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Wahl

„Großes Miteinander, kein Gegeneinander“

Josef Häring junior ist neuer Rathauschef in Grafenwiesen. Im Gemeinderat vertreten auch drei Frauen die Bürgerinteressen.
Von Heinz Pletl

Josef Häring, der neue Bürgermeister von Grafenwiesen  Foto: Heinz Pletl
Josef Häring, der neue Bürgermeister von Grafenwiesen Foto: Heinz Pletl

Grafenwiesen.Der Wahlleiter Peter Steidl verkündete noch am frühen Sonntagabend das Wahlergebnis von Grafenwiesen. Mit überwältigender Mehrheit von 64,1 Prozent der Stimmen schenkten die Bürgerinnen und Bürger dem 58-jährigen Josef Häring junior (UWGG), Disponent bei der Firma Leoni in Bad Kötzting, das Vertrauen. Ein echter Waidler zieht also bald in das Rathaus ein.

Sein Mitbewerber Michael Illichmann (CSU-FWG) unterlag mit 35,9 Prozent der Stimmen. Abgegeben wurden insgesamt 907 gültige Stimmen. Ob der Neue wohl selbst mit einem so überaus großen Wahlerfolg gerechnet hat? Seine Ziele und Aufgaben hatte er im Falle des Sieges bereits in den vorausgegangenen Wahlversammlungen bis ins Detail festgelegt.

Zunächst mwolle er sich aber bei seinen Wählern und Wählerinnen für das ihm entgegenbrachte Vertrauen bedanken. Er sei angenehm überrascht worden, vonseiten der Bevölkerung einen so enormen Zuspruch erhalten zu haben, sagte Häring.

Der neue Gemeinderat von Grafenwiesen

  • UWGG:

    Michael Haimerl, Wasserwart, Bauhofleiter (1291 Stimmen); Benita Vogl, bisher Familienbeauftragte (1052); Lothar Haimerl, vormaliger Wasserwart (910); Kathrin Amberger, bisherige Jugendbeauftragte (616); Martin Pritzl, Ingenieur (518); Johann Neppl jun. (494); Andreas Mühlbauer (476 Stimmen)

  • CSU-FWG:

    Oliver Steger, Lehrer (756 Stimmen); Michael Illichmann, selbstständig (737 Stimmen); Martin Kolbeck, Spielmannszugabteilungsleiter (728 Stimmen); Martina Wiesmeier, bisherige Seniorenbeauftragte (711 Stimmen) und Andreas Eiser, der Ortsvorsitzende der CSU (mit 663 Stimmen)

Mit dem bisherigen Bürgermeister Josef Dachs ging bei dieser Kommunalwahl eine Ära zu Ende. Er war seit 2002 im Amt. Er stellte sich nicht mehr zur Wahl, ebenso kandidierte er nicht mehr für den Gemeinderat. Auch sein Stellvertreter stellte sich nicht mehr zur Verfügung.

Für Häring junior bedeute die Wahl, dass er all seine Kräfte für seine Heimatgemeinde Grafenwiesen und deren Bewohner einsetzen werde, betonte er. Besonders liege ihm unter anderem die Jugend am Herzen, die vermehrt Zugang zu den Vereinen finden solle und damit dem Allgemeinwohl dienen könne.

Auch den Grafenwiesenern soll in allen Belangen und Angelegenheiten, die mit der Gemeinde zu tun haben, und soweit die Möglichkeiten gegeben sind, unter die Arme gegriffen werden. Dazu seien aber die Unterstützung und das Mitwirken der Gemeinderäte und aller Gremien erforderlich. Sepp Häring wünscht sich im wahrsten Sinne des Wortes „ein großes Miteinander und kein Gegeneinander“. So sage schon ein altes Sprichwort: „Einigkeit macht stark.“

Gleichzeitig erhielt das Grafenwiesener Rathaus einen neuen Gemeinderat. War bisher das Verhältnis im Gremium zwischen CSU-FWG und UWGG mit je sechs Stimmen noch ausgeglichen, so hat sich nunmehr das Blatt zugunsten der UWGG gewendet. Diese hat jetzt sieben Stimmen, die CSU-FWG fünf Sitze. Das neue Ratsgremium in Grafenwiesen hat auch drei Frauen (zwei von der UWGG, eine von CSU-FWG). (khp)

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