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Samstag, 26. Mai 2018 25° 2

Bund

Hohe Förderung für neue Beratungsstelle

350 000 Euro fließen aus dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales für die Barmherzigen Brüder Reichenbach.

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales wird den Verein zur Durchführung der ergänzenden unabhängigen Teilhabeberatung in den Landkreisen Cham und Schwandorf e.V., getragen von den Barmherzigen Brüdern Reichenbach, mit einer Gesamtfördersumme in Höhe von 350 670,66 Euro bei einem Projekt in Cham unterstützen. Foto: Patrick Seeger/dpa

Cham.Die Bundestagabgeordneten Karl Holmeier (CSU) und Marianne Schieder (SPD) überbringen frohe Kunde aus Berlin für den Bundeswahlkreis Schwandorf/Cham. Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales wird den Verein zur Durchführung der ergänzenden unabhängigen Teilhabeberatung in den Landkreisen Cham und Schwandorf e.V., getragen von den Barmherzigen Brüdern Reichenbach, mit einer Gesamtfördersumme in Höhe von 350 670,66 Euro bei dem in Cham ansässigen Projekt der „Ergänzenden unabhängigen Teilhabeberatung“ für Menschen mit Behinderungen unterstützen. Die Gesamtkosten des Projektes liegen bei knapp über 370 000 Euro. Der Bewilligungsbescheid ist auf dem Weg nach Cham.

Für Karl Holmeier und Marianne Schieder hat die Teilhabe behinderter Menschen beziehungsweise von Behinderung bedrohter Menschen sehr hohen Stellenwert: „Das Thema Inklusion ist eine der gesellschaftlich bedeutendsten Aufgaben der Zukunft. Menschen mit Behinderungen haben einen Anspruch auf gleichberechtigte Teilhabe in allen Bereichen unserer Gesellschaft. Mit dem Bundesteilhabegesetz haben wir einen wichtigen Schritt zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention getan“, halten die beiden Politiker fest.

Die Barmherzigen Brüder Reichenbach und ihr Verein werden eine Beratungsstelle aufbauen, die ihren Sitz in Cham hat. Die Beratung soll dort durch Personen mit einer fachspezifischen Ausbildung (Sozialpädagogen, Juristen) erfolgen, die selbst Betroffene im Sinne eines Teilhabebedarfes sind oder durch Personen mit einer fachspezifischen Ausbildung im Tandem mit Betroffenen.

Wesentlicher Inhalt der Beratungsaufgaben ist die umfassende und unabhängige Darstellung, welche Leistungen Teilhabeberechtigten nach dem Bundesteilhabegesetz zustehen und wie sie diese Leistungen in Anspruch nehmen können. Es soll eine Begleitung bei der Antragstellung sowie gegebenenfalls und auf Wunsch eine Begleitung in Teilhabegremien erfolgen (zum Beispiel Budget- und Personenkonferenzen, Gesamtplanverfahren, Teilhabeplanung).

Die Berater erschließen laut einer Mitteilung ein Netzwerk von Betroffenen, Professionellen und Ehrenamtlichen und vermitteln bei Bedarf an Fachberatungsstellen. Die Beratungsstelle übernimmt keine rechtliche Prozessvertretung, wie es heißt.

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