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Auftritt

Gruseliges aus der Heimat

D’Raith-Schwestern & da Blaimer begeistern Further Zuhörer. Das Konzert auf der Waldbühne war sehr stimmungsvoll.
Volkmar Dimpfl

  • Die Raith-Schwestern auf der Further Waldbühne. Foto: Volkmar Dimpfl
  • Freuen sich über den Applaus: D’Raith-Schwestern & da Blaimer mit ihrem Bassisten Philip. Foto: Volkmar Dimpfl

Furth im Wald.Zum Konzert mit den Raith-Schwestern hatte das Further Kulturamt am Sonntagabend auf die Waldbühne geladen. Noch am frühen Nachmittag war unklar, ob das Konzert auf der Waldbühne stattfinden könne. Doch dann war der Regen vorbei und das Wetter war fast optimal. Max Schmatz begrüßte als Hausherr der Waldbühne die Künstler und Besucher.

Er wies darauf hin, dass die Raith-Schwestern ja auf Burgentour sind. Nirgendwo sonst passen bayerische Heimatlieder und Sagen besser hin, als in die altehrwürdigen Mauern von Schlössern und Burgruinen, so könne man in der Ankündigung lesen. Aber das Konzert passt seiner Meinung nach mindestens genausogut in den Wald, sprich die Waldbühne.

Zum Auftakt erklärte Tanja erst einmal, wie dieses Programm entstanden ist. Schuld sei eigentlich ihr Ehemann Andi Blaimer. Der habe bei seinen Besuchen bei den Raiths in Roding gehört, wie die Schwestern mit ihrer Mutter die alten Oberpfälzer Volkslieder sangen. Er habe die Lieder dann aufgenommen, weil er so fasziniert davon war. Schließlich meinte er, die Schwestern sollten diese Lieder doch auch öffentlich aufführen. Irgendwann war es dann so weit, sie spielten die Lieder einigen Freunden vor. Die Reaktionen reichten von „ganz was Exotisches“ über „ich hab nichts verstanden“ (Dialekt-Problem) bis „das sind Oberpfälzer Mantras“.

Seit sechs Jahren läuft dieses Programm sehr erfolgreich. Die alten Lieder, die sich meist mit den Schwierigkeiten des (früheren) Landlebens befassen, sind als Kreislauf durch das Jahr angeordnet.

Dazwischen sind immer wieder Blaimers Geschichten über Gespenster, die Weiz und die Wilde Jagd eingestreut, dramatisch durch entsprechende Geräusche untermalt. Andi Blaimer hat dafür lange recherchiert. Auch diese Gruselgeschichten, so Tanja, sind eine regionale Besonderheit. Schon in Oberbayern sind sie weitgehend unbekannt.

Nach der Einführung war es inzwischen auch dunkel geworden, so dass die etwa 150 Besucher die besondere Atmosphäre mit farbigen Lichtinseln und großflächigen Projektionen von Naturfotografien zur Musik von den Raith-Schwestern und Andi Blaimer richtig genießen konnten. Unterstützt wurden die drei noch durch Philip Zimmermann am Kontrabass, der hier sein Debut gab.

Gitarren, Hackbrett, Kontrabass und Steirische bildeten das musikalische Fundament für die einzigartigen Stimmen von Tanja und Susanne. Die Schwestern begannen den musikalischen Kreislauf mit einer Hommage an die Heimat: „Mir wiss ma koa Fleckerl“. Nach etwa 90 Minuten endete das Programm mit dem Motto des Konzerts: „Wisst’s wou mei Hoamat is“. (fvd)

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