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Region Cham
Donnerstag, 26. April 2018 15° 3

Ehrenamt

Helfer vor Ort sind so gefragt wie nie

Mitglieder schauen auf das vergangene Jahr. Die Gruppe aus Arrach opfert ihre Freizeit. Mitmenschen profitieren davon.

Stellvertretender Kreisbereitschaftsleiter Tobias Muhr und HvO-Bereitschaftsleiterin Maria Schönfeld durften Tobias Aschenbrenner für 15 Dienstjahre beim BRK auszeichnen. Foto: krp

Arrach.Arrach. Jede Minute zählt. Das ist der Wahlspruch der im Dezember 2009 gegründeten Helfer-vor-Ort-Gruppe Arrach, wenn sie zu einem Einsatz gerufen werden. Zur siebten Jahreshauptversammlung des Fördervereins wurde das abgelaufene Jahr 2017 reflektiert. Es fanden sich dazu erfreulicherweise über 20 Mitglieder im Museumscafé Arrach ein. Die Helfer vor Ort finanzieren sich aus Mitgliedsbeiträgen und Spenden des eigens dafür eingerichteten Fördervereins. Vorsitzender und Bürgermeister Sepp Schmid hieß alle recht herzlich willkommen. Sein besonderer Willkommensgruß galt Tobias Muhr, dem stellvertretenden Kreisbereitschaftsleiter, 3. Bürgermeister Thomas Weber, Kassenprüfer Hermann Zapf sowie dem „harten Kern“ der Bereitschaft, den Familien Schönfeld und Schmid. Er ging auf die aktuelle Mitgliederzahl des Fördervereins ein, die derzeit 461 Mitglieder (darunter 135 Familien- und 107 Einzelbeiträge) verbuchen kann.

Rückmeldungen erwünscht

Wichtig ist den Helfern, dass die Bürger das Engagement schätzen, denn das gibt Motivation. Sie freuen sich auch über jede Rückmeldung, die sie von zufriedenen Bürgern bekommen. Das Totengedenken galt vor allem den Verstorbenen im letzten Jahr: Christa Huschmann, Alois Pfeffer und Rosa Reimer. Auf die Verlesung des Protokolls zur Sitzung vom Vorjahr wurde einstimmig verzichtet. Das Dokument wurde in abgedruckter Form durchgegeben, so dass jeder es nachlesen konnte. Schmid bedankte sich in diesem Zusammenhang bei allen Fördermitgliedern und Spendern. Sein größter Dank aber galt den Dienstleistern. Er zog seinen Hut vor der Leistung und betonte, dass die Helfer-vor-Ort, die ihre Freizeit opfern, eine gute Einrichtung zum Wohle der Bürger in und um Arrach seien. „Das ist tatsächliches Ehrenamt“, so der Vorsitzende, erfreut über das hohe Ansehen der Ehrenamtlichen in der Gesellschaft. Diesem Dank schloss sich auch Bereitschaftsleiterin Maria Schönfeld an, die sodann auf die Aktivitäten der HvO im zurückliegenden Jahr einging. Die Helfer wurden zu mehreren San-Diensten angefordert und bewerkstelligten auch gesellschaftliche Veranstaltungen wie das Herbstfest oder die Seeweihnacht. Sie dankte für die Unterstützung der Mitglieder im vergangenen Jahr und wünschte sich diesen Zusammenhalt auch für die Zukunft. Taktischer Leiter Ralf Schönfeld teilte der Versammlung mit, dass in den letzten zwölf Monaten 94 Einsätze abgearbeitet wurden. Meist handelte es sich um Freizeit-, Verkehrs- und Haushaltsunfälle bzw. internistische und chirurgische Notfälle, zu denen die Helfer gerufen wurden. Jeder Aktive habe im Schnitt 60 Dienste absolviert, wobei zu beachten ist, dass allein ein Wochenend-Dienst 24 Stunden dauert. „Das ist viel Freizeit, die hier geopfert wurde.“

Zudem konnte der Dienst wieder eine fast 100-prozentige Erreichbarkeit garantieren, heißt, dass bei nahezu jeder Alarmierung (bis auf einen Einsatz) auch ausgerückt wurde. Die Kinderausrüstung hat sich bestens bewährt, zumal etliche Kindernotfälle eingetreten waren. Mit dem Einsatzfahrzeug seien 3700 Kilometer gefahren worden, ansonsten habe es keine besonderen Vorkommnisse gegeben.

Ein „zweiter Defi“ sollte her

Eingehend auf die San-Dienste erinnerte Schönfeld an den Einsatz beim Theater und Gerümpelturnier des SC Arrach, beim Riedlstoana-Fest, beim Open-Air des FC Ottenzell und beim Inliner-Rennen des ASV. Über die Gemeindegrenzen hinaus seien die Helfer beim Cave Gladium in Furth im Wald sowie bei der Landshuter Hochzeit vertreten gewesen. Außerdem seien zwei Altkleidersammlungen geschultert worden. „Die nächste Anschaffung sollte ein zweiter Defi sein.“

Über die positive Kassenlage des Vereins, der dank Mitgliederbeiträgen und Spenden „seinem Namen gerecht wird“, gab Kassier Georg Huber detailliert Auskunft. Als Vertreter des BRK-Kreisverbandes Cham richtete in Arrach Tobias Muhr ebenfalls Worte des Dankes an die Versammlung. Schließlich hatte er die Ehre, eine Finanzspritze zu überreichen. Diese durfte Bereitschaftsleiterin Maria Schönfeld in Empfang nehmen.

Beitrittserklärungen für Mitgliedschaft im Förderverein (zehn Euro für Einzelpersonen, 15 Euro für Familien) liegen im Rathaus, in der Tourist-Info und in Geschäften aus, können auch im Netz auf der Gemeindeseite heruntergeladen werden. (krp)

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