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Mittwoch, 15. August 2018 24° 6

Rimbach

Haushalt über 6,5 Millionen abgesegnet

Nachdem der Haushalt 2018 bereits in einer früheren Sitzung vorberaten worden war, wussten die

Rimbach.Gemeinderäte bei der Haushaltssitzung bereits, was auf sie zukommen würde: die Abstimmung über einen Rekordhaushalt von über 6,5 Millionen Euro. Für die in die Zukunft gerichteten Investitionen nahm das Gremium mit einer Zustimmung in Kauf, dass in den nächsten Jahren ein enormes Defizit zu Buche schlägt.

Vor allem der Neubau einer Kläranlage, zusammen mit der Gemeinde Grafenwiesen, und die geplante Errichtung einer Einrichtung für Senioren in Rimbach erfordern diesen finanziellen Kraftakt. Die in den letzten Jahren weit unter dem Landesdurchschnitt liegende Verschuldung wird sich somit enorm steigern. Kämmerer Alois Eisenreich erläuterte bei der Haushaltssitzung verschiedenen Einzelpläne im Verwaltungs- und Vermögenshaushalt, bevor das Gremium geschlossen für den Haushalt 2018 stimmte.

400000 Euro Kreditaufnahme

Die Gemeinde Rimbach mit ihren Bewohnern wäre Ende des Jahres 2018 schuldenfrei, wenn nicht in diesem und im kommenden Jahr große Investitionen zu Kreditaufnahmen zwingen würden. Bei gerade mal 7,19 Euro lag die Pro-Kopfverschuldung zu Jahresbeginn und damit erheblich unter dem Landesdurchschnitt vergleichbarer Gemeinden, der bei 627 Euro lag. Mit der vorgesehenen Tilgung der noch verbliebenen Schulden von 13 125 Euro wäre die Gemeinde schuldenfrei.

Aber, und das ist auch der Grund, dass der Haushalt 2018 einen neuen Höchststand erreicht: Heuer und dann auch im kommenden Jahr sind Kreditaufnahmen unumgänglich. So wird in diesem Jahr die Verschuldung bis zum Jahresende durch die Aufnahme eines Kredits von 400000 Euro auf 219,18 Euro pro Kopf der 1825 Einwohner steigen. Die Finanzplanung sieht im Jahr 2019 eine weitere Kreditaufnahme in Höhe von 1925000 Euro vor und damit steigt die Pro-Kopf-Verschuldung voraussichtlich auf 1273,97 Euro, stellte der Kämmerer Alois Eisenreich fest.

6,5 Millionen Gesamthaushalt

Der Verwaltungshaushalt sieht im Jahr 3410000 Euro und der Vermögenshaushalt 3100 000 Euro vor, was einen Gesamthaushalt von 6510 000 Euro ergibt. Die Steuereinnahmen und Finanzzuweisungen sind die wichtigsten Einnahmequellen im Gemeindehaushalt. Aus der Grundsteuer A werden 14000 Euro erwartet, aus der Grundsteuer B 172000, und aus der Gewerbesteuer 150000 Euro. Die Hebesätze der Realsteuern liegen unter dem Landesdurchschnitt. Sie betragen für Grundsteuer A und Grundsteuer B jeweils 310 v. H. (unverändert seit 1991) und für Gewerbesteuer 320 v. H. (unverändert seit 1975).

Die diesjährige Schlüsselzuweisung beträgt 866 000 Euro, die Einkommensteuerbeteiligung beläuft sich laut Kämmerer auf 730000 Euro und als sonstige Finanzzuweisungen werden 32577 Euro erwartet. Der Beteiligungsbetrag an der Einkommensteuer steht bei 54044 Euro und die Beteiligung der Umsatzsteuer bei 26680 Euro. An Hundesteuer werden 3000 Euro erwartet. Die Finanzkraft der Gemeinde ist auch von der Steuerkraft der Einwohner abhängig, die mit 453,40 Euro weit unter dem Landesdurchschnitt von 736,00 Euro liegt. Die seit 1996 gebildeten Rücklagen für den Bau der Kläranlage in Höhe von 450000 Euro werden 2018 komplett entnommen. Von den Einnahmen hat die Gemeinde aber auch Umlagen zu erstatten. So fällt aus Schulverbandsumlage ein Betrag von 50250 Euro an, als Kreisumlage sind 662522 Euro angesetzt und an Gewerbesteuer sind 32015 Euro fällig. (kvo)

Kommune

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