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Pfarrei

„Herrliche Botschaft der Liebe“

Jubelpaare blicken dieses Jahr auf 25, 40, 50 und 60 Ehejahre. Aus diesem Grund hat Pfarrer Ries mit ihnen Gottesdienst gefeiert.

Die Jubelpaare – darunter das diamantene Jubelpaar Lieselotte und Konrad Adam – freuen sich über ihre Ehejubiläen –und mit ihnen Pfarrer Engelbert Ries und Pfarrgemeinderatssprecher Franz Kuchler. Foto: Marianne Schillbach
Die Jubelpaare – darunter das diamantene Jubelpaar Lieselotte und Konrad Adam – freuen sich über ihre Ehejubiläen –und mit ihnen Pfarrer Engelbert Ries und Pfarrgemeinderatssprecher Franz Kuchler. Foto: Marianne Schillbach

Eschlkam.Traditionell durfte Pfarrer Engelbert Ries am Samstag beim Vorabendgottesdienst viele Jubelpaare, die heuer auf 25, 40, 50 und 60 Jahre gemeinsamen Lebensweg zurückblicken dürfen, im Kreise der Gottesdienstbesucher willkommen heißen.

Mit dieser Feier wolle man als Pfarrgemeinde die Wertschätzung für die Jubelpaare zum Ausdruck bringen, für ihre Treue „in guten und in bösen Tagen“. Es soll zum einen das Leben in Ehe und Familie gestärkt und unterstützt werden, zum anderen soll der Wert der Ehe als tragende Lebensform in der Öffentlichkeit zur Geltung gebracht werden. Überaus feierlich war der Dankgottesdienst mit Gabenprozession, den der Kirchenchor“ unter Leitung von Sabine Aschenbrenner mit seinem Gesang „umrahmte“.

Seine Predigt begann der Priester mit: „Eine Frau, die die Feier des goldenen Ehejubiläums vorbereitete, kam zum Pfarrer, um die Liturgie des Festgottesdienstes durchzusprechen.“ Der Pfarrer fragte sie bei der Gelegenheit, wie es ihr denn auf dem zurückliegenden Weg durch die fünf Jahrzehnte ergangen sei. „Herr Pfarrer, ich erinnere mich noch gut an die kirchliche Trauung vor 50 Jahren. Mein Mann und ich hatten damals wenig Geld, wie auch unsere Eltern. Aber den Tag wollten wir so festlich begehen, dass wir uns immer gerne daran erinnern würden.“

Kirche mit Blumen geschmückt

Die Frau sagte, sie trug ein herrliches Brautkleid, das sie sich unter großen finanziellen Opfern zusammen gespart habe. „Die Kirchenbänke und den Altarraum der Kirche ließen wir üppig mit Blumen schmücken, ebenso war mein Brautstrauß einfach wunderbar.“ Am Hochzeitstag schien die Sonne. Der Kirchenraum mit den Kerzen und dem Blumenschmuck erschien wie ein Festsaal. „Als wir die Kirche betraten, erklang die Musik und der Chor begann zu singen.“ Die Hochzeitsmesse sei einfach himmlisch gewesen. „Wenn ich jedoch zurückblicke“, so die Frau zum Pfarrer, „muss ich zugeben, dass ich damals eines nicht beachtet hatte: In der Kirche hing auch ein Kreuzweg.“ Pfarrer Ries sagte dann: „Liebe Ehejubilare, die Pointe dieser Geschichte wird ihnen von ihrer eigenen Erfahrung her nicht fremd sein. Auch sie mussten irgendwann nach dem Hochzeitstag die Erfahrung machen, dass der gemeinsame Weg immer wieder über Kreuzwegstationen führt. Das Glück pur, das sie sich am Anfang ihrer Ehe erträumten, gibt es nicht.“ Freud und Leid seien im Leben oft nahe beisammen. „Liebe Ehepaare, auch sie haben gewiss auf ihren Weg Sorgen und Konflikte durchstehen müssen, sie haben sich gegenseitig getragen und ertragen und wohl aneinander gerieben. Vielleicht waren sie manchmal ratlos und wussten nicht, wie es gemeinsam weitergehen würde. Und dennoch sind sie beisammen geblieben und haben sie sich gegenseitig die Treue gehalten.“

Das Eheversprechen erneuert

Pfarrer Ries nahm nach der Erneuerung des Eheversprechens, des Segensgebetes, die Einzelsegnung der Jubelpaare vor, bat diese, sich die Hand zu reichen, wie sie es vor 25, 40, 50 beziehungsweise 60 Jahren getan haben, als sie das Sakrament der Ehe gespendet bekommen hatten. Nachdem die Mesnerin die Hochzeitskerze entzündet hatte, folgte die feierliche Gabenprozession der Jubelbräute und -bräutigame. Sie brachten Hochzeitskerze, weiße Tuchstreifen, zwei Ringe mit Blumenschmuck sowie Brot und Wein zum Altar. Zum Friedensgruß, begleitet von leisem Orgelspiel, bat der Priester wiederum die Paare zu sich nach vorne, gratulierte ihnen, überreichte an die Jubelbräute jeweils eine Rose. Pfarrgemeinderatssprecher Franz Kuchler überreichte an die Jubelbräutigame eine Kerze mit dem Leitspruch: „Stets füreinander Licht sein“.

Zur Kommunion intonierte der Chor das Lied „Herrliche Botschaft der Liebe“. Die Jubelpaare sprachen nach dem Segen das Schlussgebet , „denn an Gottes Segen ist alles gelegen“. (kbi)

Auf ein Glas Sekt

  • Empfang:

    Hübsch gedeckte Tische empfingen die Gäste im Marienheimsaal. Pfarrgemeinderatssprecher Franz Kuchler gratulierte allen Jubelpaaren recht herzlich zu ihren Ehejubiläen. Mit einem Glas Sekt stieß man auf alle Jubelpaare an.

  • Essen:

    Die Damen und Herren aus dem Pfarrgemeinderat (Sachausschuss Ehe und Familie) bewirteten aufmerksam ihre Gäste mit Schweinebraten. In froher Runde wurde gelacht und erzählt, sich an die Hochzeiten erinnert, so dass es nach dem Festgottesdienst noch ein sehr kurzweiliger Abend war.

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