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„Grundstock“ für neuen Gemeinderat

Bürgermeister Josef Höcherl ist stolz, dass er einen Überschuss hinterlassen kann. Scheune mit Pferdestall wurde gebilligt.
Ulrike Niklas

Die 57. und letzte Sitzung des Walderbacher Gemeinderats in der Wahlperiode 2014 bis 2020 fand in der Aula der Franz-Xaver-Witt-Schule statt, um den Abstandsregeln gerecht zu werden.  Foto: Ulrike Niklas
Die 57. und letzte Sitzung des Walderbacher Gemeinderats in der Wahlperiode 2014 bis 2020 fand in der Aula der Franz-Xaver-Witt-Schule statt, um den Abstandsregeln gerecht zu werden. Foto: Ulrike Niklas

Walderbach.Zur 57. und letzten Sitzung in dieser Wahlperiode tagte kürzlich der Gemeinderat Walderbach. Dabei galt es, ausscheidende Gemeinderäte zu verabschieden. In der Aula der Franz-Xaver-Witt-Grund- und Mittelschule standen noch weitere Tagesordnungspunkte zur Entscheidung an.

Unter dem Punkt Bauanträge und Bauvoranfragen stand der Neubau einer Scheune mit Pferdestall, Gemarkung Katzenrohrbach, auf der Tagesordnung, über den sich die Ratsmitglieder ausführlich besprachen. Über die Zulässigkeit von solchen Vorhaben wird von der Baugenehmigungsbehörde im Einvernehmen mit der Gemeinde entschieden..

Bedenken bleiben nach Votum

Gemäß § 34 Abs. 1 BauGB ist innerhalb der im Zusammenhang bebauten Ortsteile ein Vorhaben zulässig, wenn es sich nach Art und Maß der baulichen Nutzung, der Bauweise und der Grundstücksfläche, die überbaut werden soll, in die Eigenart der näheren Umgebung einfügt und die Erschließung gesichert ist. Die Anforderungen an gesunde Wohn- und Arbeitsverhältnisse müssen gewahrt bleiben; das Ortsbild darf nicht beeinträchtigt werden.

So wurde das gemeindliche Einvernehmen erteilt, auf die besonderen immissionsschutzrechtlichen und nachbarschaftsrechtlichen Probleme im Zusammenhang mit dem Vorhaben musste ausdrücklich hingewiesen werden. Der Gemeinderat vertritt die Auffassung, dass sich das Vorhaben gegebenenfalls nicht nach Art der baulichen Nutzung in die Eigenart der näheren Umgebung einfügt. Auch wird befürchtet, dass die Anforderungen an gesunde Wohnverhältnisse nicht gewahrt bleiben und das Ortsbild beeinträchtigt wird. Diese Punkte sollten durch das Landratsamt geprüft werden.

Weiter stand eine Entscheidung zum Neubau des Naturkindergartens Walderbach an, wobei der Planung zugestimmt wurde, nicht zuletzt, um eine rasche Fortführung zu erreichen. Zu nachfolgenden Bauvorhaben wurde das gemeindliche Einvernehmen bereits erteilt und die Unterlagen an das Landratsamt Cham weitergeleitet: Neubau Doppelhaus mit je zwei Wohnungen und Doppelgarage, Gemarkung Walderbach; Neubau einer landwirtschaftlichen Lagerhalle; Gemarkung Haus, Einbau einer Dachgaube, Gemarkung Katzenrohrbach; Errichtung eines Schuppens, Gemarkung Kirchenrohrbach; Neubau eines Einfamilienwohnhauses mit Garage, Gemarkung Walderbach.

Den Ratsmitgliedern wurde der Entwurf des Haushalts- und Finanzplans 2020 zur Kenntnis gebracht, in der Sitzung erläutert und von ihnen in der vorliegenden Form beschlossen. Verwaltungshaushalt: Die Mehreinnahmen im abgelaufenen Haushaltsjahr betragen 69 975 Euro, das Ergebnis bemisst sich bei 3 268 435 Euro. Bei den Ausgaben errechnete sich ein Minderbetrag von 38 191 Euro, so dass 327027 Euro dem Vermögenshaushalt zugeführt werden können. Vermögenshaushalt: Hier konnten Mehreinnahmen von 12 517 Euro verbucht werden, das Ergebnis beläuft sich auf 2 292 470 Euro. Auch hier errechneten sich Minderausgaben von 1 390 290 Euro.

So konnte das Haushaltsjahr mit einem Überschuss von rund 1 402 807 Euro abgeschlossen werden. Der Überschuss wird im Haushaltsjahr 2020 als Entnahme-Rücklage eingeplant. Was die Darlehensentwicklung anbetrifft, so beläuft sich die Summe per 31. Dezember 2019 auf 997 427,32 Euro, so dass sich eine Pro-Kopf-Verschuldung von 444,88 Euro errechnet. Auf „seinen besten Haushalt in den letzten zwölf Jahren“ zeigte sich Bürgermeister Josef Höcherl sichtlich stolz und gibt diesen „Grundstock“ gerne an den neuen Gemeinderat weiter.

Erweiterung des Wertstoffhofs

Was das Wertstoffhofgelände anbetrifft, so informierte der 1. Vorsitzende über die mögliche Erweiterung im Bereich des Platzes für „Äste und andere holzige Gartenabfälle“. Das derzeitige Platzangebot ist aufgrund der gestiegenen Einwohnerzahlen der letzten Jahre nicht mehr zeitgemäß. Er habe mit dem anliegenden Grundbesitzer bereits Gespräche geführt. Dieser sei gewillt, Teile des angrenzenden Flurstückes zu verkaufen. (run)

baugebiet

  • Gründe

    : Als ersten Grund nannte er, dass für dieses Vorhaben Gegenstimmen aus den im neuen Gemeinderat wahrscheinlich am stärksten vertretenen Parteien gekommen waren. Der zweite Grund ist die erhebliche finanzielle Belastung für die Gemeinde, die mit einer Erstellung eines Baugebietes mit ca. 25 Parzellen einhergeht.

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