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Wahlkampfauftakt

Grüne Liste mit neuen Ideen

Das Spitzenkandidaten-Duo Bernadette Gruber und Stefan Zeller stellte seine Ziele vor. Klimaschutz steht an erster Stelle.
Johann Gruber

Bernadette Gruber (von rechts), Manuela Kerscher, Manuel Eisenreich, Janine Eckl und Stefan Zeller stellten das Wahlprogramm von Bündnis 90/Die Grünen für Furth im Wald vor.  Foto: Johann Gruber
Bernadette Gruber (von rechts), Manuela Kerscher, Manuel Eisenreich, Janine Eckl und Stefan Zeller stellten das Wahlprogramm von Bündnis 90/Die Grünen für Furth im Wald vor. Foto: Johann Gruber

Furth im Wald.Mit der Stadtratsliste für die Kommunalwahlen am 15. März betritt in der Drachenstich-Stadt mit Bündnis 90/Die Grünen eine neue Gruppierung die politische Bühne. Zum Wahlkampfauftakt konnte das Spitzenkandidaten-Duo Bernadette Gruber und Stefan Zeller zahlreiche Besucher, darunter die Landratskandidatin der Grünen, Andrea Leitermann, im voll besetzten Nebenzimmer des Gasthofs zum Bay begrüßen.

Die Grünen seien angetreten, um sich für eine lebenswerte Zukunft einzusetzen und nachfolgenden Generationen eine Stadt zu hinterlassen, die den Anforderungen des Klimawandels gewachsen ist und durch mehr Barrierefreiheit möglichst allen Bürgerinnen und Bürgern die uneingeschränkte Teilhabe am sozialen Leben in unserer Stadt ermöglicht. Diese Ziele formulierte eingangs Bernadette Gruber, die zusammen mit Stefan Zeller, Janine Eckl, Manuela Kerscher und Manuel Eisenreich in einer Powerpointpräsentation mit Grafiken und Fotos die Eckpunkte ihres Wahlprogramms vorstellte.

Mit ihrer neuen Liste wollen sie neue Ideen in die Stadtratsarbeit einbringen, adäquat agieren und angepasst reagieren, sagte Stefan Zeller. Die zwanzig Kandidaten und weitere Gleichgesinnte hätten sich in den vergangenen Monaten intensiv damit beschäftigt, wie unsere Stadt in 25 Jahren aussehen wird. Die Weichen, wie die Menschen in einem Vierteljahrhundert leben können, seien längst gestellt. Darum seien es vor allem junge Menschen, die besonders kritisch die Rahmenbedingungen für ihre persönliche Zukunft hinterfragen.

Windkraft vorantreiben

Vier Jahre in Folge mit Regenmangel ließen uns spüren, dass der Klimawandel auch bei uns schon angekommen ist. Deshalb stehe an erster Stelle ein konsequenter Klimaschutz, für den die Grünen mit Nachdruck ein CO2-neutrales Furth im Wald 2030 fordern. Basis hierfür sei die Förderung der erneuerbaren Energien.

Insbesondere müsse die Windkraft vorangetrieben, Photovoltaik auf allen öffentlichen Gebäuden umgesetzt und Solaranlagen auf Neubauten zur Pflicht werden. Eine große Chance sei leider beim Rettungszentrum verpasst worden, bei dem 2000 Quadratmeter Dachfläche solar ungenutzt blieben. Das hätte, so Zeller, Strom für 80 bis 100 Haushalte geliefert und fast 200 Tonnen CO2 vermieden. Zur Förderung emissionsfreier Mobilität müssten zumindest am Stadtplatz und in Bahnhofsnähe E-Tankstellen eingerichtet werden.

Für energie- und ressourceneffizientes Handeln bedürfe es kommunaler Energiesparkonzepte. Dazu gehöre, mit 100 Prozent Ökostrom in öffentlichen Gebäuden mit gutem Beispiel vo- ranzugehen und die kommunalen Liegenschaften energetisch zu ertüchtigen. Den Bürgern sollten kommunale Ratgeber für energieeffizientes Wohnen und Leben an die Hand gegeben werden. Durch innovative Verkehrskonzepte müsse eine bessere Anbindung des Umlands erreicht werden.

Stadtbäume sollen für mehr Schatten sorgen und das Mikroklima verbessern. Innerstädtische Grünflächen gehörten ökologisch aufgewertet.

Artenschutz verbessern

Für einen verbesserten Artenschutz bedarf es zukunftsorientierter Konzepte für den Erhalt und die Schaffung von Lebensräumen lokaler Tier- und Pflanzenarten.

Als adäquate Maßnahmen nannte Zeller die Unterschutzstellung des Bärlappstandorts am Voithenberg, keinen Einsatz von Pestiziden auf kommunalen Flächen, die Überlassung von Flächen für Blumen und Blühwiesen sowie das Einschränken des Mähens von Randstreifen der Gemeindestraßen und Feldwege, um Blühwiesen zu vernetzen.

Für eine lebendige Further Innenstadt, in der wir gerne wohnen, arbeiten und uns treffen, forderte Bernadette Gruber, dass per Stadtratsbeschluss die Innenstadtentwicklung Priorität vor der Außenentwicklung haben müsse. (fer)

Thema „Wohnen“

  • Leerstände:

    Auch die Umwidmung langjährig ungenutzter Gewerbeflächen und gezielter Ankauf von Leerständen seien eine Chance für stadtteilnahe Wohn- und Versorgungsformen.

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