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Arrach/Haibühl

Haibühl feiert den heiligen Wolfgang

Die Pfarrkirche Haibühl wurde 1977 erbaut und dem heiligen Wolfgang geweiht.
Regina Pfeffer

Großen Andrang gab es am Kuchenbuffet des Frauenbundes Haibühl-Ottenzell. Foto: Regina Pfeffer
Großen Andrang gab es am Kuchenbuffet des Frauenbundes Haibühl-Ottenzell. Foto: Regina Pfeffer

Arrach.Wolfgang, 924 in Pfullingen geboren, zog als Glaubensbote durch das Land und war von 972 bis zu seinem Tod am 31. Oktober 994 Bischof von Regensburg. Legenden betonen die heilkräftige und Böses abwehrende Wirksamkeit der Fürsorge des heiligen Wolfgang. Auf dem Hochaltar der Haibühler Pfarrkirche befindet sich eine Darstellung des Bischofs mit Kirchenmodell.

Alljährlich am Wochenende vor Allerheiligen begeht die Pfarrei das Patrozinium mit festlichen Eucharistiefeiern. Beim Sonntagsgottesdienst brannten die Apostelkerzen, die Zeichen dafür sind, dass die Kirche auf das Fundament der zwölf Apostel gegründet ist. „Wenn wir heute an Kirchweih an den Weihetag unserer Kirche denken, dann geht es nicht nur um die Steine, aus denen das Kirchengebäude gebaut ist, sondern auch und besonders um die lebendigen Steine, die lebendigen Glauben in unser Gotteshaus bringen und so den Himmel für alle Menschen offen halten“, sagte Pfarrer Johann Wutz. Er bat darum, dass auf die Fürbitte des heiligen Wolfgang hin Jesus den Lebens- und Glaubensweg der Pfarrangehörigen begleiten möge. Ein wichtiger Baustein einer lebendigen Pfarrgemeinde ist die Vorbereitung der Erstkommunionkinder. Zehn Kinder werden am 26. April 2020 erstmals an den Tisch des Herrn treten. Sie stellten sich während der Messfeier einzeln der Pfarrgemeinde vor. Der Gemeinschaftskirchenchor Haibühl-Hohenwarth bot stimmgewaltigen Gesang. Unter der Gesamtleitung von Ewald Pirtzl kam zusammen mit kleinem Orchester die Messe „Laetatus sum“ von Wolfram Menschick zur Aufführung. Besondere musikalische Akzente setzte der Haibühler Solotrompeter Anton Meindl, der „The Prince of Denmark’s March“ von Jeremiah Clarke oder die Sonate „Cohata C-Dur“ von D. Viviani anstimmte. Berührend war auch die Motette „Ave verum corpus“ von Mozart, meisterhaft gespielt vom Streichorchester unter Elisabeth Kram und das „Dank sei dir Herr“ (Georg Friedrich Händel), bei dem Hans Eckl als Solist glänzte. An beiden Tagen hielten die Mitglieder des KDFB Haibühl-Ottenzell ein reichhaltiges Buffet mit allerlei Kuchen, Torten und dem traditionellen Kirta-Gebäck wie Küchl, Striezl und Rupfheiwe bereit. Gemeindereferentin Cornelia Loders bot fair gehandelte Waren aus dem Eine-Welt-Laden an. Auf dem Platz vor der Kirche fand das traditionelle „Wolfgangshackl-Werfen“ statt, an dem sich unter Leitung von Hermann Zapf und Franz Meindl vom Pfarrgemeinderat heuer viele Freiwillige beteiligten. Das Wolfgangshackl-Werfen geht auf eine Legende zurück. Wolfgang, der ein Leben als Eremit am Abersee in Österreich suchte, warf seine Axt ins Tal hinab und gelobte, an dem Ort, an dem er sie wiederfinden werde, eine Kirche und eine Klause zu erbauen. Nach Erfüllung dieses Gelöbnisses wurde der See in „Wolfgangssee“ umbenannt. (krp)

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