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Filmreihe

Gruppe SPUR: „Maler der Zukunft“ im Kino

Regisseurin Sabine Zimmer hat die Aktivitäten der Künstler in den 60-ern dokumentiert. Sie stellte ihren Film persönlich vor.

Anlässlich der Vorführung des Dokumentarfilms „Gruppe SPUR – Die Maler der Zukunft!“ im Chamer Kino (v. l.): Katharina Sturm, Wolfgang Zajac (Vorsitzender des Kunstvereins Museum SPUR), Bärbel Kleindorfer-Marx, Regisseurin Sabine Zimmer, Anjalie Chaubal, Matthias Ketterl (Filmreihe Lichtgestalten)Foto: Raoul Kaufer
Anlässlich der Vorführung des Dokumentarfilms „Gruppe SPUR – Die Maler der Zukunft!“ im Chamer Kino (v. l.): Katharina Sturm, Wolfgang Zajac (Vorsitzender des Kunstvereins Museum SPUR), Bärbel Kleindorfer-Marx, Regisseurin Sabine Zimmer, Anjalie Chaubal, Matthias Ketterl (Filmreihe Lichtgestalten)Foto: Raoul Kaufer

Cham.Vor zahlreichen interessierten Besuchern wurde im großen Saal 8 des Kinos Cham der neue Dokumentarfilm „Gruppe SPUR – Die Maler der Zukunft!“ vorgestellt, ein filmisches Porträt der Gruppe SPUR, der in Cham das Museum im ehemaligen Armenhaus gewidmet ist. Die Filmvorführung war eine gemeinsame Veranstaltung des Kulturvereins Bayerischer Wald, des Kunstvereins Museum SPUR und des Museums SPUR, das von Stadt und Landkreis Cham getragen wird.

Als Auftakt zur Filmreihe „Lichtgestalten“ mit Dokumentarfilmen bot der Filmabend einen gelungenen Einstieg in die Herbstreihe des Kulturvereins, die unter dem Motto „Cham – Begegnung erleben“ im Oktober und November elf Dokumentarfilme zeigen wird. Regisseurin Sabine Zimmer war aus Berlin nach Cham gekommen, um ihren Film persönlich vorzustellen.

Einen Film über eine Künstlergruppe zu gestalten, deren Mitglieder bereits gestorben sind, erfordert ein kunstvolles und planvolles Konzept. Zimmer löste dies, indem KunstexpertInnen und Museumsleute von der Bedeutung der von 1958 bis 1965 bestehenden Gruppe berichten und Familienmitglieder der Spuristen ausführlich zu Wort kommen. Zimmer gelingt es, die Gruppenprozesse intensiv zu beschreiben. Tagebuchaufzeichnungen und Archivmaterial machen den Film zum Zeitdokument, das das München der 60er-Jahre vor Augen führt.

Eine Vielzahl von Gemälden und Plastiken der Gruppe SPUR erscheinen im Film und stellen den farbigen Bilderkosmos der Gruppe vor, zahlreiche Bilder wurden auch im Museum SPUR Cham aufgenommen. Im Anschluss an die Filmvorführung, die das Publikum mit großem Beifall würdigte, sprachen Anjalie Chaubal und Bärbel Kleindorfer-Marx, für das Museum SPUR zuständig, mit der Regisseurin Sabine Zimmer und Katharina Sturm, der Tochter von Helmut Sturm (1932-2008), einem der Gruppenmitglieder.

Sabine Zimmer erzählte, wie es zu der Produktion des Films kam. Der Münchner Produzent Dr. Rainer Höcherl plante einen Film über eine Künstlergruppe zu drehen und suchte das Gespräch mit Dr. Matthias Mühling, Direktor am Lenbachhaus München. Der Kunsthistoriker und Kurator stellte den Kontakt zur Regisseurin Sabine Zimmer, Nichte des Spur-Mitglieds HP Zimmer (1936-1992), her, gemeinsam mit dem Galeristen Klaus Lea brachte Mühling die Gruppe SPUR als Sujet des Films ins Spiel.

Dass die filmische Spurensuche auch für sie neue Erkenntnisse gebracht hat, bestätigte Katharina Sturm, die derzeit den künstlerischen Nachlass ihres Vaters Helmut Sturm aufarbeitet. Es sei ihr bewusst geworden, wie viele Aspekte des Wirkens von SPUR noch unbekannt und zu erforschen seien. So entstand die aktuelle Ausstellung im Museum SPUR Cham „Helmut Sturm – Paris 1958“ in Zusammenarbeit mit Katharina Sturm.

Gut zu wissen

  • Museum SPUR:

    Cham, Schützenstraße 7, geöffnet Mittwoch, Samstag, Sonntag von 14 bis 17 Uhr. Eintritt frei.

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