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Wettbewerb

Hitzelsberg hat schon gesiegt

Die Kommission für „Unser Dorf hat Zukunft“ hat sich umgesehen. Es gibt mehr Grün, und der Zusammenhalt wächst.
Von Jakob Moro

  • Dorfmittelpunkt von Hitzelsberg ist die Kapelle mit dem daneben liegenden Flurkreuz, dem Kriegerdenkmal und dem Gedenkstein an die Flurbereinigung 1954 bis 1959. Foto: Jakob Moro
  • Im FFW-Haus erhielt die Kommission wichtige Informationen, zusammengefasst vom Bürgermeister und von Vertretern der Vereine. Foto: Jakob Moro

Stamsried.Kürzlich kam die hochrangige Bewertungskommission „Unser Dorf hat Zukunft“ nach Hitzelsberg, um sich umzusehen. Sie bestand aus Bürgermeister Josef Marchl, Kreisrätin Barbara Heimerl, Kreisbäuerin Rosmarie Maier, Diplom-Ingenieur Oskar Mühlbauer, Kreisheimatpfleger Richard Urban, Kreisbeirätin und OGV-Vorsitzende in Chammünster, Erika Babl, Kurt Schmidbauer von der Unteren Naturschutzbehörde und Alfons Fischer von der Naturschutzwacht. Mit dabei waren auch Renate Mühlbauer und Susanne Deutschländer vom Sachgebiet Gartenkultur und Landespflege.

Vom Feuerwehrhaus startend ging es mit großer Beteiligung der Bevölkerung durch Hitzelsberg. Die Besucher begutachteten alle Anwesen und verteilten Bewertungspunkte für Entwicklungskonzepte und wirtschaftliche Initiativen, soziales und kulturelles Leben, Baugestaltung und Bauentwicklung, Grünentwicklung sowie Dorf in der Landschaft. Sowohl Bürgermeister Herbert Bauer, als auch die Vertreter der drei örtlichen Vereine stellten das gesellschaftliche Leben Hitzelsbergs vor. Dietmar Strasser zeigte Kurt Schmidbauer und Alfons Fischer die vielen von ihm in Zusammenwirken mit den Landwirten geschaffenen ökologisch wertvollen Plätze.

Die Ortschaft Hitzelsberg nimmt an der Gruppe A (Einwohner bis 600) am Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ teil. Egal, welches Ergebnis nach der Bewertung beim Kreisentscheid herauskomme, so Bürgermeister Bauer, Hitzelsberg habe auf jeden Fall bereits gewonnen. Nicht nur, dass das Grün in und um Hitzelsberg durch viele Neupflanzungen zunahm, auch der Zusammenhalt im Dorf werde gefördert. So erhalten die Bürger kostenlose Beratung und Unterstützung zur Dorfentwicklung und Hilfen bei Verbesserungsmaßnahmen für Haus, Hof und Garten. Er ist ein „Wettbewerb für Menschen“, bei dem die Ausgangssituation im Dorf als auch die erbrachten Leistungen berücksichtigt werden.

Er bietet den Bewohnern die Chance, ihre Zukunft für ein lebenswertes Wohnumfeld aktiv mitzugestalten. Kaum ein anderer Wettbewerb stärkt so das „Wir-Gefühl“ und vermittelt Aufbruchsstimmung. Es gehe nicht allein um die Suche nach dem schönsten, aktivsten oder zukunftsträchtigsten Dorf, sondern darum, gemeinsam die Stärken eines Ortes zu erkennen und weiterzuentwickeln. Entscheidend sei die Motivation aller Dorfbewohner, sich tatkräftig in ihr Dorfgeschehen einzubringen. Der Dorfwettbewerb stelle Beispielhaftes heraus und rege zur Nachahmung an.

Ein kurzer Steckbrief von Hitzelsberg: Die Ortschaft Hitzelsberg war bis zur Gebietsreform Sitz einer der größten Landgemeinden im Altlandkreis Roding. Hitzelsberg selbst ist heute ein rühriges Dorf mit drei Vereinen, der Feuerwehr, gegründet 1905, dem Schützenverein Bergschütz, gegründet 1970, und dem Kapellenverein. In diesem Zusammenhang ist auch die Jagdgenossenschaft mit Sitz in Hitzelsberg zu erwähnen, ein Vorzeige-Jagdrevier im Landkreis und darüber hinaus.

Das Revier umfasst 1220 Hektar, wovon Jagdpächter Dietmar Strasser 850 Hektar bewirtschaftet. Strasser schuf auf 16 Hektar Lebensräume für Pflanzen und Tiere durch die Anlage von Wildäckern und Blühstreifen. Sein vorbildliches Wirken brachte Strasser und damit auch Hitzelsberg den Umweltschutzpreis 2018 des Landkreises ein. Erst kürzlich wurde Strasser mit dem „Grünen Engel“ des Bayerischen Umweltministeriums ausgezeichnet.

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