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Region Cham
Sonntag, 19. August 2018 29° 2

Kirche

Heiliger Geist als Glücksbringer

In einem festlichen Gottesdienst spendete Domkapitular Johannes Ammer 56 Kandidaten das Sakrament der Firmung.

In Konzelebration feierten Regionaldekan Georg Englmeier, Domkapitular Johann Ammer und Pater Raymund Englmaier (vorne von links) für die 56 Christen einen eindrucksvollen Firmgottesdienst. Foto: kbr
In Konzelebration feierten Regionaldekan Georg Englmeier, Domkapitular Johann Ammer und Pater Raymund Englmaier (vorne von links) für die 56 Christen einen eindrucksvollen Firmgottesdienst. Foto: kbr

Neukirchen b Hl Blut.55 junge Christen und eine erwachsene Frau aus der Pfarrei Neukirchen b. Hl. Blut und der Expositur Rittsteig besiegelten mit der Firmung ihren Glauben. Klangvolles Orgelspiel von Thomas Schmatz begleitete den feierlichen Einzug der Geistlichen mit den Ministranten in das voll besetzte Gotteshaus.

Pfarrer Georg Englmeier freute sich, dass Domkapitular Johann Ammer den Firmlingen im Auftrag von Bischof Rudolf das Sakrament spendete. Neben Pater Raymund vom Franziskanerkloster hieß er auch die Firmlinge mit Paten, Eltern und Angehörigen willkommen. Worte des Dankes richtete Englmeier an den Gemeindereferenten Hans-Peter Kaiser für die Vorbereitung sowie an die Effata-Gruppe für die musikalische Mitgestaltung.

Domkapitular Ammer verband gute Erinnerungen mit dem Wallfahrtsort, die 35 Jahre zurückliegen. Als Seminarschüler durfte er im Winter auf den Neukirchner Hausberg zum Skifahren: „Wenn man im Sport nicht ständig übt, verliert man den Kontakt. Das gilt auch für den Glauben. So ist die Firmung ein Zeichen dafür, dass wir dranbleiben am hl. Geist und an dem drei-einen Gott, der uns im Leben begleitet.“

Auf Entdeckungsreise

In einer Art Entdeckungsreise nahmen Pfarrer Englmeier und Gemeindereferent Kaiser die Kandidaten bei der Firmvorbereitung mit auf den Weg zur Begegnung mit dem hl. Geist als Glücksbringer. Im Predigtgespräch spürte der Geistliche der Frage nach „Ist der Heilige Geist einfach der Glücksbringer Gottes?“ – Sicher nicht, sagte Ammer, denn der hl. Geist sei Gott selber. Das Leben sei ein Abenteuer mit Herausforderungen und Menschen, die helfen, ermutigen, lachen und weinen. Viele Menschen hätten erlebt, dass Gott eine wichtige Stütze sei. „Beides gehört zusammen: Gott im Himmel und wir unten auf der Erde; daher kann ein frommer Christ nicht sagen: Die Menschen neben mir sind mir egal. Wer so denkt, kommt im Glauben nicht vorwärts.“ Sich sozial zu engagieren und ein Herz für die anderen zu haben, reichten nicht aus, wenn man Gott vergesse, mahnte der Domkapitular.

Ammer bat im Gebet vor der Firmung die sieben Gaben des hl. Geistes herab und zeigte auf, wie man anhand der Gaben der Weisheit, der Einsicht, des Rates, der Erkenntnis, der Stärke, der Frömmigkeit und der Gottesfurcht den hl. Geist sichtbar machen könne: Die guten Seiten im Leben und in den Menschen erkennen, merken, worauf es ankommt, den anderen verstehen, Richtiges vom Falschen und Gutes von Bösen unterscheiden, den Mut haben einmal gegen den Strom zu schwimmen, Ausdauer und Konsequenz zeigen, zu seiner Entscheidung zu Firmung und Gottesdienst zu stehen, nicht vor allem im Leben Angst zu haben, dem Leben zu vertrauen und Ehrfurcht zu haben...

„Das sind mehr als nur irgendwelche Glücksbringer, sie sind ein Grundgerüst, um fest im Leben zu stehen“, sagte der Domkapitular. „Ihr entscheidet, was es für euch bedeutet, Teil der Pfarrgemeinde zu sein.“ Die Firmung sei eben kein Event, „sie ist Gottes Kraftpaket für euch, ein Angebot der Liebe und Zuneigung, das es anzunehmen gilt. Gib dem Evangelium dein Gesicht und wage das Abenteuer, den Glauben im Leben zu zeigen, indem du Kirche mitbaust, veränderst, aufbaust und gestaltest,“ forderte der Geistliche.

Zum Taufversprechen versammelte er die Firmlinge vor dem Volksaltar um sich. Nach dem Taufbundlied zeichnete er den Firmlingen mit heiligem Chrisam das Kreuzzeichen auf die Stirn: „Sei besiegelt durch die Gabe Gottes, den Heiligen Geist.“ Unterdessen füllten leise Orgelmeditation von Thomas Schmatz und verbindende Texte von Hans-Peter Kaiser die Zeit, in der Ammer die Firmung spendete. Acht Firmlinge trugen die Fürbitten vor. Die drei Geistlichen feierten in Konzelebration einen würdevollen Festgottesdienst.

„Ein Streicheln Gottes“

Domkapitular Johann Ammer segnete die Andachtsgegenstände und wünschte den Jugendlichen Mut und Kraft im Leben, „denn Segnen ist ein Streicheln Gottes“. Ein Mädchen richtete stellvertretend für ihre Altersgenossen ein „Vergelt’s Gott“ an den Firmspender. Am Nachmittag versammelte sich die gesamte Firmgesellschaft zur Dankandacht. (kbr)

Firmlinge: 55 Jugendliche und eine erwachsene Frau empfingen in Neukirchen b. Hl. Blut das Sakrament der Firmung.

Firmspender war Domkapitular Johannes Ammer in Konzelebration mit Pfarrer Georg Englmeier und Pater Raymund..

Vorbereitung: Die Hinführung der Firmlinge übernahm Gemeindereferent Hans-Peter Kaiser.

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