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Klassentreffen

Hausaufgaben im Triebwagen

Absolventen der Mittelschule Viechtach freuten sich 61 Jahre nach Schulabschluss über ihr Wiedersehen.

Bereits 61 Jahre liegt der Schulabschluss zurück – ein „besonderes Jubiläum“ befanden die Absolventen der Staatlichen Mittelschule Viechtach, die sich diesmal in Bad Kötzting und Miltach trafen.  Foto: Vogl
Bereits 61 Jahre liegt der Schulabschluss zurück – ein „besonderes Jubiläum“ befanden die Absolventen der Staatlichen Mittelschule Viechtach, die sich diesmal in Bad Kötzting und Miltach trafen. Foto: Vogl

Bad Kötzting.Die Erwartung der ehemaligen Schüler der beiden Abschlussklassen 1958 an der Staatlichen Mittelschule Viechtach, war sehr groß, als sie sich am Samstag zum neunten Klassentreffen im Gasthaus Kauer in Bad Kötzting einfanden. Und sie wurden nicht enttäuscht, das Klassentreffen mit 22 ehemaligen Schulkameraden und sieben Gästen verlief überaus harmonisch und freudvoll. Hieraus entstand der große Wunsch nach einem zehnten Treffen.

Als Organisatorin begrüßte Diethilde Aumeier die anwesenden ehemaligen Mitschülerinnen und Mitschüler der beiden Abschlussklassen des Jahres 1958. Die Freude des Wiedersehens und des Wiedererkennens erfasste alle. Aumeier hatte diesen Tag vorbereitet und stellte den Ablauf des Treffens vor, sie dankte allen, die sich in irgendeiner Weise mit einbrachten, so besonders Fritz Urban für seine große Hilfe und Monika Vogl für die Organisation des Nachmittags im Café Waffel und ihren Rückblick auf den Miltacher Bahnhof und die damalige Fahrschülerzeit.

„Nach sechs Jahren seit dem letzten Treffen hat es nun doch geklappt, ein neues zu veranstalten, es sind nun 61 Jahre seit der Schulentlassung – wenn nicht ein rundes, so doch ein besonderes Jubiläum“, so Aumeier.

Sie habe diesmal aus verschiedenen Gründen nicht Viechtach, sondern Bad Kötzting gewählt, unter anderem auch durch die Verbundenheit, da die Viechtacher Lehrkräfte Anton Macht als Direktor und die Lehrerin Gertrud Schwimmbeck als Konrektorin an die Staatliche Realschule Kötzting wechselten.

Diethilde Aumeier wünschte allen einen frohen Tag und Freude an der Gemeinschaft; von der Knabenklasse waren zehn Herren und von der Mädchenklasse zwölf Frauen anwesend. Einige Mitschüler waren entschuldigt und leider konnten manche krankheitsbedingt nicht der Einladung nachkommen.

Fotoalben lagen auf

Vor und nach dem sehr guten Mittagessen gab es an den Tischen regen Gesprächsstoff über Persönliches. Die Erinnerungen an das Schulleben in Viechtach kamen zu Tage und die Situation der Senioren in der Gegenwart. Diethilde Aumeier dankte Rosaliese Stiedl und deren Gatten Alfons für die Hauptorganisation der früheren Klassentreffen, davon lagen drei Fotoalben zur Durchsicht auf.

Monika Vogl informierte als damalige Fahrschülerin über den Bahnhof Miltach, der nicht nur für viele Schüler sondern auch für Pendler seine Bedeutung hatte. Zur Schulzeit von 1955 bis 1958 stiegen die Fahrschüler aus Miltach und aus Richtung Konzell auf Gleis 4 in den weiß-blauen Triebwagen der RAG zur Fahrt nach Viechtach, in Blaibach kamen die Schüler aus Richtung Lam hinzu. Bis zum Schulort Viechtach hatte man dann noch Zeit, die eine oder andere Hausaufgabe zu überarbeiten oder auch mal nachzuholen.

Am Bahnhof Miltach wurde zum 31. Dezember 1993 die letzte Fahrkarte verkauft, er lag dann 21 Jahre im Dornröschenschlaf, das Gebäude hatte keine Funktion mehr. Im Jahr 2014 kaufte die Waffelfabrik Beier das Bahnhofsgebäude Miltach und, wie sich zeigte, konnte dem Gebäude nichts Besseres passieren, so Vogl.

Es erfuhr eine überaus aufwendige Sanierung und die entsprechende Ausstattung mit einem Verkaufsladen und einem Restaurant mit Café. So ist die neue Betriebsanlage repräsentativ. Von den früheren sechs Gleisen besteht nur mehr eines, die Züge fahren hier in die Richtung Cham-Lam.

Den Bahnhof besichtigt

Wie Vogl erwähnte, hat das Bahnhofsgebäude heuer einen besonderen Geburtstag, denn vor 100 Jahren wurde der Dachstuhl gesetzt. Bei ihren Ausführungen war das Faible der Sprecherin für die Eisenbahn und den Miltacher Bahnhof nicht zu überhören.

Bei dem anschließenden Ausflug nach Miltach zum Besuch des Café Waffel konnten sich die Senioren selbst vom gelungen sanierten Bahnhof überzeugen.

Der Abend klang dann im Gasthaus Kauer in sehr guter Stimmung gegen 22.30 Uhr aus. Alle wünschten sich, dass ein weiteres Klassentreffen folgen sollte. (kvg)

Bahnhof Miltach

  • Neue Funktion:

    Im Jahr 2014 kaufte die Waffelfabrik Beier das Bahnhofsgebäude Miltach und, wie sich zeigte, konnte dem Gebäude nichts Besseres passieren, so Monika Vogl.

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