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Digitalisierung

Hightech in der Landwirtschaft

Der Bauernverband informierte über umweltschonende Flächennutzung.
Florian Zach

Johannes Gleixner bei seinem Vortrag
Johannes Gleixner bei seinem Vortrag

Cham.Die Digitalisierung macht auch vor der Landwirtschaft nicht halt. Jetzt heißt es, resignieren oder sich entsprechend vorbereiten. Die Mitglieder des Bayerischen Bauernverbandes Cham sind, wie die Besucherzahl eines Vortrages zum Thema Smart Farming zeigte, gerne vorbereitet und an technischen Entwicklungen für den Agrarsektor interessiert. Johannes Gleixner vom BBV-Computerdienst referierte vor den Chamer Landwirten über die RTK-Technologie.

Im Zentrum seines Vortrages standen verschiedene Lenkhilfen und Technologien zur Fahrspuranzeige eines Traktors auf dem Feld. Das auf dem Satellitensystem beruhende RTK-Signal zeigt den Landwirten an, wie genau sich der Traktor in der Fahrspur auf dem Feld beim Ausbringen von Saat oder auch Düngemittel verhält. Ziel der Technik ist es, das auf das Feld zu verteilende Gut möglichst großflächig, aber mit den geringsten Überschneidungen an den Fahrspuren zu verteilen. Am Ende wird damit wertvolles Saatgut gespart und Dünger effizienter und flächenschonender verteilt.

„Bei RTK gibt es zwei Varianten zur Übermittlung der Korrekturdaten, entweder über Mobilfunk oder als Funksignal zum Schlepper“, erklärte Gleixner. Es gibt verschiedene Anbieter für dieses Signal, welche eine Kooperation mit den Vermessungsdiensten der Länder eingegangen sind. In Bayern sei das System flächendeckend mit einer Spur-zu-Spur-Genauigkeit von 2,5 Zentimetern verfügbar. Bei anderen Signalen betrage die Abweichung bis zu 20 Zentimeter. Gleixner empfahl aus diesem Grund das RTK-Signal.

Mit ausgewählten Bilder zeigte er den Anwesenden, wie ein so eingerichtetes Fahrspurmanagement auf einem Acker aussehen kann. „Der Landwirt erstellt die Spurplanung mit einer entsprechenden Software am Computer und überträgt entweder per Funk oder USB-Stick diese Daten auf den Schlepper“, erklärte der Referent die Funktionsweise. Das System kann nutzen, wer sich entweder über den BBV-Computerdienst oder direkt beim Hersteller der Software, Sapos Bayern, registriert. Für die Freischaltung fallen einmalig Bearbeitungskosten von 50 Euro für drei Jahre an. Bisher lagen die jährlichen Kosten bei 960 Euro.

Der Referent empfahl den Anwesenden, diese Technik beim Neukauf eines Schleppers zu berücksichtigen, denn eine Nachrüstung sei erheblich teurer. Gleixners Fazit fiel positiv aus: „Hightech auf dem Acker oder im Stall ist eine Chance für uns Landwirte. Durch RTK schonen wir die Umwelt, werden aber zugleich effizienter und sparen bares Geld“, sagte er. (czf)

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