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Humanität

Hilfe ist in Rumänien gelandet

„Helfende Hände“ haben eine Hilfslieferung per Sattelaufleger nach Ostrumänien geschickt und verteilt.

Bis unters Dach voll Hilfsgüter war der Sattelzug gepackt. Foto: Müller
Bis unters Dach voll Hilfsgüter war der Sattelzug gepackt. Foto: Müller

Viechtach.Die Aktion „Helfende Hände“ hat kürzlich wieder einen Konvoi mit Hilfsgütern nach Ostrumänien geschickt. Die Verladung begann in Böbrach und Giggenried. Es gab ein Hin und Her, ob der Lkw kommt oder nicht, doch an einem Donnerstagnachmittag um 16 Uhr kam dann die Meldung: Der Lkw kommt am Freitag gegen 13 Uhr nach Böbrach zum Verladen der Möbel aus einer stillgelegten Pension, darunter die Ausstattung von 20 Gästezimmern und Teilen des Gastraumes. Helfer kamen aus Bodenmais, Böbrach, Sohl, Zachenberg, Achslach und Cham unter Leitung von Alois Kappl und Wolfgang König.

Auch ein Gewitterschauer konnte die Verladungsaktivitäten nicht unterbrechen. Durch das systematische Verdichten und Polstern war der Lastwagen nur zu zwei Drittel ausgelastet, somit konnte in Giggenried der Lkw fertig beladen werden. Dabei wurden Kartons mit Bekleidung, Decken und Schuhen sowie Waschmaschinen und Nähmaschinen mitgenommen. Letztere Teile sind für die Kinderheime und Kindergärten in Butea, Roman und Barticesti bestimmt.

Der Lkw ging noch am Abend auf die Strecke nach Rumänien. Da der Transport mit Begleitung geplant war, entschied man sich, mit den Helfern am nächsten Morgen zu starten. Über Passau, Wien, Budapest ging es nach Oradea in Ostrumänien. Das Wetter war gut und die Strecke war relativ gut zu fahren. In den Hauptstädten und an den Knotenpunkten war der Urlauberverkehr merklich zu spüren. Regenschauer und Staus zwischendurch bremsten das Vorwärtskommen merklich. Bei den Grenzkontrollen gab es keine Probleme und so kam die Helfergruppe gegen 21 Uhr in Oradea an.

Am nächsten Morgen ging es erholt und frisch auf die Strecke in Richtung Cluj-Napoca (Klausenburg). Durch die nordöstlichen Karpaten erlebten die Helfer einen Regenschauer nach dem anderen, teilweise mit starkem Hagel. Zum Teil ging es nur im Schritttempo über Geröll und überflutete Straßen zum Tagesziel Butea. Dort war Ankunft gegen 19 Uhr mit Begrüßung durch den Priester Marcel Blaj mit anschließender Abendmesse. Beim Abendessen hörten die Helfer, dass der Lastwagen nicht pünktlich kommt. Der Lkw-Fahrer musste seine gesetzlichen Lenkpausen einhalten.

Die Programmänderung wurde durch eine Fahrt nach Roman mit Besuch des Priesterseminars überbrückt. Am Nachmittag stand der Besuch einer Kirche in Iugani auf dem Programm. Am folgenden Tag ging das Abladen mit etwa zehn Helfern aus Butea zügig voran, und auch das Aufteilen der Hilfsgüter verlief reibungslos.

Nach kurzer Verschnaufpause ging es an die weitere Verteilung. Zwei Schwestern der Sozialstation des Klosters holten die bedürftigen Familien zum Empfang der Hilfsgüter per Fahrdienst ab. Zur Rückfahrt wurde auch das Fahrzeug der Helfer aus Ostbayern benutzt. So konnten sich diese auch ein Bild über die mehr als einfachen Wohn- und Lebensverhältnisse machen. Nach der Hilfslieferung an zwei Kinderheime und der Rückfahrt nach Butea folgte die Übergabe von Pferdegeschirren an vier Bauern, deren Pferde noch immer in der Landwirtschaft eingesetzt werden.

Hilfe für Kinder

  • Kinderheim in Barticesti:

    Hier finden rund 50 Kinder, ebenfalls aus schwierigen Verhältnissen, teils behindert, Hilfe. Schwestern eines italienischen Ordens betreuen sie.

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