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Hildegard Bauer 95 Jahre jung

Auch Bürgermeister Sandro Bauer freut sich mit der Jubilarin. Sie ist auf dem besten Wege, die älterste Furtherin zu werden.

Bürgermeister Sandro Bauer gratulierte der 95-jährigen Hildegard Bauer; mit auf dem Foto sind vier ihrer fünf Urenkel, die ihr großer Stolz sind. Foto: fsa
Bürgermeister Sandro Bauer gratulierte der 95-jährigen Hildegard Bauer; mit auf dem Foto sind vier ihrer fünf Urenkel, die ihr großer Stolz sind. Foto: fsa

Furth im Wald.Hildegard Bauer, geborene Hackl, wohnhaft am Amselweg, ist auf dem besten Weg, die älteste Furtherin zu werden. Am Sonntag feierte sie nämlich bei guter Gesundheit ihren 95. Geburtstag. Dazu hatte sie ihre Verwandten und Bekannten ins Café Mühlberger eingeladen. Zu den Gratulanten gehörte auch Bürgermeister Sandro Bauer. Für ihn war es eine Selbstverständlichkeit, der Jubilarin die Aufwartung zu machen. Er gratulierte im Namen der Stadt, aber auch persönlich, wünschte weiterhin alles Gute, eine zufriedene Gesundheit und überreichte einen Blumenstrauß. Auch Dekan Richard Meier schaute vorbei und wünschte der Jubilarin im Namen der Pfarrgemeinde alles erdenklich Gute. Hildegard Bauer wurde am 11. Februar 1923 in der Grenzstadt geboren. Sie besuchte die Mädchenschule am Schloßplatz und danach eine weiterführende Schule. Mit vier Geschwistern wuchs sie auf. Nach dem Schulbesuch erfolgte die Einberufung zum Arbeitsdienst nach Aßberg bei München. Ihr Pflichtjahr erledigte sie bei der Familie Dimpfl (Brauerei) in der Bräuhausstraße. Auch vom Kriegsdienst wurde sie nicht verschont, musste zum Arbeitsdienst. Anschließend unterzog sie sich im Jahr 1944 einem zweijährigen Seminar zur Kinderpflegerin. Zusätzlich brachte sie ein Praktikum für Kinderpflege hinter sich. Der erste Arbeitsplatz führte sie in einen Kinderhort in Cham.

Im Februar 1950 verheiratete sie sich mit dem Glasermeister Franz Bauer, aus der Ehe gingen drei Kinder hervor. Franz Bauer, der aus Grafenwiesen stammte, heiratete in das Lebensmittel- und Haushaltswarengeschäft der Familie Hackl in der heutigen Von-Müller-Straße (damals Hans-Schemm-Straße) ein. Es handelte sich auch um das erste Geschäft zur Selbstbedienung mit Einkaufskörbchen. Damals meinten die Further, dieses Geschäft habe keine lange Lebensdauer. Doch die Familie, zu der auch drei Kinder gehörten, hielt eisern zusammen, war arbeitsam und sparsam zugleich. „Immer wenn wir Geld hatten, bauten wir das Geschäft weiter aus“, bemerkte die Jubilarin im Gespräch. Das Geschäft wurde im Jahr 1960 mit Konfektion und Kosmetik zu einem Kaufhaus ausgebaut. Nebenbei hatte Franz Bauer die Meisterprüfung im Glaserhandwerk, abgelegt, was ein gutes Zubrot bedeutete. Im Jahr 1981 wurde das Kaufhaus in die Hände von Sohn Klaus gegeben. Er durfte ohne Prüfung die Glaserei weiter betreiben. Das Schicksal meinte es nicht gut mit der Familie Bauer. Ihrem Mann und Vater mussten sie im Jahr 2004 ins Grab schauen. Doch die Jubilarin hatte das Arbeiten gelernt. Fast jeden Tag und über viele Stunden hinweg war sie im Geschäft ihres Sohnes zu finden. Ein großer Stolz der Jubilarin sind zwei Enkel und fünf Urenkel. Bauer kann sich über viele Besuche ihrer Kinder freuen. Ihren Haushalt führt sie ohne fremde Hilfe.

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