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Beerdigung

Herber Verlust

Gemeinde und Pfarrei trauern um Josef Mühlbauer.
Maria Frisch

Josef Mühlbauer wie ihn jeder kannte – hier bei der Inbetriebnahme des Holzbackofens im OGV-Vereinsgarten.  Foto: Maria Frisch
Josef Mühlbauer wie ihn jeder kannte – hier bei der Inbetriebnahme des Holzbackofens im OGV-Vereinsgarten. Foto: Maria Frisch

Lohberg.„Die ‚Hofbäurer‘ dürfen scheinbar nicht alt werden“, meinte Pfarrer Ambros Trummer beim Requiem für den verstorbenen Josef Mühlbauer am Samstagvormittag. Der Priester nannte einige Beispiele aus zwei Generationen, die früh aus dem Leben scheiden mussten. Bei Josef Mühlbauer, der das Dorf mitgeprägt hat und der in Kürze 59 Jahre alt geworden wäre, war ein langes Krebsleiden die Todesursache.

Der Verstorbene erblickte am 11. April 1961 auf der Mooshütte das Licht der Welt, wo er mit seinem Bruder Hermann aufgewachsen ist. Er lernte in Zwiesel den Beruf des Bäckers. Nach der Bundeswehrzeit arbeitete der junge Mann in verschiedenen Bäckereien, zuletzt in Lohberg. Die Familie Mühlbauer zog 1986 von der Mooshütte ins neu erbaute Eigenheim neben der Schule um. Ein Jahr später, im Mai 1987, stand Josef Mühlbauer mit seiner Frau Maria, geb. Vogl, aus Neukirchen b. Hl. Blut, in der Lohberger Kirche am Traualtar. Die vier Kinder Wolfgang, Matthias, Walburga und Franziska waren ihnen in ihrer Ehe geschenkt.

Als der „Hofbäurer Sepp“ aus gesundheitlichen Gründen das Bäckerhandwerk nicht mehr ausüben konnte, schulte er auf Tierpfleger um und begann 2003 als solcher im Bayerwald-Tierpark. Diese Arbeit hat ihm Freude bereitet. Bei Führungen brachte der Insider besonders Kindern die heimische Tierwelt nahe – eine Aufgabe, die ihm auf den Leib geschneidert war. Im Winter konnte man den Naturfreund über Jahre im Kassenhäuschen auf der Scheibe antreffen.

Berufsbedingt war der Familienvater der ideale Mann für die Backtage beim Schwarzauer Haus und im OGV-Garten. Auch der Fußballverein verliert einen treuen Zuschauer und überzeugten Fan. Aufgrund seiner Abstammung war es nicht weiter verwunderlich, dass Josef Mühlbauer die Waldarbeit geliebt hat.

Sein früher Tod sei auch für die Pfarrgemeinde ein herber Verlust, denn der Verstorbene gehörte zum festen Stamm der regelmäßigen Gottesdienstbesucher, sagte Pfarrer Trummer. Der Verstorbene war auch Mitglied in der Marianischen Männerkongregation.

Die Trauergemeinde versammelte sich nach dem Requiem auf dem Friedhof, wo die Urne im Familiengrab beigesetzt wurde.

„Der RGZV Lohberg trauert um Josef Mühlbauer, der über 18 Jahre 1. Vorsitzender und der große Rückhalt im Verein war“, attestierte „Vize“ Roland Haase. Auch der Kreisverband Cham und der Bezirksverband Oberpfalz trauerten um den Aktiven, so der Kreisvorsitzender Hans Ederer.

„Seit Januar 2003 war Sepp als Tierpfleger im Bayerwald-Tierpark beschäftigt. Der Umgang mit den Tieren war sein ein und alles“, wusste Bürgermeister Franz Müller. „Die Kollegen konnten sich hundertprozentig auf ihn verlassen. Seine Geradlinigkeit und seine Bescheidenheit in Verbindung mit seinem ruhigen Wesen waren Eigenschaften, die einen Menschen auszeichnen.“ Im Namen der Gemeinde Lohberg und der Belegschaft des Bayerwald-Tierparks sagte Müller Dank für die geleistete Arbeit. Verlass war auch beim CSU-Ortsverband auf Josef Mühlbauer, wo er das Amt des Kassiers bekleidete. (kfl)

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