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Hagel: Welche Hilfen gibt es?

Landrat Franz Löffler informierte Bauern aus dem Landkreis Cham, deren Felder vom Hagelsturm geschädigt wurden.
Von Ingrid Milutinovic

Landrat Franz Löffler sprach vor vielen vom Hagelsturm betroffenen Landwirten.Foto: Milutinovic
Landrat Franz Löffler sprach vor vielen vom Hagelsturm betroffenen Landwirten.Foto: Milutinovic

Waldmünchen.Der Anlass war ernst. Nach dem Hagelsturm am Montag hatten Landrat Franz Löffler und Georg Mayer, Leiter des Amts für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) in Cham, die betroffenen Landwirte aus der Region zu einem Informationsabend in die TV-Halle eingeladen. Bereits kurz nach dem Unwetter hatten sie sich vor Ort ein Bild vom Ausmaß der Schäden gemacht.

Das Interesse an der Veranstaltung war riesig. Bei allen spürte man Sorge. Darum, wie es weitergehen würde, welche Möglichkeiten es noch gäbe, um eventuell noch etwas zu retten und – ganz wichtig, welche finanzielle Unterstützung es möglicherweise gibt. Panikstimmung herrschte aber nicht – vielmehr war es ein sehr reger Gedankenaustausch unter den Betroffenen bereits vor Beginn der Veranstaltung. Auch die Bürgermeister, Markus Ackermann für Waldmünchen, Sandro Bauer für Furth im Wald und Josef Kammermeier für Eschlkam, waren anwesend. Viele Fragen sollten an diesem Abend beantwortet werden, Hilfen so weit wie möglich erläutert werden. Wichtig war aber auch der Hinweis, dass viele Punkte – wie zum Beispiel eventuelle Versicherungsleistungen – nur in einem persönlichen Gespräch zu klären seien.

Zur Beantwortung der Fragen hatten Löffler und Mayer Fachleute mit in die Veranstaltung gebracht. Maximilian Graml von der Erzeugerberatung gab wichtige Hinweise zu pflanzenbaulichen Fragen wie zum Beispiel, wann Mais wieder ausschlägt oder wann ein Umpflügen und Neusaat die bessere Lösung sei. Konrad Griesbeck von der AELF gab Tipps zu Düngung und Futterpflanzenanbau nach Hagelschäden. Heribert Semmler, ebenfalls vom AELF, beleuchtete das Thema Flächenförderung. Viele Landwirte stellen im Frühjahr einen Mehrfachantrag auf Flächenprämien, und seien jetzt verunsichert. Wichtig war hier, wann ein bestehender Antrag weiter Gültigkeit hat, beziehungsweise wann eventuell ein neuer Antrag gestellt werden muss. Die am meisten betroffene Kultur sei der Mais, führte er aus. Deshalb drehten sich auch viele Ausführungen um diese Pflanze. Getreide war aber ebenfalls betroffen. Auch Ausnahmeregelungen, weil aufgrund der Schäden Auflagen des Kulturlandschaftsprogrammes nicht eingehalten werden können, wurden angesprochen.

Welche Schäden im Wald zu beklagen sind, wusste Arthur Braun, Leiter der Abteilung Forsten beim AELF. An vielen Nadelbäumen seien die Nadeln durch den Hagel abgefallen. Dies begünstige die Ausbreitung der Borkenkäfer. Auch gehe von geschädigten, nicht mehr standfesten Bäume eine Gefahr aus.

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