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Brauchtum

Hauch von Bayern in Berlin

Die Waldgaujugend tanzte auf der Grünen Woche. Sie brachten teils auch bedrückende Reiseerlebnisse mit nach Hause.
Regina Pfeffer

  • Viel bestaunt und beklatscht wurde der Auftritt der Gaujugendtanzgruppe in der Bayernhalle der Grünen Woche – hier beim Auftanz zusammen mit dem Trachtengau München und Umgebung. Foto: Regina Pfeffer
  • Die Führung durch das ehemalige Stasi-Gefängnis Hohenschönhausen beeindruckte nachhaltig. Foto: Regina Pfeffer

Ruhmannsfelden.Berlin war das Ziel der Jugendtanzgruppe des Bayerischen Waldgaues. 27 Jugendliche und 18 Begleitpersonen – darunter der zweite Vorsitzende des Bayerischen Waldgaues Adolf Breu – reisten in die Weltmetropole, um jenseits der weißblauen Landesgrenzen die Vielfalt bayerischen Brauchtums zu zeigen und ihre Heimat zu präsentieren.

Schon bei der Anreise im Bus am Samstag ging es lustig zu, denn es wurde gesungen und musiziert. Gegen Mittag erreichte die 45-köpfige Reisegesellschaft Leipzig und über den ehemaligen Grenzübergang Dreilinden erreichte man schließlich gegen 16 Uhr das Reiseziel.

Tief in die deutsch-deutsche Geschichte tauchten die Reisenden am Sonntag ein, denn das ehemalige Untersuchungsgefängnis des DDR-Staatssicherheitsdienstes (Stasi) in Hohenschönhausen stand auf dem Programm. Ein Zeitzeuge (ehemaliger Häftling) führte in einem 90-minütigen Rundgang durch das nahezu vollständig erhaltene Gebäude und schilderte eindrucksvoll die Geschichte der Haftanstalt und seine persönlichen, überaus leidvollen Erfahrungen.

Zwischen 1945 und 1989 waren hier über 20 000 politische Häftlinge eingesperrt, von der Außenwelt hermetisch abgeschnitten und von den Mitgefangenen meist streng isoliert. Den Nachmittag verbrachte die Gruppe dann am Alexanderplatz in Berlin, im Volksmund „Alex“ genannt. Fesch frisiert und in ihren schmucken Trachten waren die Trachtler ein bunter Blickfang und begehrtes Fotomotiv. Höhepunkt am Montag war natürlich der Besuch der Internationalen Grünen Woche am Berliner Messegelände am Funkturm. Dort absolvierte die Gaujugend zusammen mit dem Trachtengau München und Umgebung einen gemeinsamen Auftritt in der Bayernhalle.

Beim Auftanz mischten sich die insgesamt 21 Tanzpaare durchs Publikum. Viel Beifall bekamen auch die weiteren Tänze (Holzhauser, Feuerwehrpolka, Marschierboarisch, Sternpolka, Topporzer Kreuzpolka, begleitet von Astrid Penn auf dem Akkordeon) und die Gesangsdarbietungen das Duos Hannah Penn und Eva Schraml. Der Trachtengau München und Umgebung und der Bayerische Waldgau waren die ersten zwei Gaue, die gemeinsam auf der Grünen Woche getanzt haben. Schon an den Vorabenden wurde im Hotel viel miteinander getanzt und gelacht. Es war ein unbeschreibliches Erlebnis, dass die beiden Gaue miteinander erleben durften. Die flotten Volkstänze kamen beim Publikum gut an, was der gespendete Beifall deutlich zeigte. Am Abend, nach einem ausführlichen Messe-Rundgang, verabschiedete sich die Waldgau-Gruppe aus Berlin. (krp)

Die Teilnehmer

  • Trachtler:

    Sie kamen aus den Vereinen Gotthardsbergler Kirchberg, Pastritztaler Schafberg, St. Englmar, D’Walderbuam Kötzting, Heimatverein Frauenau, Kreuzstraßler Patersdorf und Plattnstoana Raindorf.

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