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Aktion

Gschwand bietet Landleben live

Am Sonntag, 10. Juni, findet der „Tag des offenen Hofes“ statt. Bauern und Handwerker öffnen die Pforten.
Von Monika Kammermeier

Alle am „Tag des offenen Dorfes“ von Gschwand Beteiligten: Die Kreisbäuerin Rosmarie Maier (dritte v. li.), Franz Kerscher, Geschäftsführer vom Bauernverband, die stellvertretenden Kreisbäuerinnen Gertraud Zollner und Brigitte Luger, die stellvertretenden Kreisobmänner Franz Holzapfel und Thomas Frank mit den Personen der sechs beteiligten Betrieben.Foto: kmo
Alle am „Tag des offenen Dorfes“ von Gschwand Beteiligten: Die Kreisbäuerin Rosmarie Maier (dritte v. li.), Franz Kerscher, Geschäftsführer vom Bauernverband, die stellvertretenden Kreisbäuerinnen Gertraud Zollner und Brigitte Luger, die stellvertretenden Kreisobmänner Franz Holzapfel und Thomas Frank mit den Personen der sechs beteiligten Betrieben.Foto: kmo

Furth im Wald.Entdecken, wie spannend das moderne Landleben sein kann, heimische Landwirtschaft kennenlernen und sehen, wie Lebensmittel erzeugt werden, Tiere, Spaß, Unterhaltung und viele Attraktionen: Die Dorfgemeinschaft Gschwand öffnet sich am Sonntag, 10. Juni, mit Vorführungen und Informationen, Ausstellungsständen und kulinarischen Genüssen von den örtlichen Vereinen und Organisationen.

Wie Franz Kerscher, Geschäftsführer des veranstaltenden Bauernverbandes betont, ist der „Tag des offenen Hofes“ am 9./10. Juni eine deutschlandweite Aktion des Bauernverbandes. In Gschwand öffnet sich gleich ein ganzes Dorf für seine Besucher.

Sechs Betrieb sind dabei

Es beteiligen sich sechs Betriebe: die Höfe der Familien Lankes, Kolbeck und Schrott, der Nudelhof Kreuzer, die Familie Johann Bierl für Schreinerei und Innenausbau und die Schreinerei und Holztechnik Bierl für Innenausbau und Messebau.

Bei einer Pressekonferenz am Dienstag begrüßte Organisationsleiter Willi Lankes auf dem Hof der Kolbecks den Geschäftsführer des Bauernverbandes, Franz Kerscher, die Kreisbäuerin Rosmarie Maier, ihre Stellvertreterinnen Getraud Zollner und Brigitte Luger, die stellvertretenden Kreisobmänner Franz Holzapfel und Thomas Frank neben allen am offenen Dorf beteiligten Betrieben.

Die Familie Kolbeck hat 80 Milchkühe und eine eigene Nachzucht. Insgesamt sind es 170 Rinder. Die Besucher können den Hof besichtigen und Kälbchen streicheln. Foto: kmo
Die Familie Kolbeck hat 80 Milchkühe und eine eigene Nachzucht. Insgesamt sind es 170 Rinder. Die Besucher können den Hof besichtigen und Kälbchen streicheln. Foto: kmo

Die einzelnen Betriebe stellten sich kurz vor. Die Familie Willi Lankes hat einen landwirtschaftlichen Betrieb mit Milchviehhaltung und Nachzucht, 80 Kühe, Ackerbau und Grünland und macht Winterdienst für Furth und Forstarbeiten über die Waldbauernvereinigung. Das Dorf Gschwand hat 80 Einwohner, kaum Zuwanderung und feierte 2001 sein 700-jähriges Bestehen. Es sei von je her ein von der Landwirtschaft geprägtes Dorf. In den Jahren zwischen 1970 und 1980 erfuhr es einen Wandel.

Bei der Familie Lankes dürfen die Hühner frei herumlaufen, haben einen Misthaufen zum scharren und die Küken haben eine Mutter, die sich um sie kümmert. Foto: kmo
Bei der Familie Lankes dürfen die Hühner frei herumlaufen, haben einen Misthaufen zum scharren und die Küken haben eine Mutter, die sich um sie kümmert. Foto: kmo

Damit die Leute gerade auch aus der Stadt hautnah erleben können, was Tierwohl ist, wie Lebensmittel entstehen, wie Handwerk auch in der Modernen funktioniert, öffnet sich das Dorf, sagt Lankes. Es werde Stallführungen geben, Firmenvertreter werden da sein und Technik erklären.

Westfalia etwa präsentiert neueste Melktechnik mit einem Melkroboter; vertreten ist auch Haas Fertigbau. Es wird eine Marktmeile geben mit Kunsthandwerk und Dekoartikel: Perlen- und Steinschmuck, Keramikwerkstatt, Garten- und Metalldeko, Pflanzen und Blumen, Körbe und Besen und diverse Handarbeiten. Ein Flohmarkt findet statt und die Ministranten haben ein umfangreiches Kinderprogramm mit Hüpfburg vorbereitet.

Die Zwillinge auf dem Kolbeckhof lieben den Hund Jimmy ihres Nachbarn Lankes. Die beiden freuen sich schon sehr auf viele Besucher beim Tag des offenen Dorfes. Foto: kmo
Die Zwillinge auf dem Kolbeckhof lieben den Hund Jimmy ihres Nachbarn Lankes. Die beiden freuen sich schon sehr auf viele Besucher beim Tag des offenen Dorfes. Foto: kmo

Oldtimer können besichtigt werden. Es wird eine Holzhäckslervorführung geben. Wie sich das Pflügen von 1920 bis heute entwickelte, werde gezeigt. 70 Aussteller werden vor Ort sein.

Als Nächstes stellte sich die Schreinerei Johann Bierl vor. Der Opa habe die Schreinerei aus der Landwirtschaft heraus gegründet. Mittlerweile sei der Schreinerbetrieb überregional tätig. Seit 1998 gebe es den Betrieb in seiner heutigen Form. Fünf Leute seien darin beschäftigt. Helmut Bierl betreibt mit drei Gesellen und zwei Lehrjungen den Messe- und Ladenbau, Innenausbau und baut Möbel. Der Nudelhof Kreuzer habe sich ebenfalls aus einem landwirtschaftlichen Betrieb heraus entwickelt. Der Nudelhof sei 1990 entstanden und habe mittlerweile 13 Mitarbeiter. Man vertreibe regional und überregional. Am Tag des offenen Dorfes bietet der Kreuzerhof Spaghetti Bolognese an, deren Verkaufserlös der Feuerwehr Lixenried zugutekommt.

Die Familie Kolbeck ist ein land-wirtschaftlicher Betrieb mit Milchviehhaltung 80 Milchkühe und insgesamt 170 Rindern, 40 Hektar Ackerbau und 40 Hektar Grünland und etwas Wald. Als weiteres Standbein bietet die Familie Kolbeck Lohnarbeiten wie Pressen und Schwadern sowie Rasenmähen an.

Das Programm

Anton Schrott erzählte, dass 1935 der Opa das Anwesen gekauft habe. Man käme aus der Holledau. Ursprünglich sei es ein kleines Anwesen gewesen mit zwölf Hektar Land. Dann habe sich die Landwirtschaft entwickelt und 2000 habe er übernommen. Er habe 43 Hektar Land, 75 Milchvieh und arbeitet zusätzlich als Lohnunternehmer. Am Veranstaltungswochenende werde mit 6000 bis 10 000 Besuchern gerechnet. Die Staatsstraße wird gesperrt sein. Parkmöglichkeiten sind vor Ort.

Für das leibliche Wohl sorgen der Gasthof Fellner von Furth, Getränke stellt Rothmayer aus Gleißenberg, Kaffee und Kuchen bieten die BBV-Landfrauen und der Frauenbund Gleißenberg an, Striezel werden ganz frisch gebacken, die Jungbauernschaft bietet Milchshakes und Lena Irrgang selbst gemachtes Eis. Außerdem wird es noch ein Gewinnspiel geben mit Preisverleihung.

Zu einem schönen Hof gehören auch Rosen wie diese der Familie Kolbeck. Bis zum Wochenende 9. und 10. Juni wird sich Gchwand noch mächtig rausputzen Foto: kmo
Zu einem schönen Hof gehören auch Rosen wie diese der Familie Kolbeck. Bis zum Wochenende 9. und 10. Juni wird sich Gchwand noch mächtig rausputzen Foto: kmo

Beginn ist um 9 Uhr mit einem Gottesdienst in der Festhalle mit Pfarrer Richard Mayer, musikalisch begleitet von der TV-Kapelle Waldmünchen. Um 10 Uhr eröffnet Kreisobmann Josef Wutz die Veranstaltung.

Bis 16.30 Uhr hat das Dorf mit zahlreichen Vorführungen und Informationen sowie Attraktionen für seine Besucher die Pforten offen; und jeder ist herzlich willkommen!

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