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Mittwoch, 26. September 2018 13° 2

Festspiel

Hannes findet sein Glück

„Der Teufel mit den drei goldenen Haaren“ feierte glanzvolle Premiere. Komplimente gab es für die gezeigten Leistungen.
Von Georg Sturm

  • Am Ende des Spiels wird König Baldrian (im Boot) von allen Mitwirkenden ob seiner Gräueltaten und Geldgier ausgelacht. Foto: Sturm
  • Selbst Vizelandrat Markus Müller war so begeistert, dass er den Teufel persönlich um ein Selfie bat, als Erinnerung an einen begeisternden Nachmittag. Foto: Sturm

Rötz. War es das Wetter, die Fußball-Weltmeisterschaft – oder vielleicht das eher unbekanntere Stück aus der Sammlung der Grimm’schen Märchen? – Die Premiere von „Der Teufel mit den drei goldenen Haaren“ hätte eigentlich eine aus allen Nähten platzende Tribüne als Zuschauerkulisse verdient gehabt.

Stolz präsentiert der Hannes die drei goldenen Haare.  Foto: Sturm
Stolz präsentiert der Hannes die drei goldenen Haare. Foto: Sturm

Die Laienspielschar um Regisseur Bernhard Hübl begeisterte mit der Inszenierung des von Bernhard Hübl an die Gegebenheit der Schwarzenburg angepassten Stück – und erntete dafür frenetischen Applaus. Weder Spieler noch Zuschauer ließen sich auch von leichtem Regen in den letzten Minuten des Spiels nicht beeindrucken.

Wer nicht da war, hat etwas verpasst

Sehr zuversichtlich beim Blick gen Himmel zeigte sich zu Beginn der Premierenvorstellung, die wegen dem Deutschlandspiel eine Stunde vorverlegt worden war, der Vorsitzende des Schwarzwihrbergvereins Hans Jürgen Porsch. Er war allerdings etwas enttäuscht über die Lücken auf der Tribüne, stellte aber fest, dass man nicht die Ausgebliebenen beklagen, sondern sich über die freuen solle, die gekommen sind.

Aufmerksam verfolgten die Zuschauer das Grimm’sche Märchen vom „Teufel mit den drei goldenen Haaren“.  Foto: Sturm
Aufmerksam verfolgten die Zuschauer das Grimm’sche Märchen vom „Teufel mit den drei goldenen Haaren“. Foto: Sturm

Diese wurden, wie auch „seine Schirmherrin“ Renate Pollinger sowie zahlreiche weitere Ehrengäste und Gäste mit einer beeindruckenden Vorstellung für ihr Kommen belohnt.

Bürgermeister Ludwig Reger forderte dazu auf, sich vom Stück „Der Teufel mit den drei goldenen Haaren“ verzaubern zu lassen. Er dankte allen, die ihren Beitrag dazu geleistet haben und erklärte die Märchenzeit 2018 als eröffnet.

Premiere Teufel Festspiel Rötz 2018

Renate Pollinger, die Geschäftsführerin von TVA Regensburg, zeigte sich stolz, an diesem magischen Ort Schirmherrin sein zu dürfen. Sie zeigte sich beeindruckt von der imposanten Kulisse und versicherte, sich auf die Vorstellung zu freuen – an einem Ort, der vielen Rötzern eine zweite Heimat ist. Spürbar und zu sehen sei, dass hier Heimat und Tradition gelebt werden.

Blumen gab es nicht nur von Vereins-Boss Hans Jürgen Porsch (5. v. l.) für „seine“ Schirmherrin Renate Pollinger, sondern von der Spielerschar auch für die „gute Seele“ Steffi Porsch (l.), überreicht von Steffi Reindl (3. v. l.).  Foto: Sturm
Blumen gab es nicht nur von Vereins-Boss Hans Jürgen Porsch (5. v. l.) für „seine“ Schirmherrin Renate Pollinger, sondern von der Spielerschar auch für die „gute Seele“ Steffi Porsch (l.), überreicht von Steffi Reindl (3. v. l.). Foto: Sturm

Die Märchenzeit hier oben auf dem Berg gebe es nur, weil viele zusammenhelfen und anpacken – sichtbar oder unsichtbar, aber zusammenhalten, dies sei ihr in den vier Jahren, in den sie mit ihrem Gatten Martin Schelauske stets deutlich geworden. Sie freue sich nun auf die Vorstellung und hoffe auf eine regenfreie Vorstellung.

Regen kurz vor Schluss

Letzteres wurde allerdings nicht ganz erfüllt. Obwohl die Pause bereits verkürzt worden war, begann es kurz vor Spielende zu regnen – allerdings nur leicht. Die Mehrzahl der Zuschauer – nur Weicheier wechselten in hintere Reihen – ließ sich, wie auch die Spieler davon nicht beeindrucken. Alle konnten miterleben, dass am Ende der Hochzeit des Hannes mit seiner Prinzessin Anneliese nichts mehr im Wege stand und wie der schreckliche König Baldrian für seinen Taten bestraft wird. Begeisternder Applaus honorierte die schaupielerischen Leistungen der Laienspieltruppe. Blumen gab es für die Schirmherrin sowie für die gute Seele Steffi Porsch.

Räuber Sepp stellte eindrucksvoll unter Beweis, dass er nicht nur der „Depp“ in der Räubergruppe ist, sondern wie sein Chef auch Lesen und schreiben kann. So waren auch seine Autogramme, sogar auf dem Arm so mancher Frau, sehr gefragt.  Foto: Sturm
Räuber Sepp stellte eindrucksvoll unter Beweis, dass er nicht nur der „Depp“ in der Räubergruppe ist, sondern wie sein Chef auch Lesen und schreiben kann. So waren auch seine Autogramme, sogar auf dem Arm so mancher Frau, sehr gefragt. Foto: Sturm

Danach waren die Autogramme der Spieler bei Jung und Alt gefragt, bevor es zur Premierenfeier – witterungsbedingt nicht in den oberen Burghof, sondern in die Hütte ging.

Erleichtert kündigte Hans Jürgen Porsch die Schlussreden an.  Foto: Sturm
Erleichtert kündigte Hans Jürgen Porsch die Schlussreden an. Foto: Sturm

Hier gab es anerkennende Worte für die gezeigte Leistung – sowohl von Vereins-Boss Hans Jürgen Porsch, als auch Schirmherrin Renate Pollinger und Regisseur Bernhard Hübl. Alle bekräftigten, wie wichtig es sei, dass die vielen einzelnen Rädchen stimmig ineinandergreifen – vom Parkplatzdienst über den Imbissverkauf, Maske, Ton und vor allem der Spieler auf der Bühne. Dies sei beeindruckend unter Beweis gestellt worden, und dafür gab es als Dank Essen und Trinken – dazu das Deutschland-Spiel.

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