könnte und für Veranstaltungen zur Verfügung stünde; eine kleine Schlittschuhfläche aus Kunststoff; ein Open-Air-Kino. Mit in die Dorferneuerung aufgenommen werden könnte eventuell der Ausbau des Fußwegs vom Rathaus zur Arztpraxis und der Ausbau des Wanderwegs vom Wiedenhof nach Thenried.

In der sehr lebhaften Diskussion, bei der sich viele der Anwesenden zu Wort meldeten, ging es vor allem um den Breitbandausbau, von dem sich so manche Gemeindebürger vergessen fühlen, etwa in Offersdorf und Grafenried. So meinte Josef Gmach aus Offersdorf, dass man dort nicht einmal als weißer Fleck registriert sei, sondern ganz vergessen wurde, obwohl Firmen auf ein schnelles Internet angewiesen seien. Nicht einmal 6 Mbit sei hier die Leistung. In Zeiten wo so oft von Gleichbehandlung von Stadt und Land gesprochen werde, sei dies geradezu ein Hohn. Weiter wurde angeregt, in Offersdorf, wo es auch eine Schulbushaltestelle gebe, eine Geschwindigkeitsbeschränkung zu erlassen.

Wegbezeichnung

  • Ort:

    Konkrete Vorstellungen gibt es mittlerweile, was den Namen für den neuen Wanderweg vom Mehrgenerationenpark zum ehemaligen Freibad betrifft. Die Gemeinde hatte Gesundheitsbotschafterin Eva Bablick um die Gestaltung der sechs Schaukästen gebeten.

  • Ziel:

    Der Weg soll als „Weg der Sinne“ ausgewiesen und dementsprechend auch die Schaukästen gestaltet werden.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht