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Region Cham
Freitag, 27. April 2018 15° 2

GRÜNE WOCHE

Hoflehrpfad ermöglicht Einblick ins Landleben

Auhofbauer Josef Schreiner will seinen Hof für die Öffentlichkeit zugänglich machen und eröffnete seinen Hoflehrpfad.

  • Zahlreiche Besucher konnten sich im Kuhstall ihre Eindrücke machen. Fotos: kik
  • Schreiner war für jede Frage offen und gab sein Wissen gerne weiter.

Furth im Wald.Schon seinen Eltern war es ein Anliegen, dass Interessierte auf den Bauernhof kommen können. Nun will Josef Schreiner mit der Eröffnung des Hoflehrpfades diese Tradition fortführen und über Tier- und Milchviehhaltung informieren.

Wie man nachhaltige und moderne Landwirtschaft führt, will er durch Informationstafeln näherbringen, aber auch er selbst ist für Fragen offen, die er jederzeit beantworten möchte. „Es braucht in Zukunft keine Ankündigung. Jeder, der sich dafür interessiert, kann auf meinen Hof kommen“, wie der Auhofbauer meinte. Er hoffe natürlich, dass die Besucher keinen Unsinn treiben, sondern den Hof aufsuchen, um positive Eindrücke seiner Landwirtschaft zu gewinnen.

Auch Bürgermeister Sandro Bauer ist der Meinung, dass die Landwirtschaft im ländlichen Raum bei der Further Grünen Woche nicht fehlen dürfe. Schließlich ist der Hof wichtiger Erzeuger von Lebensmitteln, „ohne die das tägliche Leben unmöglich wäre“. Der Vertreter der Molkerei Goldsteig findet es wichtig, dass man die Landwirtschaft wieder mehr in positives Licht rücke, da man in den Medien oftmals nur katastrophale Zustände wie Massentierhaltung vermittelt bekäme. Außerdem informiert Pohmer, dass das Tierwohl für aktiven Landwirt keine Neuerscheinung sei, sondern dass sich der Stand des Wissens weiterentwickelte. Dadurch verbesserten sich die Bedingungen für Tiere durch moderne Ställe, in denen Freilauf möglich ist.

Für ihn sei wichtig, die Tiere durch bestmögliche Lebensumstände gesund und dadurch leistungsfähig zu halten. Josef Schreiner, der Mitglied der Molkereigenossenschaft Cham ist, füttert seine derzeit 145 Kühe gentechnikfrei und ohne Glyphosateinsatz.

Schreiner ließ den Gästen offen, sich allein umzusehen oder unter seiner Begleitung einen Rundgang am Hof zu absolvieren. Er beantwortete viele Fragen neugieriger Bürger. So erklärte er, dass die Kühe freiwillig zum automatischen Melkroboter gehen oder die Milchleistung zwischen zehn und 25 Litern am Tag pro Tier variieren kann. Im Kälberstall, in dem sich vor allem die jungen Besucher begeistern konnten, kam die Frage auf, wie eine Geburt so ablaufe. Der Bauer nehme in den natürlichen Prozess der Geburt keine Eingriffe vor. Bei Problemen wird jedoch ein „Kontrollgriff“ vorgenommen.

Künftig können sich laut Josef Schreiner gerne weitere Interessierte den Hof ansehen und sich über die Milchherstellung und Viehhaltung informieren. (kik)

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