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Soziales

Hilfe für die Pflege zu Hause

Seit mehr als zehn Jahren gibt es den Pflegestützpunkt im Neukirchner Rathaus. Dort berät, schult und hilft Heidrun Sindilariu.
Von Helga Brandl

Heidrun Sindilariu möchte mit ihrem Fachwissen möglichst vielen Betroffenen in Sachen „Pflege und Demenz“ helfen.  Foto: Helga Brandl
Heidrun Sindilariu möchte mit ihrem Fachwissen möglichst vielen Betroffenen in Sachen „Pflege und Demenz“ helfen. Foto: Helga Brandl

Neukirchen b Hl Blut.Um pflegende Angehörige zu unterstützen, ist Ende März 2009 in Neukirchen b. Hl. Blut eine Beratungsstelle für pflegebezogene Fragen eröffnet worden. Diese Beratungsstelle steht unter der Leitung von Diplom-Psychogerontologin Heidrun Sindilariu. An sie können sich all diejenigen wenden, die Hilfe bei Antworten auf Fragen der Pflege oder Gestaltung des Alltags brauchen.

Die Beratungen sind kostenlos und erstrecken sich über unterschiedliche Pflegesituationen, die Gestaltung einer altersgerechten Wohnung, das Beantragen eines Pflegegrades sowie Leistungen allgemein. Sindilariu bietet Informationsabende zu gewünschten, pflegebezogenen Themen – etwa verschiedene Krankheitsbilder und deren Pflege –, den Anschluss an eine Selbsthilfegruppe von Demenz-Betroffenen und deren Angehörigen (derzeit in Furth im Wald im Josefshaus – nächstes Treffen am ersten Mittwoch im Dezember), die Begleitung Ehrenamtlicher bei ihren Tätigkeiten sowie regelmäßige Schulungen für Angehörige von Demenzkranken im Privathaushalt.

Innerhalb der Schulungsreihe „Hilfe beim Helfen“ wird mittels mehrerer Unterrichtseinheiten den Angehörigen das nötige Wissen vermittelt, um Verständnis für den Erkrankten zu entwickeln, fachgerecht und angemessen mit ihm umzugehen und somit das eigene Leben und das des Betroffenen zu erleichtern. Die Unterrichtseinheiten enthalten solides, praxisnahes Wissen, Tipps und Ratschläge und es gibt Möglichkeiten, im Gespräch eigene Erfahrungen einzubringen. Die Teilnahme an der Seminarreihe in sieben Modulen ist kostenlos. Die Teilnehmer erfahren Näheres über die Erkrankung, den Umgang mit dem Erkrankten, die rechtlichen und finanziellen Fragen, Entlastungsoptionen und vieles mehr. Unterrichtsort ist der Seminarraum im „Haus zur Aussaat“ in Neukirchen b. Hl. Blut. Die Treffen finden im Frühjahr/Herbst statt. Termine sind unter Tel. (0 99 47) 9 04 54 41 zu erfragen.

Zum Angebot gehören neben persönlicher Beratung auch Informationen über ambulante und stationäre Hilfen, die Klärung von Kostenfragen, aber auch die Beantwortung von Fragen wie: „Wie kann die räumliche Gestaltung für Pflegebedürftige umgesetzt werden und was muss ich dabei beachten?“ – „Wie setze ich ein Widerspruchsschreiben auf?“ – „Wann erhalte ich Sozialhilfe?“ oder „Was mache ich, wenn ich mit dem festgestellten Pflegegrad nicht einverstanden bin?“.

Heidrun Sindilariu kam 1990 aus Siebenbürgen und erlernte den Beruf der Altenpflegerin. Zusätzlich absolvierte sie eine Ausbildung zur Lehrkraft für Pflegeberufe und unterrichtete in einer Altenpflegeschule. Drei Jahre war sie in Frankfurt/Main tätig und absolvierte nebenbei ein Aufbaustudium zur Psychogerontologin, das sie mit dem Diplom abschloss. Seit 2006 ist Heidrun Sindilariu „in Rente, aber nicht im Ruhestand“, denn bis dato unterrichtet sie an der Altenpflegeschule in Bad Kötzting und als Dozentin bei der Vhs Cham. Zudem ist sie leitende Fachkraft für die Ausbildung von Betreuungsassistenten. Nach wie vor geht sie mit Leib und Seele ihrer Berufung nach und will leidgeprüften Menschen helfen. Sie möchte aufklären und die Hemmschwelle von Betroffenen senken, ein Gespräch mit ihr zu suchen.

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