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Politik

Holmeier will Amazon-Retouren reduzieren

Der CSU-Abgeordnete von Schwandorf/Cham möchte Rücksendungen des Online-Riesen an die Tafeln der Region vermitteln.

Der Chamer Bundestagsabgeordnete Karl Holmeier möchte den versandriesen Amazon dazu bringen, seinen Umgang mit Rücksendungen zu verändern. So sollen die künftig teilweise etwa nicht mehr vernichtet sondern gespendet werden. Foto: Henning Kaiser/dpa
Der Chamer Bundestagsabgeordnete Karl Holmeier möchte den versandriesen Amazon dazu bringen, seinen Umgang mit Rücksendungen zu verändern. So sollen die künftig teilweise etwa nicht mehr vernichtet sondern gespendet werden. Foto: Henning Kaiser/dpa

Cham.Der Chamer Bundestagsabgeordnete Karl Holmeier (CSU) hat an Amazon appelliert, die Vernichtung von Rücksendungen weiter einzuschränken. Dazu fand in diesen Tagen ein Gespräch mit der Senior Public Policy Manager bei Amazon in Berlin statt.

Gegenstand des Gesprächs war das Ziel, einen höchstmöglichen Anteil aller Amazon-Retouren einer sinnvollen Weiterverwendung zuzuführen. „Besonders unter dem Aspekt unserer Verantwortung für die Umwelt und den Klimaschutz sind wir verpflichtet, unsere natürlichen Ressourcen zu schützen und jegliche Verschwendung zu vermeiden“, so Holmeier, der den Bundestagswahlkreis Schwandorf/Cham vertritt. Einig war man sich, dass gerade durch den anhaltenden Boom des Online-Handels der Fokus auf die effektive Gestaltung der Retouren- und Logistikprozesse zu richten ist. Ausgangspunk müsse noch viel stärker sein, Retouren zu minimieren.

Holmeier will zwischen Tafel und Amazon vermitteln

Der Chamer Bundestagsabgeordnete Karl Holmeier (CSU) Foto: si
Der Chamer Bundestagsabgeordnete Karl Holmeier (CSU) Foto: si

Amazon macht das durch Hilfe von Kaufentscheidungen für die Kunden, u.a. durch detaillierte Produktbeschreibungen und Kundenrezensionen sowie hohe Qualitätsmaßstäbe. „Dennoch zurückgesandte Artikel durchlaufen eine strenge Inspektion. Dadurch ist es möglich, dass der überwiegende Teil der Retouren wieder als Neuware verkauft werden kann. Defekte oder gebrauchte Ware wird zu stark reduzierten Preisen über das Programm Amazon Warehouse verkauft“, sagte eine Amazon-Sprecherin.

Onlinehandel

Wie Retouren zu Müll werden

Zurückgeschickte Waren werden tonnenweise vernichtet, zeigt eine Studie der Uni Bamberg. Dafür gibt es viele Gründe.

Gerade auch die Spenden an gemeinnützige Organisationen spielten eine wesentliche Rolle. So kooperiere Amazon u. a. mit der gemeinnützigen Plattform innatura, die Sachspenden an karitative Organisationen vermittelt. Die Spenden umfassen zum Beispiel Spielzeug, Schuhe, Kleidung, Drogerieartikel. Aber auch eine Zusammenarbeit mit lokalen Tafeln gebe es bereits. „Das ist für mich ein ganz wichtiger Ansatzpunkt. Darum werde ich den Kontakt zwischen den Tafeln im Wahlkreis Schwandorf/ Cham und dem Amazon-Logistikzentrum in München herstellen mit dem Ziel, Spenden zu erhalten“, so Holmeier.

Arbeitskreis der CSU-Landesgruppe besucht Amazon

Darüber hinaus würden demnächst die Abgeordneten des Arbeitskreises II der CSU-Landesgruppe im Deutschen Bundestag, der von Holmeier geleitet wird, das Amazon-Logistikzentrum in Brieselang bei Berlin besuchen. Dabei werde es auch um die Auslieferung mit umweltfreundlichen Fahrzeugen gehen sowie um die Einrichtung von Packstationen, um mehrfache Zustellversuche zu vermeiden.

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