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Kommune

Heuer noch Baureife für Aufelder

Die Ausschreibung für die Erschließung des neuen Baugebietes in Furth im Wald wurde vom Stadtrat beschlossen.
Von Wolfgang Baumgartner

  • Auf der ehemaligen Mülldeponie in Dieberg möchte ein potenzieller Käufer des Areals eine Freiflächen-Photovoltaikanlage errichten. Fotos: wb
  • Vor der Sitzung besichtigten die Stadträte - hier Günter Stelzer und Franz Former - die Pläne. Fotos: wb

Furth im Wald.Wird auf der ehemaligen Hausmülldeponie in Dieberg eine Freiflächen-Photovoltaikanlage errichtet, dürfen dadurch keinerlei Kosten oder Nachteile für die Stadt entstehen. In diesem Punkt waren sich die Stadträte bei der Sitzung am Donnerstagabend einig.

Denn selbst bei einem Verkauf der rund 15 000 Quadratmeter großen Deponiefläche bleibt die Nachsorge der früheren Müllhalde Aufgabe der Stadt. „Die Deponie war nie im Eigentum der Stadt Furth im Wald, jedoch war die Kommune als Betreiber der Deponie und entsprechend auch für die Sanierung sowie aktuell für die Überwachung und Nachsorge verantwortlich“, betonte Bauamtsleiter Josef Beer gegenüber dem Gremium.

Wasserdichter Vertrag

Nun stellte ein potenzieller Käufer den Antrag, das Areal als Sondergebiet zur Errichtung einer Freiflächen-Photovoltaikanlage auszuweisen. Dazu sind die Änderung des Flächennutzungsplanes und die Aufstellung eines Bebauungsplanes notwendig.

Die Kosten dafür übernimmt der Käufer der ehemaligen Deponie. Mit der Planung wurde das Ingenieurbüro beauftragt, das auch die Sanierung der Deponie im Jahr 2012 planerisch begleitet und gemanagt hat. „Dadurch haben wir die Gewährleistung, dass die bei der Sanierung eingebauten Abdichtungen nicht beschädigt werden. Immerhin wurde vor rund acht Jahren die Deponie mit einem Kostenaufwand von rund 1,7 Millionen Euro saniert. Aus diesem Grund sei die Deponieflächen nur bedingt nutzbar. Mit den Aufstellungsbeschlüssen soll nun das Verfahren für die Ausweisung eines Sondergebiets in Gang gebracht werden.

„Im Rahmen der vorgezogenen Beteiligung der Öffentlichkeit und der Träger öffentlicher Belange sind die Ausführung und mögliche Grenzen der Machbarkeit zu definieren und in die Bauleitplanung einzuarbeiten“, fügte Josef Beer hinzu. Klar sei, dass der Stadt keine Kosten entstehen dürfen und auch Betriebsausfälle durch Maßnahmen am Deponiekörper gehen zulasten des Betreibers der Photovoltaikanlage. Stadtrat Oskar Mühlbauer reichte dies nicht aus. „Um die Stadt vor möglichen Schäden zu bewahren, stimmte er als einziger Stadtrat gegen die Auftragsbeschlüsse zur Änderung des Flächennutzungsplanes und Aufstellung eines Bebauungsplanes. Ebenfalls gegen die Stimme von Oskar Mühlbauer gab das Plenum grünes Licht zum Bau eines Naturstammferienhauses in der Nähe des Burgstallweges in Lixenried durch Christoph Hofmann. Die Verwaltung hatte vorgeschlagen, das Projekt als „sonstiges Vorhaben im Außenbereich“ zu genehmigen.

Dem schloss sich die Mehrheit an. Gleiches galt für die Vorbescheidsanträge von Jürgen Multerer zur Errichtung eines Einfamilienwohnhauses am Pastitzweg und von Lisa und Johannes Fuchs zum Bau eines Einfamilienwohnhauses in Naturstamm-Blockhaus-Bauweise im Tulpenweg in Ränkam.

Letzteres hatte zwar die Verwaltung aus formaljuristischen Gründen abgelehnt, der Stadtrat war einstimmig der Meinung, dass für dieses Projekt das Einvernehmen zu erteilen ist. Genehmigt wurden zudem der Antrag der Fachklinik zum Anbau des Umkleidebereichs für das Küchenpersonal und Anbau für Lüftungsgeräte in der Küche, das Anbringen einer Werbeanlage von Gartenbau-Floristik Mühlbauer in der Hochstraße, der Bau eines Einfamilienwohnhauses von Thomas Schmatz und Marion Brey in der Arberstraße und der Neubau eines Wohnhauses von Michael Altmann im Sagweg.

Ausschreibung beschlossen

Wolfgang Deuringer darf an der Wutzmühlstraße eine Garagenanlage mit fünf Stellplätzen und geschotterten Parkplätzen errichten und Erich Plötz kann ein Holzlager am Kälberbühlweg bauen.

Einig waren sich die Stadträte am Donnerstag, die Erschließung des Baugebietes „Aufelder“ zu vergeben. In nichtöffentlicher Sitzung wurde die Ausschreibung der Erschließung für die 22 Parzellen im Wohnbaubereich und für das Gewerbegebiet beschlossen. „Ich gehe davon aus, dass wir im Wohnbaubereich heuer noch Baureife erlangen“, zeigte sich Bürgermeister Bauer am Freitag im Gespräch mit unserem Medienhaus sehr zuversichtlich.

Leerstand wird beseitigt

Einstimmig befürwortete der Stadtrat in der Sitzung am Donnerstag den Antrag des St. Vinzentius-Vereins, das Josefshaus abzubrechen und dort einen Neubau mit Pfarrsaal zu errichten. Der Verein nützt das neue Gebäude unter anderem für die Verwaltung und die Pfarrei bekommt endlich einen Pfarrsaal. Ebenso wie der Bürgermeister freute sich das Gremium über diese „sinnvolle Nachfolgenutzung!“

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