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SuRK

Hering mit Witz

Brathering-Essen mit Schönthaler Geschichten
Roland Dirscherl

Von allerhand Schönthaler Vorkommnissen wusste SuRK-Vorstand Rudolf Gilch (re.) zu berichten. Foto: Roland Dirscherl
Von allerhand Schönthaler Vorkommnissen wusste SuRK-Vorstand Rudolf Gilch (re.) zu berichten. Foto: Roland Dirscherl

Schönthal.Zum Brathering-Essen am Aschermittwoch hat die Soldaten- und Reservistenkameradschaft Schönthal eingeladen. Vorstand Rudolf Gilch konnte zahlreiche Mitglieder und Gäste am Abend im Vereinslokal Klosterschänke willkommen heißen. Den Wirtsleuten Claudia und Kurt Erhardt dankte Gilch für das Vorbereiten des Menüs mit Brathering, frisch gekochten Kartoffeln, Butter und Brot.

Von allerhand Schönthaler Vorkommnissen wusste SuRK-Vorstand Gilch zu berichten. In lustigen Reimen und mit dem nötigen Augenzwinkern berichtete er von Steinpilzen im November, die sich als Rosskastanien herausstellten. Auch von dem Unterfangen, für den Kirchenvorplatz an Fronleichnam Birken zu besorgen, wusste Gilch Bescheid, stellte sich den tapferen Männern doch eine verschlossene Schranke in den Weg.

Ein Hosenfund bei einer Schneiderin nach über einem Jahr führte gleich zur nächsten Änderung im Bund, und so manche Bemühungen, mit Wassertanks in der Erde dem heißen Sommern entgegenzuwirken, wurden jäh zunichtegemacht.

Mit Blick auf die in Kürze auf den Tellern liegenden Heringe gab Schriftführer Hans Babl Wissenswertes über den Fisch zum Besten. Zu Hause in den salzigen Weltmeeren, unterwegs in riesigen Schwärmen und gefangen im Schleppnetz, gehe es dem Fisch an Kopf und Schuppenkleid. Gewürzt, paniert und gebraten landete er schließlich mit der Marinade bei den Pellkartoffeln von Wirtin Claudia.

Und auch zum Namen des Bratherings wusste Babl einiges zu erzählen. Von der Bezeichnung „Bismarckhering“ – vermeintlich benannt nach Reichskanzler Otto von Bismarck – oder alternativ nach dem Ort „Bismark“ in Sachsen-Anhalt, bezeichneten die Österreicher den Brathering als „Russen“ und in der ehemaligen DDR habe er „Delikatesshering“ geheißen.

„Letztlich ist es aber egal, wo der Name herkommt. Das kann uns wurscht oder hering sein“, schloss Schriftführer Hans Babl und wünschte allen „guten Appetit“. (wdr)

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