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Lkw-Verkehr

Holmeier sagt der BI Hilfe zu

Chamer MdB will als Unterstützer eines Durchfahrt-Verbots des Lkw-Transitverkehrs in Eschlkam und Vermittler tätig werden.
von Roman Hiendlmaier

  • Den Bürgermeistern aus Všeruby und Eschlkam gab MdB Karl Holmeier Tipps zur Durchsetzung ihrer gemeinsamen Interessen. Foto: Hiendlmaier
  • MdB Karl Holmeier informierte sich über den Sachstand. Foto: Hiendlmaier

Eschlkam.Die Bürgerinitiative (BI) für ein Durchfahrt-Verbot des Lkw-Transitverkehrs durch die Grenzgemeinden Eschlkam und Všeruby hat einen weiteren Fürsprecher: Der Chamer MdB Karl Holmeier hat sich mit Vertretern der BI und der Gemeinde Eschlkam über den Sachstand und die Ziele der BI informieren lassen und sich danach hinter die Anliegen der Grenzgemeinden gestellt.

„Ihre Schlussfolgerung ist nachvollziehbar“, sagte Holmeier, nachdem BI-Mitbegründer Josef Altmann und Bürgermeister Sepp Kammermeier ihm geschildert hatten, dass Tschechien ab Januar eine Maut auf 900 Kilometern Bundesstraßen für den Schwerlastverkehr einführen will, die allerdings nicht für die Strecke durch Všeruby gelten würde. Die BI befürchtet eine weitere Ausweitung des aktuell ohnehin massiven Schwerlastverkehrs.

In den kommenden Wochen beginne auf dieser Strecke zudem die Sanierung einer Brücke über den Freybach, wodurch die Eschlkamer weitere Unannehmlichkeiten befürchten.

Nachdem bei einer ähnlichen Sanierung auf tschechischer Seite dem Schwerlastverkehr die Durchfahrt verboten wurde, schlug Holmeier vor, dies auch dem Brücken-Bauherrn, dem Staatlichen Straßenbauamt Regensburg, als Maßnahme anzutragen. „Damit zumindest einmal temporär etwas Ruhe einkehrt.“

Der CSU-Abgeordnete riet zudem dem Eschlkamer Marktgemeinderat, einen Beschluss in dieser Hinsicht zu fassen, „damit das alles offiziell seinen Weg geht, und sich maßgebliche Stellen damit befassen müssen.“ Eventuell sei es ratsam, eine gleichlautende Petition im Bayerischen Landtag einzugeben, so der Weidinger MdB.

Er selbst wolle sich als Vermittler zwischen den Fachstellen und den politischen Entscheidungsträgern auf bayerisch/deutscher und tschechischer Seite einschalten: „Wir brauchen ein Treffen auf ministerialer oder oberer baubehördlicher Ebene. Denn eine grundsätzliche Entscheidung wird auf diesen Ebenen gefällt.“

Rund 500 Bürger von dies- und jenseits der Grenze hatten am Montagabend in der tschechischen Nachbargemeinde des Marktes eine grenzüberschreitende Bürgerinitiative gegründet, um mehr Gewicht zu bekommen.

Die Bürger eint seit Jahren der Ärger über den Schwerlastverkehr durch die beiden Orte. „Wir haben Angst um unsere Kinder“, schilderten Eltern aus Eschlkam Holmeier ihre Sorgen. Nahezu täglich komme es auf den für den wachsenden Verkehr zu engen Straßen zu mehr oder weniger brenzligen Situationen. Seit der Grenzübergang bei Neuaign für den Schwerlastverkehr geöffnet worden ist, rollen täglich hunderte Lkw durch die Gemeinden, wie Messungen der Gebietsverkehrswacht Furth im Wald ergeben haben.

Am Montag findet in der Sache ein weiterer Gesprächstermin mit Landrat Franz Löffler statt.

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