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Region Cham
Sonntag, 23. September 2018 23° 7

Kirche

Halleluja und Helau

Pfarrer Alexander Dyadychenko wurde für seine „Büttenpredigt“ mit kräftigem Beifall belohnt – und am Schluss gab es Donuts.

  • Kinder in Faschingskostümen trugen die Fürbitten vor. Auch der Pfarrer hatte eine Perücke auf. Foto: wsk
  • Einen Donut gab’s als Geschenk. Foto: wsk

Rötz.Ein Gottesdienst mit Halleluja und Helau? „Um Himmels Willen“, wie soll denn das zusammenpassen? Doch beim Familiengottesdienst am Faschingssonntag in der Pfarrkirche konnten sich die Meßbesucher überzeugen, dass in diesen Tagen Kirche und Fasching allemal zusammengehören und Eins das Andere nicht ausschließen darf. „Eine Kirche, in der nicht gelacht werden darf, ist weder glaubwürdig noch menschlich, und schließlich ist das Lachen dem Menschen angeboren“, hatte es Pfarrer Alexander Dydadychenko in seiner Einladung erklärt.

Bereits beim Betreten der Pfarrkirche merkten die zahlreichen Pfarrangehörigen und auswärtige Gäste, dass der Kirchgang etwas anders als gewohnt vonstatten geht. Mit Girlanden, Luftballons, Luftschlangen und Faschingskonterfei’s hatte das Familiengottesdienstteam die Kirche geschmückt und auch den Gottesdienst mit vorbereitet. Pfarrer Dydychenko, selber mit knallroter Perücke und bunter Fliege, freute sich über den großartigen Besuch und mehr noch über die vielen Maskierten. „Lasst uns heute gemeinsam Freude haben und diese auch vor Gott zeigen.“ Jesus ist ein Gott der Freude und des Lebens. „Seid also fröhlich, denn ihr seid von Gott geliebt.“ Die Erstkommunionkinder lasen die Kyrierufe, und an Stelle der Lesung wurden Auszüge aus der Bibel zum Thema „Freude“ vorgetragen.

In seiner „Faschingspredigt“ brachte Dyadychenko humorvoll das Gottesdienstgeschehen zum Ausdruck. „Und wenn die Messe einmal länger dauert oder die Orgel etwas lauter spielt – mit Bedacht, dann ist wohl einer aprupt vom „Kirchenschlaf“ erwacht. Am Tag des Herrn kommt stets froh zur Kirche hin und geht nach vorn, sonst trifft euch des Pfarrers Zorn. Bei der Predigt schlaft nicht ein. Wenn doch, dann lasst das Scharchen sein! Wird das Opferkörbchen dann gereicht, so wär mein Rat: „Zeig dich als Christ der Tat.“ Bete mit ob Greis ob Kind, wir alle doch Gottes Kinder sind. Mit Hand und Mund tut man den Glauben kund. Nimm den Segen mit nach Haus, denn die Messe ist jetzt aus. Euch allen sage ich heut zum Schluss: „Amen und Helau.“ Mit kräftigem Applaus belohnte die Gemeinde des Pfarrers erheiternde „Büttenpredigt“.

Beschwingt und freudig vorgetragene Lieder der Chorgemeinschaft Cantate begleitetetn den Gottesdienst. Mit dem Faschingskalauer „Rucki-Zucki“ folgte sodann der nächste Höhepunkt, bei dem alle mit Stimme und Armen begeistert mitmachten. „Dieses Lied sollte man ins „Gotteslob“ mit aufnehmen“, meinte der Geistliche spaßeshalber. Zu den Fürbitten der Kinder bekam jeder einen Luftballon mit einem aufgemalten Buchstaben, die aneinandergereiht das Wort „FREUDE“ ausdrückten.

Am Schluss des Gottesdienstes bedankte sich Pfarrer Dyadychenko für die freudige Mitfeier und Mitgestaltung, besonders beim Familengottesdienstteam und beim Chor. Als kleines Geschenk überreichte der Geistliche Groß und Klein einen Faschings- Donut. (wsk)

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